ÖKKH-Informationskampagne „Weiß sehen.“

Weiße Pupillen bei Kindern ein Alarmzeichen für Augenkrebs

(Wien) – Anlässlich des Welt-Kinderkrebs-Tages am 15. Februar informierte die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe (ÖKKH) mit der Kampagne „Weiß sehen.“ über die Symptome von Augenkrebs (Retinoblastom), der fast ausschließlich Kinder unter fünf Jahren betrifft. Die gute Nachricht: Man kann diesen Tumor leicht erkennen. Bei Augenkrebs erscheint die Pupille auf frontal aufgenommenen Blitzlichtbildern weiß.

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Eine weiße Pupille auf Blitzlichtfotos ist Warnzeichen von Augenkrebs bei Kindern (Foto: KinderAugenKrebsStiftung)

Die Kampagne „Weiß sehen.“ der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe (ÖKKH) klärt über die Symptome des lebensbedrohlichen Tumors (Retinoblastom) auf. In Österreich erkranken etwa fünf Kinder pro Jahr daran, meistens noch vor dem zweiten Lebensjahr. „Eltern bemerken eine Farbveränderung der Pupille oder andere Symptome meist als erste, können diese aber oft nicht einordnen. Deshalb ist es so wichtig, auf diese seltene Erkrankung hinzuweisen”, erklärt Dr. Petra Ritter-Sovinz, Kinderonkologin am Universitätsklinikum Graz. Um eine Erblindung und Metastasen zu verhindern, ist es wichtig, bei einer weiß-gelb oder weiß-grau verfärbten Pupille umgehend den Augenarzt aufzusuchen.

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Blitzlicht macht Pupillen-Verfärbung sichtbar

Die Pupillen-Verfärbung – auch „Katzenauge“ (Leukokorie) genannt – ist bei starkem Lichteinfall erkennbar. Besonders häufig wird sie auf Fotos entdeckt. Bei Augenkrebs erscheint die Pupille auf frontal aufgenommenen Blitzlichtbildern weiß – anstatt schwarz wie eine gesunde Pupille. Weitere mögliche Hinweise auf ein Retinoblastom sind Schielen, gerötete und schmerzende Augen sowie eine Erweiterung einer der beiden Pupillen. Auch eine Einschränkung der Sehkraft wird mitunter bemerkt.

Wichtig ist es, bei diesen Symptomen eine umgehende Untersuchung durchführen zu lassen. Denn rechtzeitig erkannt, liegen die Heilungschancen bei 95 Prozent. Je später ein Retinoblastom diagnostiziert wird, desto schlechter stehen die Chancen, das Auge zu erhalten und desto langwieriger ist die Behandlung.

Fast immer Kinder unter fünf Jahren betroffen

Retinoblastome treten fast ausschließlich bei Kindern unter fünf Jahren auf und entstehen durch einen Fehler bei der Entwicklung der Netzhautzellen. Bei 60 Prozent der Betroffenen entsteht der Tumor spontan in einem Auge ohne genetische Vorbelastung (unilaterales Retinoblastom). Bei den restlichen 40 Prozent handelt es sich um eine vererbbare Form, die in beiden Augen zu Tumoren führen kann (bilaterales Retinoblastom).

Ein Retinoblastom kann sowohl in einem Auge (einseitig) als auch in beiden Augen (beidseitig) vorkommen.

Die ÖKKH widmet dem Thema auf ihrer Internetseite eine eigene Rubrik und lässt Survivors selbst über ihre Erfahrungen berichten.

 

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