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Neue Studie aus Japan

Pupillengröße ein mögliches Indiz für Risiko-Herzpatienten

Japanische Wissenschaftler haben einen interessanten Zusammenhang zwischen Pupillengröße und Herzinsuffizienz herausgefunden. Damit könnte es zukünftig möglich sein, Herzpatienten mit höheren Risiken früher zu identifizieren, früher einzugreifen und damit die Prognose für die Patienten zu verbessern.

Pupillengröße Auge
Besteht ein Zusammenhang zwischen Pupillengröße und erhöhtem Risiko bei Herzinsuffizienz? (Bild: Pixabay / Jade87)

Aktuell lebten rund 26 Millionen Menschen weltweit mit einer Herzinsuffizienz. Eine der Ursachen für eine Verschlechterung der Herzinsuffizienz sei eine Funktionsstörung des autonomen Systems des Körpers, das Herzfrequenz, Verdauung, Atmung usw. steuere. Die autonome Funktion werde durch das Messen von Änderungen der Herzfrequenz bewertet, bei Patienten mit einer Herzrhythmusstörung sei das aber unwirksam.

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Der Pupillenbereich ist eine weitere Methode zur Beurteilung der autonomen Funktion und wurde schon bei Patienten mit Parkinson-Krankheit und Diabetes genutzt. Diese Studie wollte feststellen, ob der Pupillenbereich die Prognose bei Patienten mit Herzinsuffizienz vorhersagen kann.

Regelmäßige Messung der Pupillengröße

Zwischen 2012 und 2017 wurden 870 Patienten mit akuter Herzinsuffizienz untersucht. Das Durchschnittsalter betrug 67 Jahre und 37% waren Frauen. Die Pupillengröße wurde in beiden Augen mindestens sieben Tage nach der Krankenhauseinweisung gemessen. Für den Test setzten die Patienten zu einer festgelegten Zeit eine spezielle Brille auf, warteten fünf Minuten, bis sich ihre Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, und machten dann Fotos von den Augen.

„Unsere Ergebnisse legen nahe, dass die Pupillengröße einen neuartigen Weg zur Identifizierung von Herzpatienten mit erhöhtem Risiko für Tod oder Rehospitalisierung darstellt“, so der Autor der Studie, Dr. Kohei Nozaki vom Kitasato University Hospital, Kanagawa, Japan.

 

Quelle: Kompakt Kardiologie

 

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