Anzeige
Anzeige
Bericht der Stiftung Auge der DOG

Arme Kinder leiden häufiger an Sehschwäche

(Bonn) – Wie die Stiftung Auge der Deutschen Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) mit Verweis auf Ergebnisse von Studien und Schuleingangsuntersuchungen berichtet, würden Kinder aus sozial benachteiligten Familien häufiger an Sehschwäche oder schielenden Augen leiden und beim Sehtest öfter durchfallen als Kinder aus wohlhabenderen Familien, und fordert deshalb mehr Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen.

Die Stiftung Auge rät, bei Schielen, verfärbten Pupillen oder tränenden Augen unbedingt einen Augenarzt aufzusuchen. Auch häufiges Stolpern, Orientierungsschwierigkeiten oder das dichte Heranhalten von Büchern sollte dort abgeklärt werden.

Anzeige

Eine der Studien zeige, dass 25 Prozent der armen Kinder Probleme hatten, das Sehen mit den eigenen Bewegungen zu koordinieren (Visuomotorik) – bei sozial besser gestellten Kindern seien es nur elf Prozent gewesen. Arme Kinder würden auch seltener an der Früherkennungsuntersuchung U8 teilnehmen und weniger in Sportvereinen aktiv sein. Die Autoren der Studie definierten Armut über den Bezug von Arbeitslosengeld II.

Die Stiftung weise außerdem auf die Ergebnisse von Schuleingangsuntersuchungen an 4.802 Kindern hin, die zwischen 2010 und 2013 in Mülheim an der Ruhr in Nordrhein-Westfalen eingeschult wurden.

Sport wichtig fürs gute Sehen

Körperliche Bewegung sowie Vorsorgeuntersuchungen in den ersten Monaten und Lebensjahren hätten direkten Einfluss auf die Sehfähigkeit. Aktivitäten im Sportverein könnten das Risiko für eine auffällige Visuomotorik senken.

Eltern, Betreuungskräfte und Lehrer müssten früh für Vorsorgeuntersuchungen und mögliche Anzeichen von Augenerkrankungen sensibilisiert werden, meint der Direktor der Universitäts-Augenklinik in Bonn.

 

Die Stiftung Auge der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft

unterstützt seit 2008 klinische und grundlagen-wissenschaftliche augenheilkundliche Projekte und vergibt Forschungsaufträge und Stipendien. Darüber hinaus informiert sie die Öffentlichkeit über Augenerkrankungen und Ursachen von Erblindung und zeigt Wege der Prävention und Behandlung auf.

 

Artikel auf Deutsches Ärzteblatt

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.