Erfolgsbilanz

EinDollarBrille im 4. Jahr

München, 18. August 2016 – Die Organisation EinDollarBrille e.V., die sich für die Versorgung von Menschen in Entwicklungsländern mit passenden und bezahlbaren Brillen engagiert, kann vier Jahre nach ihrer Gründung eine erfolgreiche Bilanz vorweisen. Dabei stellt sie sich aktiv auch den Herausforderungen der Expansion in ländliche Regionen mit schwacher Infrastruktur: Dies dokumentiert unter anderem ein aktueller Bericht des WDR über die Aktivitäten der Organisation und ihres Gründers Martin Aufmuth in Brasilien.

Erfolge und wichtige Meilensteine in der Übersicht:

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  • Regionale Präsenz: EinDollarBrille ist inzwischen in Äthiopien, Benin, Bolivien, Burkina Faso, Brasilien, Malawi und Mexico präsent; 2017 soll ein weiteres Projektland dazu kommen.
  • Weiterentwicklung Produktkonzept: Das Kernelement des Social Business Konzepts der Organisation, die EinDollarBrille, ist nicht nur perfekt geeignet für die oft rauen Lebensbedingungen in Entwicklungsländern, sondern wurde auch im Design an lokale Präferenzen angepasst. Unter anderem sind die EinDollarBrillen inzwischen als Sonnenbrille und auch mit eckigen Rahmen verfügbar.
  • Weiterentwicklung Biegemaschine: Die Biegemaschine, mit der die EinDollarBrillen produziert werden, wurde kontinuierlich weiterentwickelt, um die Produktion der EinDollarBrillen möglichst weit zu vereinfachen. Inzwischen ist sie sogar für Blinde zu bedienen; damit erhalten potenziell auch marginalisierte Gruppen die Chance, als Brillenproduzenten ein Einkommen zu generieren.
  • Eröffnung von EinDollarBrille-Shops in Burkina Faso: Im Projektland Burkina Faso wurden in diesem Jahr in enger Zusammenarbeit mit der Siemens Stiftung zunächst zwei Shops in der Hauptstadt Ouagadougou eröffnet, in denen EinDollarBrillen verkauft werden. Zeitlich versetzt begann die Organisation dann damit, auch in ländliche Regionen zu expandieren: Die Eröffnung eines Shops in Kaya, einer kleinen Stadt im bitterarmen Nordosten des Landes, im Mai dieses Jahres war ein erster wichtiger Schritt auf diesem Weg. Auch in Malawi, wo EinDollarBrille zusammen mit der Else Kröner-Fresenius-Stiftung langfristig eine landesweite augenoptische Grundversorgung aufbauen möchte, konnte trotz mehrmonatiger Hungersnot im Frühjahr das System weiterentwickelt werden.
  • Schaffung von Arbeitsplätzen: In den Projektländern werden lokale Fachkräfte in Herstellung und Vertrieb der EinDollarBrillen sowie in einfacher Refraktion trainiert. Die bei der jeweiligen lokalen Organisation festangestellten Mitarbeiter können von ihrer Arbeit leben; ihre Gehälter finanzieren sich aus der Differenz zwischen den Materialkosten der EinDollarBrille (rund ein US Dollar) und dem lokalen Verkaufspreis (rund zwei bis drei lokale Tageslöhne).
  • Gründung von ODG Schweiz: Ende 2015 wurde mit EinDollarBrille Schweiz die erste Partnerorganisation in einem Geberland gegründet.
  • Internationale Auszeichnungen: Das Projekt EinDollarBrille hat im In- und Ausland viel Aufmerksamkeit generiert: Unter anderem wurde die Organisation im Juli 2016 mit dem Hopkins Leadership Award 2016 der renommierten Optical Society (OSA) ausgezeichnet. Die Optical Society ist mit mehr als 19.000 Mitgliedern in über 100 Ländern die führende Vereinigung im Bereich Optik und Photonik. Erst im November 2015 hatte die EinDollarBrille in den USA den renommierten Tech Award in der Kategorie „Wirtschaftliche Entwicklung“ erhalten. Mit diesem Preis ehrt das „Tech Museum of Innovation“ im kalifornischen San Jose (USA) jedes Jahr Visionäre aus aller Welt für wegweisende Erfindungen zur Verbesserung menschlicher Lebensbedingungen in Entwicklungsländern.

„Die Organisation EinDollarBrille engagiert sich dafür, die Lebensverhältnisse von Menschen in Entwicklungsländern nachhaltig zu verbessern, und setzt dabei gleichzeitig auf den Feldern Gesundheit, Ausbildung und wirtschaftliche Entwicklung an“, erläutert Martin Aufmuth, Gründer und Vorstand der Organisation. „Gerade bei fehlsichtigen Kindern, die noch zur Schule gehen und deren Eltern sich eine normale Brille nicht leisten können, kann die EinDollarBrille Zukunftsperspektiven entscheidend verbessern.“ Gleichzeitig wolle die Organisation einen Beitrag dazu leisten, Fluchtursachen wie wirtschaftliche Perspektivlosigkeit zu bekämpfen: „Dafür haben wir nicht nur ein Ausbildungskonzept für die Herstellung und den Verkauf unserer EinDollarBrillen sowie für EinDollarBrille-Optiker entwickelt, sondern beschäftigen inzwischen zunehmend mehr Menschen in den Projektländern – die wiederum häufig eine ganze Familie ernähren. Dieses Engagement wollen wir in den nächsten Jahren auf breiterer Basis fortsetzen; dafür freuen wir uns über weitere Partner, Förderer und Spender.“

Hinweis: Den Beitrag des WDR zu Brasilien-Reise von Martin Aufmuth finden Sie unter diesem Link: http://www1.wdr.de/fernsehen/weltweit/sendungen/die-ein-dollar-brille100.html .

  • Aktuelle Dokumentation berichtet über Aktivitäten der Organisation in Brasilien
  • Aktive Präsenz in acht Ländern, für 2017 Start in neuem Land geplant
  • Eröffnung neuer Shops in Burkina Faso, Ausweitung der Aktivitäten in ländliche Region
  • Internationale Auszeichnungen durch renommierte Organisationen

 

Über EinDollarBrille e.V.

150 Millionen Menschen weltweit leiden laut einer WHO-Studie unter einer Fehlsichtigkeit, die mit einer einfachen Sehhilfe behoben werden könnte, verfügen jedoch nicht über die Mittel, sich eine herkömmliche Brille zu kaufen. Der geschätzte Einkommensverlust, weil fehlsichtige Kinder nicht lernen und Erwachsene nicht arbeiten können, beträgt rund 120 Mrd. US Dollar jährlich, was dem globalen Budget für Entwicklungshilfe entspricht.  Der EinDollarBrille e.V. hat vor diesem Hintergrund eine weltweite Versorgung mit qualitativ hochwertigen und dabei günstigen, robusten und individuell angepassten Brillen zum Ziel. Der Verein wurde 2012 von Martin Aufmuth, dem Erfinder der EinDollarBrille, gegründet; der Verein ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt. Die EinDollarBrille kann von Menschen vor Ort hergestellt und verkauft werden. Die Materialkosten für eine Brille liegen bei rund einem US-Dollar; der Verkaufspreis bei zwei bis drei ortsüblichen Tageslöhnen. Die Ausbildung der Brillenproduzenten und der Aufbau des Projektes in den Zielländern werden durch Spenden finanziert. Das Projekt ist nachhaltig: Aus dem Verkaufserlös der Brillen werden die Gehälter im Land bezahlt und Material für neue Brillen nachgekauft. Ziel ist eine kontinuierliche, finanziell unabhängige augenoptische Grundversorgung der Bevölkerung in Entwicklungsländern in Afrika und Südamerika.

Weitere Infos: www.eindollarbrille.de

www.facebook.com/OneDollarGlasses

https://www.youtube.com/OneDollarGlasses

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