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Katarakt

Der Katarakt, auch Grauer Star, bezeichnet eine Augenlinsentrübung und stellt weltweit die häufigste Ursache für eine Erblindung dar. Die Symptome sind vor allem die Verschlechterung der Sehschärfe (Visus), Blendempfindlichkeit und eine eventuelle Kurzsichtigkeit. Die Bezeichnung Grauer Star leitet sich davon ab, dass bei fortgeschrittenem Katarakt eine Graufärbung der Pupille zu beobachten ist, was auf die Trübung der dahinterliegenden Linse zurückgeht.

Ursächlich können entweder äußere Einflüsse oder, seltener, eine genetische Vorbelastung sein. Oft bleibt die Ursache für einen Katarakt unbekannt. Für gewöhnlich tritt dieser jedoch erst im Alter auf (Altersstar, Cataracta senilis) und ist in diesem Fall auf die Verlangsamung des Stoffwechsels zurückzuführen. Sie kann aber durch UV-Strahlung, Starkstrom, Traumata, Krankheiten wie Diabetes mellitus, bestimmte Medikamente oder einer Rötelnerkrankung in der Schwangerschaft ausgelöst werden.

Man unterscheidet drei Arten von Katarakten, je nach ihrer Lokation:

  • Cataracta corticalis: Hier ist die Linsenrinde betroffen und trübt sich durch flüssigkeitsgefüllte Vakuolen. Bei etwa 50% der Fälle beginnt der Altersstar mit dieser Trübung.
  • Cataracta subcapsularis posterior: Bei einem hinteren subkapsuläre Katarakt ist der hintere Teil der Linsenkapsel betroffen. Diese Form des Karatakts schreitet schnell voran und hat bei Altersstaren einen Anteil von 20%.
  • Cataracta nuclearis: Bei dieser Katarakt-Form ist der Linsenkern betroffen und schreitet langsam fort. Dabei können monokulare Doppelbilder auftreten; typisch sind eine bräunliche Trübung und die Zunahme der Brechkraft, die zur Myopie führt.

Im Fall eines angeborenen Katarakts sollte möglichst bald eine Diagnose durch den Augenarzt gestellt und eine Therapie eingeleitet werden, um eine resultierende Sehschwäche zu verhindern. Altersstare und andere erworbene Katarakte können nicht mittels medikamentöser Behandlung geheilt werden. Vor allem der Altersstar nimmt mit der Zeit stetig zu und sollte früh mittels einer Katarakt-Operation therapiert werden, bevor die Linse zu stark versteift und eine Operation erschwert. Bei der Katarakt-OP wird die getrübte natürliche Linse gegen eine Intraokularlinse ausgetauscht, sodass der betroffene wieder sehen kann.