Produkt: eyebizz  4/2019
eyebizz 4/2019
Neues Konzept Stuttgart ‘21: Die opti zieht alle zwei Jahre um +++ Lunetterie Général: Die Brillen des Rocketman +++ New Generation – 40 Talente „Unter 40“
Mehr Filialen sollen online-Geschäft beflügeln

Mister Spex: Finanzspritze von 65 Millionen erhalten

Mister Spex hat sich eine Finanzspritze von 65 Millionen besorgt. Ein neuer Investor, der Hamburger Immobilienunternehmer Albert Büll, sei laut Medienberichten beim Online-Optiker aus Berlin eingestiegen. Damit soll nun die angestrebte dreistellige Anzahl an Offline-Ablegern umgesetzt werden. Aktuell sind es elf Filialen.

Der Mister Spex Store in Berlin-Steglitz
Der Mister Spex Store in Berlin-Steglitz (Bild: Mister Spex)

Der 82-jährige Hamburger Immobilienunternehmer Büll und einige Altgesellschafter hätten demnach insgesamt 65 Millionen Euro in den Berliner Online-Optiker Mister Spex investiert. „Größter Anteilseigner wird Büll mit seinen 14 Prozent nicht: Das ist Scottish Equity Partners mit 20 Prozent, darauf folgt Goldman Sachs mit 17 Prozent. Weitere Investoren wie Grazia Equity und Intershop-Gründer Stephan Schambach ziehen bei der Finanzierung mit”, heißt es im Handelsblatt.

Anzeige

Einen Teil des Geldregens (rund 10 Millionen) erhielten auch einige Altinvestoren, die ausgestiegen sind. Den restlichen Betrag will Mister Spex für die Ausweitung der Filialen verwenden. Ende des kommenden Jahres sollen es schon 40 Läden sein.

„Unser bisheriger Erfolg bestätigt unseren Ansatz, das Beste der beiden Welten Online und Offline miteinander zu verbinden“, so Dr. Mirko Caspar, Geschäftsführer von Mister Spex, in der Pressemeldung des Unternehmens. „Der Online-Bereich wächst nach wie vor stark. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass wir durch die einzigartige Kombination aus Online-Shop, eigenen Stores sowie mehr als 500 Partneroptikern unser Markt- sowie Markenpotenzial noch schneller und umfangreicher ausschöpfen können. Wir setzen auch in Zukunft auf Omnichannel.“

Diese enorme Stärkung des Offline-Channels bei Mister Spex klingt erst mal paradox. Doch zum Einen würden damit die großen Filialisten Fielmann und Apollo unter Druck gesetzt, die online noch nicht so präsent sind. Zum anderen seien die Läden vor Ort unverzichtbar, wenn es um die ausführliche Beratung der Kunden, vor allem bei Gleitsichtbrillen, geht. Mister Spex hat zwar schon länger Partner-Optiker, aber mit eigenen Filialen könne man das Unternehmen sehr viel stärker positionieren. „Wir haben eine bundesweit bereits sehr starke und bekannte Marke aufgebaut. Eine lokale Präsenz hebelt den Markenwert direkt ohne große weitere Marketing-Aufwendungen“, wird Gründer und Geschäftsführer Dirk Graber zitiert.

Ein Schub fürs Online-Geschäft von Mister Spex

Die Filialen sollen das Versandgeschäft nicht ersetzen, heißt es weiter im Handelsblatt-Artikel, sondern noch antreiben: „Neue Kunden sollen vor allem beim Erstkauf oder bei Stärkenänderungen in die Filiale kommen – und zwischendurch immer mal wieder modische Brillen über ihr Kundenkonto im Netz kaufen.“ „Ich glaube nicht, dass wir dafür das Filialnetz ähnlich flächendeckend ausbauen müssen wie traditionelle Anbieter“, so der 42-jährige Graber. Deshalb solle mit dem Geld auch die Expansion nach Skandinavien beschleunigt werden.

Mister Spex - Mirko Caspar und Dirk Graber
Die Geschäftsführung von Mister Spex – Mirko Caspar und Dirk Graber (Bild: Mister Spex)

Laut Mirko Caspar soll künftig die Hälfte des Umsatzes von Mister Spex in den Filialen gemacht werden. Frühere Planungen, den Online-Optiker an einen Big Player der Branche zu verkaufen oder an die Börse zu bringen, bestünden laut Handelsblatt nicht mehr.

Der neue Investor Albert Büll, Hamburger Immobilienunternehmer, biete neben dem Geld auch noch weitere Unterstützung. „Angesichts unserer langjährigen Erfahrung im Bereich der gewerblichen Immobilien werden wir das Management bei der Expansion mit den eigenen Stores aktiv unterstützen“, teilte er dem Handelsblatt mit. „Sein Unternehmen B&L entwickelt Projekte wie den Kö-Bogen II in Düsseldorf, das Hafenpark-Quartier neben der EZBin Frankfurt oder das World Trade Center Dresden. Sein Family Office bekommt bei Mister Spex einen Platz im Beirat.“

 

Quellen: Mister Spexdeutsche startups, Handelsblatt

 

 

ID [10152]

 

Produkt: eyebizz  5/2019
eyebizz 5/2019
Monopoly der Markenlizenzen+++Lindberg: Zurückhaltung auf höchstem Niveau+++Jiyoon Yun: Berlin Brillen im 20-Minuten-Takt

Kommentar zu diesem Artikel

  1. WO BLEIBT DA DAS KARTELLAMT???????????????????

    Auf diesen Kommentar antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren