Myopie erhöht das Risiko von Netzhautdegeneration und -ablösung, Katarakt und Glaukom

Johnson & Johnson will gegen weltweite Myopie-Progression vorgehen.

Das Singapore National Eye Centre, das Singapore Eye Research Institute und Johnson & Johnson Vision gehen gemeinsam gegen die weltweite Myopie-Progression vor.  Die neue Kooperation in Höhe von 26,35 Millionen US-Dollar sucht nach Maßnahmen zur Vorbeugung und Eindämmung der Myopie-Progression an der immer mehr Menschen leiden

Das Singapore National Eye Centre (SNEC), das Singapore Eye Research Institute (SERI) und Johnson & Johnson Vision haben heute eine Forschungskooperation in Höhe von 26,35 Millionen US-Dollar (36,35 Millionen Singapur-Dollar) bekannt gegeben. Ziel ist es, die Myopie oder Kurzsichtigkeit einzudämmen – die größte Bedrohung der Augengesundheit in unserem Jahrhundert.1,2,3 Bis 2050 wird voraussichtlich die Hälfte der Weltbevölkerung kurzsichtig sein, wobei bei ca. einer Milliarde Menschen mit einer hohen Kurzsichtigkeit gerechnet werden kann, die zu einer Retinaerkrankung mit erhöhtem Erblindungsrisiko führen kann.1

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Die erste Forschungskooperation in Asien

Die erste öffentlich-private strategische Partnerschaft in Asien, die sich auf Kurzsichtigkeit konzentriert, wird ein tieferes Verständnis dafür schaffen, wie sich Myopie entwickelt, wie sie fortschreitet und wie sie aufgehalten werden kann. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung vorhersagefähiger Hilfsmittel, um Risikogruppen für eine hohe Kurzsichtigkeit zu identifizieren, sowie die Erforschung der zugrunde liegenden Mechanismen der Kurzsichtigkeit, der Fortschritt neuer Therapien und die Erforschung und Validierung von Methoden, die das Auftreten und Fortschreiten der Myopie zu verhindern.

„Die Kurzsichtigkeit nimmt weltweit bedrohlich zu. Wenn sie nicht kontrolliert wird, können sich die Belastung für Menschen und die Kosten in den kommenden Jahrzehnten, insbesondere in Asien, massiv erhöhen,“, erklärt Paul Stoffels, MD, stellvertretender Vorsitzender des Exekutivkomitees und Chief Scientific Officer bei Johnson & Johnson. „Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit SERI und SNEC, um die Grundlagen dieser Problematik besser zu verstehen und Wege zu finden, diese globale Gefährdung der öffentlichen Gesundheit anzugehen“, sagt er. „Wir hoffen, dass wir gemeinsam wichtige Fortschritte für Einzelpersonen und Familien im gesamten asiatisch-pazifischen Raum und letztendlich auf der ganzen Welt erzielen können.“

Gegen die zunehmende Myopie

„Die nachweislich steigenden Zahlen von Myopie-Fällen, vor allem bei jungen Menschen, sind ein ernsthaftes Problem. Wenn wir verstehen, was zu diesem rasanten Anstieg geführt hat, können wir daran arbeiten, das Problem an der Wurzel anzugehen“, sagt Professor Aung Tin, Executive Director von SERI. „SERI engagiert sich stark für die Zusammenarbeit mit führenden Unternehmen zur Bewältigung verschiedener Augenleiden. Wir freuen uns auf die Forschungskooperation und darauf, gemeinsam Fortschritte im Kampf gegen die weitreichende Ausbreitung der Myopie zu erreichen.“

Laut Professor Wong Tien Yin, medizinischer Direktor am SNEC, schafft die Zusammenarbeit den richtigen Mix aus Ressourcen, klinischer und wissenschaftlicher Erfahrung und Sachverstand, um ein führendes Zentrum für Myopie-Forschung, klinische Versorgung und Weiterbildung aufzubauen, das auf regionaler und globaler Ebene wesentlich zur Bekämpfung dieser Problematik beitragen wird. „Das SNEC fühlt sich geehrt, mit Personen zusammenzuarbeiten, die gemeinsam das wachsende Problem der Kurzsichtigkeit in der Bevölkerung angehen wollen“, sagt Professor Wong. „Dabei nutzen wir die vielfältigen Stärken von Ärzten, klinischen Wissenschaftlern und strategischen Partnern, um neue Konzepte gegen die weitere Ausbreitung der Myopie zu entwickeln und unser Wissen weltweit zu teilen, damit die Progression der Kurzsichtigkeit gestoppt werden kann.“

Myopie ist die führende Fehlsichtigkeit weltweit.1,2 Myopie erhöht das Risiko von Netzhautdegeneration und -ablösung, Katarakt und Glaukom. Ohne Intervention wird dies zur führenden Ursache von irreversiblem eingeschränktem Sehvermögen und Blindheit.1 Die Problematik entsteht, wenn sich aufgrund von Umwelt- und genetischen Faktoren ein zu langer Augapfel entwickelt.4 Es gibt derzeit nur wenige Verfahren die zur Kontrolle von Myopie zugelassen sind.

Weltweit erhebliche Belastung prognostiziert – größte Auswirkungen in Asien

  • 5 Milliarden Menschen werden voraussichtlich bis 2050 weltweit an Kurzsichtigkeit leiden.1
  • Westeuropa, Mitteleuropa und Osteuropa werden voraussichtlich massiv vom Myopie-Problem betroffen sein. Der Prozentsatz der Betroffenen soll bis 2050 in diesen Regionen auf je 56, 54 50 Prozent ansteigen.1
  • In Nordafrika und dem Nahen Osten wird die Verbreitung erwartungsgemäß 52,2 Prozent betragen.10
  • Ostasien und Singapur werden am stärksten betroffen sein, wobei die aktuelle Verbreitung bei jungen Menschen 80 bis 97 Prozent beträgt, mit einer Konzentration in städtischen Gebieten.5
  • Kinder sind am meisten gefährdet. In China ist zum Beispiel bei Kindern im Alter von sechs bis 18 Jahren die Myopieprävalenz von unter 10 auf 80 Prozent angestiegen.6Kinder, die eine hohe Kurzsichtigkeit entwickeln, haben ein hohes Risiko, später unter einer lebenslangen schweren Augenkrankheit und permanentem Sehverlust zu leiden.7
  • In Singapur entwickelt jedes zweite Kind im Alter von 12 Jahren8eine Kurzsichtigkeit, und 75 Prozent aller Teenager sind kurzsichtig und brauchen eine Sehhilfe.9
  • Nicht korrigierte Refraktionsfehler, die aufgrund einer Myopie das Sehen in die Ferne beeinträchtigen, belasten das globale Gesundheitssystem bereits heute mit 202 Milliarden US-Dollar pro Jahr.1Diese Kosten werden mit zunehmender Verbreitung und Schwere der Kurzsichtigkeit in den kommenden Jahrzehnten exponentiell ansteigen.
  • Allein in Singapur schätzt man die jährlichen direkten Kosten für optische Korrekturen, die die Bevölkerung von Singapur aufgrund von Kurzsichtigkeit in Anspruch nimmt, auf 755 Millionen US-Dollar (1,04 Milliarden Singapur-Dollar).10

Aufgrund der Komplexität und des Ausmaßes der Myopie erfordert die Kontrolle dieser Ausbreitung einen multidisziplinären Ansatz, der sowohl neuartige klinische Forschungen als auch Innovationen im Bereich der Ausbildung und in der klinischen Versorgung umfasst. SNEC, SERI und Johnson & Johnson Vision beabsichtigen, auf diesen Bemühungen aufzubauen und weitere Interessengruppen zusammenzubringen, um breit angelegte Strategien zu unterstützen.

Johnson & Johnson Vision bringt in diese Initiative eine umfassende Expertise in Optometrie und Ophthalmologie ein – unterstützt durch die Stärke, die Fähigkeiten und die Reichweite der gesamten Johnson & Johnson Unternehmensfamilie, die sich für die Lösung komplexer globaler Herausforderungen im Gesundheitswesen einsetzt. SERI und SNEC verfügen über eine starke Erfolgsbilanz in der hochwirksamen Augenforschung und der exzellenten klinischen Versorgung, die für die Diagnose, Vorbeugung und Behandlung von Augenkrankheiten in Singapur, Asien und auf globaler Ebene wegweisend ist.

Über die strategische Partnerschaft

Das Programm mit einem Budget von 26,35 Millionen US-Dollar (36,35 Millionen Singapur-Dollar) umfasst eine dreijährige Kooperation zwischen Johnson & Johnson Vision und dem Singapore Eye Research Institute (SERI), dem Forschungszweig des Singapore National Eye Centre (SNEC). Johnson & Johnson Vision investiert 15,78 Millionen US-Dollar (21,77 Millionen Singapur-Dollar) in Geld- und Sachleistungen, SERI steuert 10,57 Millionen US-Dollar (14,58 Millionen Singapur-Dollar) in Geld- und Sachleistungen bei.

Johnson & Johnson Vision

Bei Johnson & Johnson Vision haben wir ein mutiges Ziel: die Verbesserung der Augengesundheit auf der ganzen Welt zu verändern. Durch unsere operativen Gesellschaften liefern wir Innovationen, die es Augenspezialisten ermöglichen, bessere lebenslange Ergebnisse für ihre Kunden zu erzielen, mit Produkten und Technologien, die Bedürfnisse wie Fehlsichtigkeiten, Katarakt und trockenes Auge angehen. In Gegenden mit einem erhöhten Bedarf arbeiten wir im Rahmen von Kooperationen daran, den Zugang zu hochwertiger Augenheilkunde zu verbessern und wir setzen uns dafür ein, Menschen besseres Sehen, ein besseres soziales Miteinander und ein angenehmeres Leben zu ermöglichen. Mehr unter www.jjvision.com. Folgen Sie @JNJVision auf Twitter und Johnson & Johnson Vision auf LinkedIn.

Singapore Eye Research Institute (SERI)

SERI wurde 1997 gegründet und ist das nationale Forschungsinstitut in Singapur für Ophthalmologie- und und Forschung rund um das Sehen. SERI verfolgt das Ziel, durch hochwirksame Forschung im Bereich der Augenheilkunde gegen die in Singapur und Asien weit verbreiteten Probleme wie Erblindung, Sehschwäche und schwere Augenkrankheiten vorzugehen. SERI ist von einem fünfköpfigen Gründungsteam im Jahr 1997 zu einer Fakultät mit 194 Mitarbeitern gewachsen und umfasst klinische Wissenschaftler, Forscher, Forschungsstipendiaten, Doktoranden und unterstützende Mitarbeiter. Damit ist SERI eines der größten Forschungsinstitute in Singapur und das größte Augenforschungsinstitut im asiatisch-pazifischen Raum. Darüber hinaus verfügt SERI über mehr als 218 weitere Fakultäten aus verschiedenen Augenabteilungen, biomedizinischen Instituten und Hochschulzentren in Singapur.

SERI hat bis September 2018 eine beeindruckende Anzahl von mehr als 3.295 wissenschaftlichen Arbeiten gesammelt und mehr als 307,9 Millionen Dollar an externen, von Experten geprüften Wettbewerbszuschüssen erhalten. Bis heute hat die SERI-Fakultät mehr als 493 nationale und internationale Preise erhalten und über 121 Patente angemeldet. Als Forschungsinstitut des Singapore National Eye Centre und angegliedert an die Duke-NUS Medical School, National University of Singapore, betreibt SERI Forschungsarbeiten im Bereich der Augenheilkunde in Kooperationen mit lokalen klinischen Ophthalmologiezentren und biomedizinischen Forschungseinrichtungen sowie Augenzentren und Forschungsinstituten auf der ganzen Welt. Heute gilt SERI als Pionierzentrum für qualitativ hochwertige Augenforschung in Asien, mit bahnbrechenden Ergebnissen, die zu einem Paradigmenwechsel in der Augenheilkunde geführt haben. Erfahren Sie mehr unter www.seri.com.sg.

Singapore National Eye Centre (SNEC)

Das Singapore National Eye Centre wurde 1989 gegründet und 1990 in Betrieb genommen. Es fungiert als nationales Zentrum innerhalb des öffentlichen Gesundheitsnetzes und leitet und koordiniert die Erbringung spezialisierter augenärztlicher Dienstleistungen mit Schwerpunkt auf qualitativ hochwertiger Ausbildung und Forschung. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1990 ist das SNEC schnell gewachsen und verwaltet derzeit eine Auslastung von jährlich 330.000 ambulanten Patienten, 34.000 Operationen für schwere Augenerkrankungen und Laserverfahren.

Zehn Subspezialgebiete in den Bereichen , Katarakt, Katarakt- und Gesamtaugenheilkunde, Hornhaut- und Augenumgebungserkrankungen, Glaukom, Neuro-Ophthalmologie, Okuloplastik und ästhetische Augenchirurgie, pädiatrische Augenheilkunde und Strabismus, Refraktive Chirurgie, Okulare Entzündungen und Immunologie sowie Retina (Medizin & Chirurgie) wurden eingerichtet, um ein vollständiges Spektrum der Augenbehandlung, von vollumfänglichen bis zu tertiären Versorgungsniveaus, für das gesamte Bandbreite der Augenerkrankungen anzubieten.

Das SNEC wurde 2003 für seine hervorragenden Leistungen im Bereich der Augenheilkunde mit dem Excellence for Singapore Award ausgezeichnet. Singapur hat damit an internationaler Bedeutung gewonnen. Im Jahr 2006 erhielt SNEC den ersten Minister for Health Award for Public Health. Drei klinische Wissenschaftler des Singapore National Eye Centre und des Singapore Eye Research Institute wurden 2009, 2010 und 2014 mit dem renommierten President’s Science and Technology Award für ihre herausragenden Beiträge zur translationalen, klinischen und epidemiologischen Hornhaut-, Retina- und Glaukom-Forschung ausgezeichnet. Erfahren Sie mehr unter www.snec.com.sg.

© Johnson & Johnson Medical Ltd 2018

1 Holden et al. Ophthalmol 2016; 123: 1036
2 Fricke et al. Ophthalmol 2018; 125(10): 1492-1499
3 Interne Daten
4 Fredrick, D. R. (2002). Myopia. BMJ, 324(7347), 1195-1199. doi:10.1136/bmj.324.7347.1195
5 Ding et al. Survey of Ophthalmol 2015
6 Taiwan, Lin et al. 2000 Ann Acad Med Singapore 2004; 33:27-33
7 Chua et al. Ophthalmic Physiol Opt 2016; 36 388-394
8 SingHealth, Eye Check A look at common eye conditions
9 HealthXchange, Common Eye Problems by Age Group, Stats and Care Tips
10 The Impact of Myopia and High Myopia: Bericht der Joint World Health Organization – Brien Holden Vision Institute Global Scientific Meeting on Myopia, University of New South Wales, Sydney, Australia, 16.-18. März 2015, Seiten 10-11

Johnson & Johnson Vision

Johnson & Johnson Vision setzt sich mit seinen operativen Gesellschaften dafür ein, das Sehvermögen weltweit zu verbessern oder wiederherzustellen. Seit der Einführung der weltweit ersten weichen Austausch-Kontaktlinse im Jahr 1987 hilft Johnson & Johnson Vision mit seinem führenden ACUVUE® Kontaktlinsen-Portfolio, die Sehqualität vieler Menschen zu verbessern.

Im Jahr 2017 investierte Johnson & Johnson mit der Übernahme von Abbott Medical Optics weiter in den Bereich der Augengesundheit, indem die Unternehmensfelder auf die Kataraktchirurgie, die refraktive Laserchirurgie (LASIK) und auf weitere Produkte für die Augengesundheit ausgeweitet wurden. Johnson & Johnson Vision hilft täglich mehr als 60 Millionen Konsumenten und Patienten in 103 Ländern und setzt sich dafür ein, dass mehr Menschen an mehr Orten ihre Sehfähigkeit verbessern oder wiederherstellen können. Johnson & Johnson Vision mit doppeltem Hauptsitz in Jacksonville, Florida und Santa Ana, Kalifornien, beschäftigt weltweit mehr als 10.000 Mitarbeiter.

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