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Faktenblatt des BAuA zur Bildschirmarbeit

Digitalisierung birgt Chancen und Risiken

(Dortmund) – Die Digitalisierung der Arbeitswelt schreitet voran. Mehr als vier von fünf Erwerbstätigen nutzen häufig oder manchmal einen Computer für die Arbeit. Zwar haben die Nutzer einen erweiterten Handlungsspielraum, berichten jedoch über erhöhten Arbeitsdruck. Zudem geben sie an, häufiger unter Augenschmerzen und emotionaler Erschöpfung zu leiden als andere Erwerbstätige.

Computer-Blaues Licht
Foto: Pixabay

Das zeigen Ergebnisse der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012 (!), die das jetzt von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) veröffentlichte Faktenblatt „Berufliche Computernutzung: Chancen und Risiken für Erwerbstätige“ zusammenfasst.

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Erwerbstätigenbefragung zur Arbeit am Bildschirm

Im Vergleich zur BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2006 sei die Arbeit am Bildschirm insgesamt in Deutschland leicht angestiegen. In der Erhebung 2012 gaben zwei Drittel der Befragten an, häufig einen Computer beruflich zu nutzen. Weitere 16 Prozent nutzen ihn manchmal. Dabei verbringen die Beschäftigten knapp die Hälfte ihrer Arbeitszeit am Rechner.

Bezüglich der Geschlechter gibt es keine Unterschiede bei der Nutzung. Jedoch zeigen sich deutliche Unterschiede hinsichtlich des Bildungsniveaus. Während 87 Prozent der Erwerbstätigen mit höchstem Bildungsniveau häufig am Computer arbeiten, reduziert sich der Anteil auf 46 Prozent bei denen mit einem niedrigen Niveau. In Büro, Verwaltung und technischen Berufen arbeiteten über 90 Prozent der Beschäftigten häufig am Computer.

Hingegen verringert sich in Bauberufen (20 Prozent) oder in der Landwirtschaft sowie im Gartenbau (33 Prozent) der Anteil deutlich. Der letztgenannte Bereich weise jedoch einen starken Anstieg auf. 2006 nutzten hier nur 21 Prozent häufig den Rechner. Insgesamt habe die häufige Nutzung des Computers jedoch in allen Berufsgruppen zugenommen.

Erwerbstätige, die häufig einen Rechner nutzen, haben seltener monotone Arbeiten auszuführen und einen höheren Handlungsspielraum. So könnten sie sich beispielsweise deutlich häufiger ihre Arbeit selbst einteilen. Hingegen stehen sie häufiger unter Termin- oder Leistungsdruck (57 Prozent) als die Beschäftigten, die ohne einen Computer auskommen (39 Prozent). Die Unterschiede bestehen unabhängig vom Bildungsniveau und der Berufsgruppe.

Gesundheitliche Situation

Hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Situation klagen häufige Computernutzer öfter über Augenbeschwerden bei und nach der Arbeit (22 Prozent) als andere (15 Prozent). Auch berichten die Erwerbstätigen, die häufig den Computer nutzen, häufiger über emotionale Erschöpfung (27 Prozent bei Computernutzern/19 Prozent bei anderen). Zudem finden sich Unterschiede bei einzelnen psychosomatischen Beschwerden. Unabhängig davon, ob ein Computer häufig genutzt wird oder nicht, sind jedoch 90 Prozent der Erwerbstätigen mit ihrer Arbeit zufrieden.

 

BAuA: Faktenblatt „Berufliche Computernutzung: Chancen und Risiken für Erwerbstätige“ gibt es als PDF hier

Das BMAS hat 2016 die Auswirkungen der Digitalisierung aus Umfragen in der Arbeitswelt zusammengefasst: die Ergebnisse 

 

Forschung für Arbeit und Gesundheit

Die BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des BMAS (Bundesministerium für Arbeit und Soziales). Sie betreibt Forschung, berät die Politik und fördert den Wissenstransfer im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Zudem erfüllt die Einrichtung hoheitliche Aufgaben im Chemikalienrecht und bei der Produktsicherheit. An den Standorten Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz arbeiten über 700 Beschäftigte.

Die BAuA ist Partner im Wissenschaftsjahr 2018 – Arbeitswelten der Zukunft.

 

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