Produkt: eyebizz  2/2019
eyebizz 2/2019
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Abschlussbericht und Ausblick

Silmo Paris 2019 mit vielen Inspirationen

Am 28. November präsentierte die Silmo Paris ihren Abschlussbericht. 35.888 Fachleute (+2,5 gegenüber 2018) nahmen an der Messe Ende September teil, darunter 56% aus dem Ausland und 44% aus Frankreich. 970 Aussteller zeigten ihre Produkte und Dienstleistungen. Das Geschäftsklima auf der Veranstaltung sei ausgesprochen gut gewesen. Neben den Produkten gab es viele weitere Inspirationen.

Viele Besucher aufder Silmo 2019
Viele Inspirationen auf der Silmo Paris 2019 (Bild: Silmo)

Zukunft im Mittelpunkt

Das Forum Silmo Next hinterfragt die Zukunft der Branche mittels interaktiver Ausstellungsbereiche und Diskussionen. Technologische Anforderungen an die Augenoptikindustrie werden offengelegt und erklärt. Hierbei lag der Schwerpunkt dieses Jahr auf der Digitalisierung von Verkaufsstellen sowie Enhanced Vision, Datenbrillen und 3D-Druck.

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Einst wurde vorausgesagt, dass der stationäre Handel als Folge des wachsenden Online-Handels verschwinden würde. Heute beweist die aktuelle Situation das Gegenteil. Der physische Verkaufsstandort werde sogar bevorzugt, wenn er Erfahrungen und Erlebnisse bietet, bei denen der Online-Handel nicht mithalten kann (Produkt sehen, berühren, spüren und testen; sofortige Verfügbarkeit; Verkäuferempfehlungen usw.).

Auch wenn der Verbraucher Verkaufsstandorte heutzutage noch gerne nutze, habe sich sein Verhalten geändert. Er ist deutlich vernetzter, informierter und mobiler als früher. Diese Haltung lässt die Grenzen zwischen stationärem und Online-Handel verschwimmen. Folglich führe die Einführung digitaler Tools und Technologien im stationären Handel zu höherer wirtschaftlicher Effizienz. Verkaufsstandorte seien wieder gefragt, denn sie bieten mittlerweile interessante Kundenerlebnisse.

Anhand der Vorträge geladener Referenten sei auf der Silmo mehr als deutlich geworden, dass es wichtig ist, sich neben der Digitalisierung näher mit Produkten der Zukunft zu befassen. Dazu zählen beispielsweise Enhanced Vision, Datenbrillen, maßgeschneiderte Brillen mittels 3D-Modellierung. Diese Produkte implizierten neue Anwendungen mit hohem Mehrwert für die Augenoptiker.

Fünf internationale Teams unterschiedlicher Fachrichtungen hatten beim Silmo Hackathon 24 Stunden Zeit, um Visionen zum Einzelhandel von morgen zu entwickeln. Ideen, Modelle und erfolgreiche Konzepte gaben Antworten auf relevante gesellschaftliche Fragestellungen. Diese Projekte werden die Messeausgabe Silmo Paris 2020 bereichern und ganzjährig in den Fokus gerückt werden.

Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung

Silmo Next hat dieses Jahr ein weiteres wichtiges Branchenthema ins Rampenlicht gerückt: CSR (Corporate Social Responsibility) oder auch „Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung“. CSR wirft Fragen auf und versteht sich als Ursprung von Innovationen und Investitionen in allen möglichen Bereichen wie Umwelt, Soziales und Gesellschaftliches.

In diesem Zusammenhang möchte die Silmo gemeinsam mit der gesamten Branche (Industrie, Handel, Einzelhandel, Veranstaltungsbranche) über die künftigen Herausforderungen von CSR nachdenken. Arbeitsgruppen mit Teilnehmern aller Fachrichtungen (Teilnahme freiwillig) werden Anfang 2020 konstituiert. Ihre Arbeitsergebnisse werden mit den Teilnehmern der nächsten Messeausgabe der Silmo Paris geteilt.

Würdigung von Design und Innovation

Um Trends mitmachen und sich geschäftlich weiterentwickeln zu können, müssten Unternehmen Mehrwert schaffen und sich bei den kreativen Aspekten ihrer Produkte und Leistungen innovativ zeigen. Innovationen seien als konkreter Prozess zu begreifen, der planbar und umsetzbar sein muss. Zudem müsse man sich an den Bedarf von Verbrauchern und Märkten anpassen. Mit Innovationen erreiche man strategische Ziele, verbessert die eigene Wettbewerbsfähigkeit, hebt sich ab und schafft Mehrwert.

Diese Punkte zählen zu den wichtigsten Auswahlkriterien der Jury des Silmo d’Or, die seit 25 Jahren Kreativität und Innovationsgeist auszeichnet.

Auszeichnung zum Optiker des Jahres

Der IOA, „International Association of Opticians“, ist eine internationale Organisation, deren Tätigkeit darauf abziele, den Beruf des Optikers weltweit zu fördern und zu entwickeln. Der „IOA/Silmo Optician of the Year Award“ würdigt damit die Bedeutung des Optikers für die Verbreitung von Qualitätsprodukten und seinen Beitrag zur Verbesserung der visuellen Gesundheit der Menschen. Anlässlich der Silmo Paris 2019 wählten Vertreter der nationalen Verbände der Optiker, die Mitglieder des IOA sind, fünf herausragende Fachleute, und der Gewinner wurde bei der Zeremonie zum Silmo d’Or in Paris bekannt gegeben: Andrew Keirl, ein britischer Optiker.

Academy zum Thema Refraktion

Das diesjährige wissenschaftliche Symposium auf der Silmo konzentrierte sich auf das Thema „Refraktion“. Im vierten Jahr in Folge unterstützt die Silmo Academy ein wissenschaftliches Projekt in den Bereichen Vision und Optik mit einem Zuschuss von 10.000 Euro. Laure Pichereau, Augenoptikerin und Mitbegründerin von Siview, wurde vom Wissenschaftsrat als Gewinnerin ausgewählt.

Das Startup entwickelte eine Lösung, die die Suche nach der besten visuellen Verschreibung automatisiere, indem es sich mit den Instrumenten des Arztes verbindee, unabhängig von der Marke, und es ermögliche die Durchführung einer vollständigen, schnellen und genauen Augenuntersuchung.

Auch Maria Pia Bucci wurde ausgezeichnet: Sie forscht am CNRS, UMR 1141-INSERM Universität Paris, Robert Debré Hospital, zu den Auswirkungen der visuellen Rehabilitation auf die Leseleistung bei legasthenen Kindern.

Silmo: Mehr als nur eine Messe

Ein komplettes Serviceangebot sorgte auf der Silmo für Betreuung, Catering, hochwertige Fachinformationen und professionellen Austausch. Mit Blick auf Austausch und Teilen wurde z. B. die Jobplattform Silmo Emploi mit jeweils einem Workshop für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ins Leben gerufen. Die interaktiven Workshops werden von Experten geleitet und geben den Teilnehmern alle Tools an die Hand, um ein Unternehmen oder die eigene Karriere effizient zu managen.

Wie bei jeder Veranstaltung hatten die Fachbesucher auch dieses Mal auf der Silmo Gelegenheit, sogenannte MOFs (Meilleurs Ouvriers de France) zu treffen. Ob es sich um maßgeschneidertes Design von Brillengestellen, manuelle Materialbearbeitung oder auch Farbzusammenstellungen handelt:

Diese Branchenprofis teilen ihre Begeisterung für künstlerische Kompetenz sowie anerkannte Expertenratschläge gerne mit dem Fachpublikum. Einfach an der nächsten Veranstaltung vom 2. bis 5. Oktober 2020 teilnehmen und „Futurissilmo“ kennenlernen.

 

 

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