Kundenaufklärung zu Langzeit- und Kurzzeitschäden

Welche Auswirkung hat Alkohol auf unser Auge?

Welche Auswirkung hat Alkohol auf unser Auge?

Jeder der schon mal zu viel getrunken hat, kennt es: eine verschwommene, verwackelte Wahrnehmung. Aber was genau stellt Alkohol mit unseren Augen an? Und kann Alkohl zu bleibenden Sehschäden führen?

Anzeige

Kurzzeitige, sichtverändernde Auswirkungen

  • Langsamere Pupillen-Reaktion: Alkohol führt dazu, dass die Iris sich sehr viel langsamer weitet und zusammenzieht. Das kann vor allem für alkoholisierte Autofahrer zum Problem werden, denn ihre Augen können sich nicht schnell genug entgegenkommenden Scheinwerfern anpassen.
  • Verringerte Kontrastwahrnehmung: Die Fähigkeit, verschiedene Objekte auf Basis von Licht und Dunkelheit zu unterscheiden, ist vor allem beim Fahren in der Dämmerung wichtig. Dieses Können wird durch Alkohol beeinträchtigt. Eine Studie der Western University in Ontario, Kanada zeigt, dass Alkohol die Kontrastwahrnehmung um bis zu 30 Prozent verringert bei einer zum Autofahren erlaubten Promillezahl.
  • Augenzittern (Myokymie): Augenzittern kann durch zu viel Alkohol ausgelöst werden
  • Trockenes Auge: Eine Studie des Hallym University College of Medicine in Korea besagt, dass sogar eine kleine Menge an Alkohl, die Symptome eines trockenen Auges verstärken kann.

Langzeitschäden

  • Erhöhtes Risiko für Grauer Star: Mehrere Studien haben laut coopervision.com gezeigt, dass bei Patienten mit erhöhtem Alkohol Konsum auch die Chance erhöht ist, an Katarakt zu erkranken.
  • Erhöhtes Risiko einer Makuladegeneration: Die “American Optometric Association” hat eine Verbindung zwischen Alkohol und altersbedingter Makuladegeneration festgestellt.
  • Verschlechterte Sehkraft: Viel Alkohol beeinträchtigt die Vitaminaufnahme der Leber – doch Vitamine sind notwendig für eine gesunde Sehkraft. So kann beispielsweise ein Vitamin B1 Mangel aufgrund von Alkoholkonsum dazu führen, dass der Augenmuskel geschwächt oder sogar gelähmt wird. Ein Vitamin A Mangel kann zu Nachtblindheit, eine Verdünnung der Hornhaut, einem Loch in der Hornhaut, Trockenheit und sogar Erblindung aufgrund von Netzhautschäden führen.
  • Optische Neuropathie: Menschen, welche exzessiv trinken, können an optische Neuropathie erkranken, was zum Verlust der Sehkraft führen kann.
  • Pränatale Alkohol-Belastung: Sind Ungeborene Alkohol ausgesetzt, kann deren Sehkraft beeinträchtigt werden. Die Emory University School of Medicine hat herausgefunden, dass viele Augenproblemen mit einem fetalen Alkohol Syndrom zusammenhängt. Dazu zählen eine Unterentwicklung des Sehnervs, Schwierigkeiten mit der Augenkoordination und die Tendenz für herabhängende Augenlider.

Quelle: coopervision.com

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Diese medizinischen Auswirkungen von Alkohol auf das Einzelauge sind nur die eine Seite. Mir fehlen in Ihrem Bericht die Auswirkungen, die der Alkoholgenuss auf die Kontrolle der äusseren Augenmuskeln hat, Stichwort: Doppelbilder! Ich messe regelmässig die Zusammenarbeit der Augen und stelle dabei fest, dass in etwa der Hälfte aller Fälle ein mehr oder weniger verdecktes Schielen zu beobachten ist, also ein Ungleichgewicht der äusseren Augenmuskeln. Was bei der Computerarbeit nur Kopfschmerzen verursacht, kann nach Alkoholgenuss zu Doppelbildern führen, da die Kontrolle der äusseren Augenmuskeln dann teilweise nur noch eingeschränkt möglich ist. Für mich ist das Verblüffende daran: Jeder kennt Witze über diesen Effekt, aber nur die wenigsten Augenoptiker führen diese Messung bei der Refraktion durch, obwohl man mit einer Prismenkorrektion vielen Menschen Kopfschmerzen ersparen könnte – und manchmal eben auch Doppelbilder!

    Auf diesen Kommentar antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren: