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Hormonumstellung und „Trockenes Auge“

Wechseljahre betreffen auch die Augen

Die Wechseljahre mit ihrer Umstellung des Hormonhaushalts können sich für Frauen vielfältig auswirken. Neben bekannten Folgen wie Schlafstörungen und Hitzewallungen betreffen die Auswirkungen oft auch die Augen: Zwei von drei Frauen haben dann Probleme mit trockenen Augen.

Wechseljahre begünstigen das Trockene Auge
Wechseljahre begünstigen das Trockene Auge (Bild: Copyright (c) 2020 insta_photos/Shutterstock. No use without permission.)

Auf der Augen-Oberfläche bekommen Frauen während der Wechseljahre den Rückgang der Androgene und Östrogene zu spüren. Vor allem ein Androgen-Mangel führt zu einer nachlassenden Aktivität der Meibomdrüsen, führt Prof. Geerling aus, Leiter des Ressorts Trockenes Auge im Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V.

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Wenn nicht genug Meibomdrüsen-Sekret zur Verfügung steht, verdunsten die Tränen rasch, der Tränenfilm deckt das Auge nicht mehr dauerhaft ab und die empfindliche Oberfläche wird gereizt. Die Folge: Das Auge brennt, es fühlt sich an, als wären Fremdkörper wie feine Sandkörnchen im Auge. Man wird lichtscheu und die Sehschärfe kann leiden. Die Schädigung der Hornhaut kann bis zu einer ernsten Entzündung führen.

Weitere Ursachen für trockene Augen

Dabei können noch weitere Ursachen an der Entstehung des Trockenen Auges beteiligt sein. So können Nebenwirkungen von Medikamenten, die in der zweiten Lebenshälfte häufig eingenommen werden, die Beschwerden verstärken. Dazu gehören beispielsweise Blutdrucksenker, Anti-Depressiva oder Chemo-Therapeutika. Auch eine Hormon-Ersatztherapie kann dafür sorgen, dass die Augen sich trocken anfühlen.

Zudem verbringen immer mehr Menschen immer mehr Zeit vor einem Bildschirm. Das beständige Starren auf Laptop, Tablet und Co. sorgt dafür, dass man seltener blinzelt und damit den Tränenfilm nicht mehr so gut auf dem Auge verteilt.

Individuell verschiedene Behandlung

Bei einer augenärztlichen Untersuchung lässt sich abklären, welche Ursachen beim Trockenen Auge individuell im Vordergrund stehen. Die Behandlung richtet sich dann nach den Ursachen und nach der Schwere der Erkrankung. Je nachdem, wie ausgeprägt die Beschwerden sind, helfen Tränen-Ersatzmittel, die als Augentropfen, Sprays oder Gele zur Verfügung stehen.

Sollte eine nachlassende Funktion der Meibom-Drüsen vorliegen, dann hilft eine regelmäßige sanfte Reinigung und Massage der Lidkanten: Die Anwendung warmer Auflagen trägt zunächst dazu bei, dass das Sekret flüssiger wird. Dann streicht man die Lider mit einem sauberen Wattestäbchen zur Lidkante hin sanft aus.

 

Quelle: BVA

 

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