Landario aus Aalen

Start-up handelt mit Gebrauchtbrillen

Was kann man heutzutage nicht alles an gebrauchten Produkten kaufen, aber Brillen? Höchstens besondere Marken bei Sonnenbrillen. Ansonsten kennt man beim Handel mit Brillen nur die Neu-Variante und gespendete, bereits verglaste Fassungen. Dominik Maier und Pascal Stropek gehen mit ihrem Start-up Landario einen neuen Weg: Sie handeln mit Gebrauchtbrillen.

Landario handelt mit Gebrauchtbrillen - die Gründer Dominik Maier und Pascal Stropek
Landario handelt mit Gebrauchtbrillen – die Gründer Dominik Maier und Pascal Stropek (Bild: Website)

Die meisten Brillen würden nur circa drei Jahre getragen und befänden sich danach immer noch in einem guten Zustand, sodass diese nach einer Aufarbeitung wieder ein neues Gesicht zieren könnten. Und dieser nachhaltige Umgang mit Brillenfassungen brachte die beiden Gründer Dominik Maier und Pascal Stropek auf die Idee zu ihrem Start-up Landario für gebrauchte Markenfassungen.

Immer mehr Menschen achteten auf Umwelt und Nachhaltigkeit. Dazu gehört auch immer öfter die Verwendung gebrauchter Waren. Genau diese Klientel hat das 2016 gegründete Unternehmen im Blick. Bisher fand man Gebrauchtbrillen bekannter Marken nur bei Privatanbietern mittels Kleinanzeigen oder bei Auktionsportalen. Mit Landario will man den interessierten Kunden eine Plattform bieten, und außerdem mit besserer Qualität punkten, da die Fassungen professionell aufgearbeitet würden.

Ressourcen schonen und Müll vermeiden

Das Start-up mit Sitz in Aalen kauft die Fassungen von Privatkunden an, arbeitet diese auf und bietet sie anschließend im Onlineshop an. Bei der Aufarbeitung würden die Fassungen gründlichst gereinigt, poliert, repariert und desinfiziert, sodass sie in einem nahezu neuwertigem Zustand angeboten werden könnten. Dieses Konzept soll Ressourcen schonen und helfen, Müll zu vermeiden.

Dem Aspekt, dass dadurch weniger Brillen für Entwicklungsländer gespendet werden, setzen Maier und Stropek, die jahrelange Erfahrung aus der Augenoptik durch Studium und Berufserfahrung besitzen, ihr Engagement bei EinDollarBrille entgegen. Der Verein, der sich für die einfache Brillenfertigung vor Ort einsetzt, wird mit jeder verkauften Gebrauchtbrille unterstützt. „Durch diese Brillen wird tausenden Menschen ein normaler Alltag ermöglicht. Das macht unserer Meinung nach mehr Sinn, als gebrauchte Brillen durch die halbe Welt zu transportieren.“

Neu verglast werden können die Gebrauchtbrillen bei Partneroptikern von Landario oder eben dem eigenen Stammoptiker, eine Glasberatung online gibt es nicht. Für einfache Korrektions- und Sonnenbrillen biete man jedoch eigene Landario-Einstärkengläser und Sonnenschutzgläser an.

www.landario.de 

Redaktion
Ein Kommentar zu “Start-up handelt mit Gebrauchtbrillen”
  1. Hab mal spaßeshalber meine 300euro teure Blackfin eingegeben… die boeten mir im Ankauf 18,55 €… kann mir nocht vorstellen, dass das jemand macht.

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