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eyebizz 5/2019
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Belastungen des visuellen Systems in der multimedialen Welt

Die digitale Gesellschaft – Auswirkungen auf Gesundheit, Bildung und Gesellschaft

Tablets, Computer, Smartphones etc. – digitale Endgeräte, die aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Gerade in der aktuellen Zeit von Corona wird versucht, vieles digital zu bewältigen. Was jedoch viele Menschen nicht wissen – mit der Verwendung digitaler Endgeräte geht eine dauerhafte Belastung einher, die Höchstleistungen von unserem Organismus, vor allem vom visuellen System verlangt. Der folgende Artikel beschäftigt sich kritisch und aus interdisziplinärer Sicht mit den Auswirkungen der digitalen Gesellschaft auf Gesundheit, im Besonderen auf das visuelle System, sowie auf Bildung und Gesellschaft[13223]

Sehen am Laptop Handy iPad

Begriff „Digitale Gesellschaft“

Digitale Endgeräte kennzeichnen den Fortschritt und unser modernes „digitales Leben“, unser Alltag ist „multimedial“. Wir leben in der digitalen Gesellschaft – aber was genau ist das? Dieser Begriff wird z. B. vom Thüringer Ministerium für eine Abteilung verwendet, die sich als „Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft“ bezeichnet. Hier gibt es vielfältige Projekte, die Digitalisierung fördern. Dazu hat das Wirtschaftsministerium bereits im Januar 2017 eine Digitalstrategie vorgelegt, die „Thüringer Strategie für die Digitale Gesellschaft“ (Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft 2017). Hier geht es im Wesentlichen um die Grundlage für einen umfassenden Entwicklungsprozess. Darin werden konkrete Maßnahmen für die digitale Entwicklung für Thüringer Städte und Landgebiete formuliert, die im Rahmen von Bildung, Forschung und Wirtschaft in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen.

Weiterhin gibt es einen Verein „Digitale Gesellschaft“, dessen Engagement im Bereich der Grund- und Freiheitsrechte liegt, um „eine offene Wissenskultur sowie weitreichende Transparenz und Beteiligungsmöglichkeiten an politischen Entscheidungsprozessen“ zu ermöglichen (Digitale Gesellschaft 2019).

Digitale Endgeräte im beruflichen und privaten Bereich

Anfänglich wurden digitale Endgeräte nur im beruflichen Bereich eingesetzt und dienten ausschließlich der Beschaffung von Wissen und Informationen. Heute werden sie häufig zur Kommunikation und Interaktion genutzt, d. h. für den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Menschen an verschiedenen Orten. Und das nicht nur im beruflichen Bereich, sondern zunehmend auch im privaten Bereich. Das zeigt der weltweite Anstieg der täglichen Nutzungszeiten. Hier steht auch die Kommunikation im Vordergrund. Neben E-Mails sind es vor allem Kommunikationsplattformen wie Facebook, die eine weltweite Interaktion ermöglichen. Darüber hinaus wird weiterhin die Informationsbeschaffung genutzt, z. B. zur Wettervorhersage oder zum Lesen von Kochrezepten oder Büchern (E-Books).

Durch die Verwendung digitaler Endgeräte im beruflichen und privaten Bereich, oft bedingt durch Nutzung der gleichen Geräte, kommt es zu einer Vermischung von Beruf und Privat. Damit haben digitale Endgeräte direkten Einfluss auf die Privatsphäre. Das spielt vor allem dahingehend eine Rolle, dass die Digitalisierung das soziale Miteinander der Menschen weltweit verändert und damit Einfluss auf die Gesellschaft hat. Traf man sich z. B. früher an einem realen Ort mit Freunden, ermöglicht die Digitalisierung heute fiktive Treffen mit Freunden im Internet.

Es kann klar festgestellt werden: digitale Endgeräte werden in allen Altersklassen verwendet – von Kleinstkindern bis in hohe Alter – im Wesentlichem zum Austausch. Mittlerweile gibt es Bevölkerungsgruppen, die digitale Endgeräte ausschließlich im privaten Bereich einsetzen – zu denen gehören Kinder, Jugendliche und Senioren. Demzufolge ist der Einsatz digitaler Endgeräte in allen Altersklassen allgegenwärtig, d. h. die Geräte werden immer und überall eingesetzt, häufig den ganzen Tag: vom Aufstehen bis zum Schlafengehen, z. B. zum Wecken, zu Pausen- und Essenszeiten, auf dem Arbeitsweg (zu Fuß und in Verkehrsmitteln), vor, während und nach der Arbeit und in der Freizeit.

Die steigende Nutzungshäufigkeit und -dauer, die weltweite enorme Verbreitung sowie die damit verbundene Vernetzung betrifft immer mehr Menschen im Berufs- und Privatleben. In der derzeitigen Situation mit Corona sind digitale Endgeräte oft die einzige Möglichkeit, um mit anderen Menschen in Austausch zu kommen, ohne direkten Kontakt haben zu müssen. Außerdem gibt es zunehmend mehr digitale Endgeräte, die künstliche Intelligenz einsetzen, z. B. Alexa, um Musik oder Nachrichten zu hören.

Die wenigsten Menschen denken bei der Nutzung an gesundheitliche Risiken, die mit der Verwendung digitaler Endgeräte einhergehen. Nachfolgend sollen Auswirkungen der Nutzung von digitalen Endgeräten auf den menschlichen Organismus, im Besonderen auf Gesundheit, Bildung und Gesellschaft kritisch und aus interdisziplinärer Sicht dargestellt werden. Die Aspekte beziehen sich auf die Behauptung, dass Digitale Medien unsere Gesundheit und die Bildung unserer Kinder beeinträchtigen sowie eine Gefahr für unsere (demokratische und soziale) Gesellschaft darstellen.

Auswirkungen von digitalen Endgeräten auf die Gesundheit

Unsere moderne Welt ist schnell, immer und überall – zu viel Leistungsdruck, zu viel Konsum und zu viel digitale Medien haben vielfältige Auswirkungen auf die Gesundheit.

Eigentlich sollen digitale Endgeräte die Arbeit erleichtern. Das tun sie in vielen Fällen auch, gerade für Dinge, die digital auf Grundlage einfacher Programmierung umgesetzt werden können, z. B. das Abspeichern von Dokumenten in einem Ordner. Aber in vielen Fällen machen sie die Dinge komplexer, denn wir müssen viel mehr Informationen im Kopf behalten, z. B. wo wir was abgespeichert haben und unter welchem Namen – und das über Jahre hinweg. Früher gab es ein Blatt Papier, was in einem Ordner abgelegt wurde – es war sicht- und fühlbar. Heute liegen die Daten in vielen Fällen virtuell vor (cloud), sie sind nicht mehr real.

Viele Menschen wollen immer auf dem Laufenden sein, stets Höchstleitungen bringen und den Anschluss nicht verlieren und sind ständig erreichbar. Aber nicht alle sind den heutigen Anforderungen gewachsen. Zunehmend spüren mehr Menschen mittlerweile eine innere Unruhe. Anfänglich sind es nur Einschränkungen der Lebensqualität – wie eine Studie bereits 2012 zeigte, haben Menschen, die in hoch entwickelten Ländern leben, starke Einschränkungen in der Lebensqualität (Eichinger & Hoffman 2012 S. 10/11). Aus diesen Einschränkungen entwickeln sich Störungen und zunehmend auch mehr Erkrankungen, was an den steigenden Zahlen von psychischen Erkrankungen deutlich wird. Der DAK-Psychoreport für 2019 zeigt dafür konkrete Zahlen: jeder 18. Arbeitnehmer in Deutschland fehlte 2019 wegen einer psychischen Erkrankung im Job – das sind ca. 2,2 Millionen. Seit 1997 hat sich die Anzahl der Fehltage mehr als verdreifacht. Am häufigsten fehlen Arbeitnehmer mit der Diagnose Depression. Besonders deutlich stiegen in den vergangenen Jahren Fehltage wegen Anpassungsstörungen an (DAK-Psychoreport).

Sehen Augenschmerzen

Die ständige Erreichbarkeit und damit verbundene Notwendigkeit der sofortigen Reaktion machen deutlich, dass es keinen Stillstand gibt. Wir sind alle Zeit gefordert. Es gibt wenig bis keine Zeit nachzudenken. Dieser Aspekt ist dahingehend bedenklich, da die Ergebnisse und Werte in Deutschland im Wesentlichen durch Denken erzielt werden, denn wir leben in einer Wissensgesellschaft.

Durch die ständige Erreichbarkeit haben viele Menschen steigende Anforderungen an ihre persönliche Leistungsfähigkeit, weil sie es für „normal“ halten, im „Trend“ mitzumachen und zu bestehen. Doch die wenigsten kennen die neuronalen Muster des Gehirns, die diesem „Trend“ zugrunde liegen. Unser menschliches Gehirn entspricht neurophysiologisch nach wie vor ungefähr dem eines Steinzeitmenschen, zumindest was die grundlegenden Strukturen betrifft. Das menschliche Gehirn ist genetisch so programmiert, dass es an neuen Reizen interessiert ist, diese aufnehmen und selektieren kann. Aber Reize nacheinander und in gewissen Abständen, jedoch nicht mehrere gleichzeitig und fast ohne zeitlichen Versatz und 24 Stunden am Tag. Abwechslung ist zwar grundsätzlich gut, aber Unterbrechungen während einer Aufgabe nicht, denn diese führen zu Ruhelosigkeit. Ständige Unterbrechungen entstehen z. B. bei der gleichzeitigen Verwendung mehrerer digitaler Endgeräte – am Bildschirm einer Arbeit nachgehen und plötzlich aufs Smartphone schauen, weil eine Nachricht kommt. Fokussiert arbeiten, an einer Aufgabe dranbleiben und sich auch mal vertiefen können – das ist heute gar nicht mehr so einfach. Denn Zerstreuung und Ablenkung geht vor allem von digitalen Endgeräten aus.

Das menschliche Gehirn ist nicht für Multitasking geeignet (weder für Frauen noch für Männer) und so führen die ständigen Unterbrechungen zu einer verminderten geistigen Leistungsfähigkeit und letztlich zu „Digitalem Burnout“ (Markowetz 2015). Erstaunlicher Weise lenkt das Smartphone auch ab, wenn es nur da liegt, ohne Benutzung. Nach Spitzner reduzieren Smartphones das Denkvermögen und den IQ (Spitzner 2018 S. 31).

Gewohnheiten liegen ausgeprägte neuronale Verbindungen bzw. Verknüpfungen im Gehirn zugrunde. Beim Blick auf das Smartphone wird das Belohnungssystem (der Nucleus accumbens) aktiviert und daraufhin Glückshormone, wie z. B. Dopamin, ausgeschüttet. Dem zu wiederstehen, bedeutet mit Bewusstsein die Kraft aufzubringen, dem Impuls, der uns das Gerät in die Hand nehmen lässt, zu widerstehen. Doch genau das fällt vielen Menschen sehr schwer, so dass Urlaubsziele ohne Smartphone heutzutage nicht wirklich gefragt sind.

Ursachen und Auswirkungen von Störungen durch digitale Endgeräte

Vielfältige gesundheitliche Beschwerden stehen im Kontext mit Tätigkeiten an Bildschirmen und Displays, z. B. Schmerzen im Rücken, in den Schultern, in den Armen, in den Beinen oder auch in den Augen. Schmerzen stehen immer am Anfang einer Veränderung, bevor es zu einer strukturellen Veränderung im Organismus kommt. Es stellt sich die Frage: Sind die Schmerzen der erste Schritt für eine Anpassung an die „moderne Lebensform“? Ja, Sie haben richtig gelesen: wir müssen uns fragen, welche Ursachen in unserem modernen Alltag dazu führen, dass wir solche körperlichen Auswirkungen bekommen? Wesentliche Ursachen und Störungen werden nachfolgendend kurz beschrieben.

Bewegungsmangel ist wahrscheinlich der Hauptgrund: Der Mensch ist von Natur aus für Bewegung im Freien mit ca. 20. bis 30 km am Tag konzipiert. Ein durchschnittlicher Büroarbeiter verbringt seinen Alltag allerdings überwiegend im Raum und legt weniger als 1 km am Tag zurück. Es kommt zu Muskelverkürzungen. Da hilft auch eine Stunde Sport in der Woche als Ausgleich nicht viel, zumal weniger als die Hälfte der Deutschen überhaupt Sport machen. Dies zeigte eine Studie der Techniker Krankenkasse bereits 2013: Nur noch 46 Prozent der Befragten gaben an, sportlich aktiv zu sein. Und das bei durchschnittlich sieben Stunden Sitzen am Tag. Damit schaffen es zwei Drittel der Deutschen nicht mal mehr, sich eine Stunden am Tag zu bewegen (Techniker Krankenkasse 2013). Warum? – keine Zeit?, keine Lust?

Weiterhin führt der Bewegungsmangel zu Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Stoffwechsel-Erkrankungen. „Sitzen ist demzufolge das neue Rauchen“.

Oft kommt zu dem Bewegungsmangel noch eine schlechte bis keine ergonomische Büro-/Arbeitsplatzausstattung dazu, da viele Menschen nicht wissen, dass die Arbeitsplatzausstattung einen wesentlichen Einfluss auf die Grundsymptomatik hat, die Tätigkeiten an Bildschirmen und Displays mit sich bringen. Und Homeoffice hat i.d.R. nichts mit einem physiologisch eingerichteten Arbeitsplatz zu tun, sondern ist nur die Bezeichnung für einen anderen Ort, an dem die Arbeit am Bildschirm oder Display erledigt wird – die Bedingungen, unter denen gearbeitet wird, sind häufig offen, z. B. Laptop auf den Knien auf dem Sofa.

Aufmerksamkeitsstörungen sind heute keine Seltenheit mehr und können nicht pauschal unter dem Begriff Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADHS) bei Kindern zusammengefasst haben. Sie entstehen bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen, häufig aufgrund der gleichzeitig vom Gehirn zu verarbeitenden vielen Eindrücke, durch Multi-Tasking.

Wie bereits beschrieben, sind psychische Erkrankungen steigend und mittlerweile der zweithäufigste Grund für Arbeitsunfähigkeit in Deutschland. Der Druck nimmt zu, es gibt kaum Möglichkeiten, sich den Ansprüchen zu entziehen – ein Problem was mittlerweile die gesamte Gesellschaft betrifft.

Internet- und Social-Media-Sucht: vor allem bei Jüngeren steigen die Zahlen an psychischen Störungen, häufig einhergehend mit Depressionen und letztendlich Selbstmord. Die alltägliche Nutzung digitaler Medien ist bereits im Babyalter implementiert. Die Ursache liegt häufig im Verhalten der Eltern. Übermäßige Nutzung digitaler Endgeräte generell und im Speziellen während des Umgangs mit Kindern führt bei Babies zu Fütter- und Schlafstörungen, bei Kleinkindern zu Sprachentwicklungsstörungen und motorischer Hyperaktivität und bei Schulkindern zu Konzentrationsstörungen (BLIKK-Studie Medienkonsum 2017).

Ursachen und Auswirkungen von Störungen des visuellen Systems durch digitale Endgeräte

Verschiedene Faktoren wie dauerhafte Naharbeit, lange Arbeitszeiten oder intensive Verwendung digitaler Endgeräte können eine Dauerbelastung für den gesamten Organismus darstellten, im Besonderen für das visuelle System. Die Auswirkungen äußern sich individuell in verschiedenen Symptomen. Nachfolgend wird auf verschiedene Aspekte dazu näher eingegangen.

  • Naharbeit als evolutionsbedingte Veränderung

Die Fähigkeit in der Nähe scharf sehen zu können, hat sich beim Menschen evolutionsbedingt entwickelt. Durch den aufrechten Gang bildete sich die Augen-Hand-Koordination aus, die (gutes) Sehen in der Nähe grundsätzlich erforderlich machte. Die Natur entwickelte den Akkommodationsmechanismus, der ausreichend gutes Sehen in der Nähe ermöglichte. Obwohl sich die Akkommodation als eine hochentwickelte Funktion des Menschen durch evolutionäre Anforderungen ausgeprägt hat, wurde sie jedoch nicht für eine dauerhafte Nahtätigkeit oder Lesen im Speziellen (von Büchern oder elektronischen Medien) ausgebildet. Die Naharbeit, die in der heutigen Lebenssituation des Menschen täglich ausgeübt werden muss, entspricht nicht den physiologischen Fähigkeiten des Menschen, für welche die Akkommodation ursprünglich ausprägte wurde. Grundsätzlich ist Akkommodation möglich und für eine gute Augen-Hand-Koordination notwendig. Jedoch ist Akkommodation physiologisch bedingt nicht für dauerhafte Naharbeit ausgelegt.

  • Neuronale Plastizität

Aufgrund der neuronalen Plastizität kann sich das Gehirn an veränderte Situationen anpassen. Eine solche veränderte Situation stellte das Lesen für den Menschen dar. Das Lesen wurde jedoch nicht durch die Bildung neuer Gehirnareale möglich, sondern durch die Veränderung vorhandener Gehirnareale, die diese Aufgabe übernommen haben. Prinzipiell kann also davon ausgegangen werden, dass Lesen aufgrund der Automatisierung des Leseprozesses durch das menschliche Gehirn gut bewältigt werden kann. Seitens des Gehirns besteht demzufolge die Möglichkeit, sich an Veränderungen anzupassen und so auch die Beanspruchungen der modernen Welt zu meistern. Bei den Anforderungen der multimedialen Welt heute handelt sich jedoch nicht mehr um die gleiche Situation, die noch vor 150 bis 200 Jahren vorlag: Lesen war damals nur einem begrenzten Anteil der Bevölkerung überhaupt zugänglich und dauerhafte, vor allem berufliche Lese- oder Nahtätigkeit, war eher die Ausnahme als die Regel. Heute ist sie unabdingbar, sie ist in den meisten Fällen die Basis für berufliche und private Existenz.

  • Einfluss des vegetativen Nervensystems auf das visuelle System

Viele der visuellen Symptome aufgrund dauerhafter Nahtätigkeit können durch das vegetative Nervensystem erklärt werden. Voraussetzung für Naharbeit ist eine (unbewusste) parasympathische Innervation des vegetativen Nervensystems. Da Stresssituationen eine Innervation des sympathischen Nervensystems mit sich bringen, wirkt diese der für die Naharbeit notwendigen parasympathischen Innervation entgegen. Naharbeit wird damit in (dauerhaften) Belastungs- und Stresssituationen deutlich erschwert und belastet zusätzlich. In der Stresssituation kann es zu einer deutlichen Reduktion der Akkommodation kommen, da vegetativ weniger Akkommodation zur Verfügung gestellt wird. Um weiterhin scharf zu sehen, muss das visuelle System die Akkommodations-Konvergenz-Kopplung aufgeben. Unschärfe und/oder Diplopie sind die Folge. Eine dauerhafte Belastung bzw. Stresssituation hat eine Anpassung von Funktionen und letztlich auch Strukturen des visuellen Systems zur Folge, was über einen längeren Zeitraum als visuelle Störung im Refraktions- oder Binokularstatus messbar ist.

  • Belastungen des visuellen Systems in der multimedialen Welt

Die multimediale Welt stellt hohe Anforderungen an das visuelle System. Gerade durch den Einsatz von digitalen Endgeräten in den letzten 20 Jahren hat sich die „Nutzung“ des visuellen Systems gravierend verändert, sowohl die zeitliche als auch die Art der Nutzung. Das betrifft sowohl berufliche, gesellschaftliche sowie private Aspekte wie Lifestyle und Freizeitaktivitäten. Mit fortschreitender weltweiter Verbreitung wird es immer schwieriger, sich der dauerhaften Nutzung (des visuellen Systems) an digitalen Endgeräten zu entziehen. Oft werden damit einhergehende Veränderungen nicht als Konsequenzen der Anpassung betrachtet. Dabei bleibt die Frage offen, ob die dauerhafte Nahtätigkeit oder die Reizüberflutung oder beide Komponenten die Ursache(n) für auftretende Symptome und letzten Endes die Entstehung von Störungen sind. In Tabelle 1 werden Beispiele für Situationen genannt, in denen der Organismus bei Dauerbeanspruchung sehr gefordert wird und dies ggf. zu Überbeanspruchung und damit verbundenen Symptomen des visuellen Systems führen kann.

Situation Ursache Symptome
Umweltbedingungen geheizte, klimatisierte Räume Störungen der Lid-, Binde- und Hornhaut
zu geringe Flüssigkeitsaufnahme pro Tag instabiler Tränenfilm, trockenes Auge
dauerhafte Naharbeit und Bildschirmtätigkeit (beruflich und/oder privat)

 

statische Akkommodations- und Vergenzeinstellung auf die Bildschirmebene

 

Störungen der Augenbewegung, Akkommodation und Vergenz

Myopisierung

Tab. 1: Beispiele für dauerhafte Nah- und Bildschirmtätigkeit-bedingte Ursachen und Symptome

  • Visuelle Symptome bei Dauerbelastung und Stress durch dauerhafte Tätigkeiten an Bildschirmen sowie Tablets und Smartphones etc.

In der modernen Welt findet der Großteil der Kommunikation mit digitalen Medien statt. Direkter Blickkontakt ist dafür nicht mehr notwendig, nur die Nutzung eines entsprechenden Gerätes. Damit verändert sich das Sehverhalten weg vom „natürlichen, physiologischen“ hin zum „statischen, unphysiologischen“ Sehen.

Zusätzlich zu der Nahsituation ergeben sich sehr hohe Anforderungen an das visuelle System bei Tätigkeiten an digitalen Endgeräten in verkürzten Entfernungen und einer reduzierten Darstellung auf dem Bildschirm, Display, Tablet, Smartphone etc.. Im Vergleich zum klassischen Lesen eines Buchs oder zur klassischen Bildschirmtätigkeit (Arbeit im Sitzen) haben digitale Geräte eine andere Handhabung und Anwendung. Tablets und Smartphones werden häufig im Stehen oder Laufen eingesetzt. Mit der Verwendung von Smartphones geht eine verkürzte Nutzerentfernung (ca. 30 cm) und damit erhöhte Akkommodations- und Vergenzanforderung einher sowie eine größere Kopf- und Blickneigung aufgrund der verkleinerten Darstellung (Bababekova et al. 2011).

Die Auswirkung(en) von Dauerbelastung und Stress auf das visuelle System sind sehr vielfältig und reichen von geringem bis zu starkem Diskomfort. Folgen bzw. Symptome (völliger) visueller Überlastung sind u. a. Kopfschmerzen, Müdigkeitsgefühl der Augen, verschwommenes Sehen, Wahrnehmungsstörungen, Flackern und Flimmern vor den Augen oder Tunnelblick. Mittlerweile sollte zumindest in der Fachwelt bekannt sein, dass stressbedingte visuelle Symptome auftreten können, auch wenn sie häufig für die Anwender von Monitoren und Displays in keinem direkten Zusammenhang damit stehen. In der Fachliteratur sind im Zusammenhang mit Stress u. a. folgende visuelle Störungen zu finden (Friedrich et al. 2020 S. 320 – 331):

  • „Functional Vision Loss“
  • “Computer Vision Syndrom” (CVS) bzw. fachlich korrekt „Computer Use Complex“ (CUC) oder digital eye strain
  • Streff Syndrom“
  • Funktionelle Myopie.

Gerade das Thema Myopie bzw. Myopieprogression ist derzeit ein heiß diskutiertes Thema in der Optometrie. Im Zusammenhang mit digitalen Medien wird Myopie bzw. Myopieprogression auch als Anpassreaktion auf veränderte Umfeldbedingungen diskutiert (Friedrich et al. 2020 S. 342 – 361).

Auswirkungen von digitalen Medien auf die Bildung

Lernen durch Bewegung

Lernen erfolgt durch Bewegung. Das erste Lebensjahr besteht im Wesentlichen in dem Erlernen des aufrechten Ganges, d. h. es geht um die Aufrichtung gegen die Schwerkraft. Dafür lernt das Kind in verschiedenen Stufen aus dem Liegen in das Krabbeln und letzten Endes in das Stehen und Gehen zu kommen. Die kindliche Entwicklung im ersten Lebensjahr erfordert demzufolge Motorik. In Verbindung mit der motorischen Entwicklung entwickeln sich die Sinne und deren Vernetzung. Befindet sich ein Kind z. B. in der Krabbelphase, wird im visuellen Bereich die Akkommodation und Konvergenz bei Annährung an ein Objekt trainiert und die Desakkommodation und Divergenz bei Entfernung von einem Objekt.

Das Lernen von Empathie ist nur möglich durch direkten menschlichen Kontakt. Die Zuwendung der Bezugspersonen ermöglichen soziales Verhalten. Empathie bedeutet Kontakt mit anderen Menschen (emotional und kognitive Komponente), sich in andere hineinversetzen zu können. Empathie muss wie Sprechen, Sehen oder Laufen erlernt werden. Nur der direkte Austausch von Gedanken, Gefühlen und Erlebnissen zwischen Menschen führt zu Emotionen. Der Bildschirm, die Tastatur etc. sind Medien, d. h. „das vermittelnde“. Also genau das Gegenteil von Unmittelbarkeit. Daraus resultiert das Problem: Die Abwicklung sozialer Kontakte über Smartphones lässt keine Empathie entstehen.

In einer Studie konnte gezeigt werden, dass Empathie von Jugendlichen für ihre Eltern und Freunde umso geringer ist, je mehr Stunden sie täglich vor dem PC verbringen (Richards et al. 2010). Wie stark diese Muster im Gehirn verankert sind, zeigt zunehmend das Verhalten in Unfallsituationen: statt den Krankenwagen zu rufen, werden Videos vom Unfall aufgenommen und verschickt. Der Drang des Gehirns, sich etwas Neues anzusehen (den Unfall), überwiegt. Bei dem Nutzer wird in der Unfallsituation keine Empathie erzeugt, d. h. es wird die Situation nicht in den Kontext gesetzt, dass jemand verletzt ist und derjenige Schmerzen hat und das deshalb ein Arzt gerufen werden muss.

Bildung durch Lernen

Bildung ist nur möglich durch Lernen: weltweit ist jedoch kein positiver Einfluss von Computern oder Internet auf die Bildung zu verzeichnen. In einer Studie wurde bereits 2015 dargelegt, dass je mehr Geld ein Land für die Infrastruktur/Digitalisierung ausgab, umso schlechter wurden die Leistungen der Schüler in dem jeweiligen Land (OECD 2015). Z. B. war Finnland vor ca. 20 Jahren auf Platz 1 im PISA Vergleich. Die Regierung gab mehr Geld für Digitalisierung aus. Mittlerweile liegt Finnland im Mittelfeld.

Manche Länder (z. B. Frankreich seit 2018) haben mittlerweile ein Verbot für Smartphones erwirkt, da u. a. in der Studie von (Beland & Murthey 2015) gezeigt werden konnte, dass bei Schülern, die ihr Smartphone in den Unterricht mitbringen durften, das Lernen abnimmt. Denn, digitale Medien lenken die Aufmerksamkeit ab, schaden nachweislich dem Lernen und Bewirken eine geringere Bildung (Spitzner 2018 S. 34). Und eine mangelnde Bildung hat eine direkte Auswirkung auf die Urteilsfähigkeit und Manipulierbarkeit eines Menschen und damit letzten Endes auf die Gesellschaft.

Auswirkungen auf die Gesellschaft

Die moderne Kommunikation ist von verarmter Realität geprägt. Reale Kommunikation, wo sich zwei oder mehr Menschen direkt gegenübersitzen, ist selten geworden. Begriffe wie „Phubbing“ haben sich etabliert. Hierunter ist zu verstehen, wenn man seinem Gegenüber mit dem Smartphone vor den Kopf stößt, also sich lieber mit seinem Smartphone als mit seinem Partner/in beschäftigt. Es stellte sich in einer Studie der Baylor University heraus, dass sich Phubbing negativ auf die Beziehung auswirkt und durch die Zufriedenheit mit der Beziehung und in einem weiteren Schritt durch die generelle Zufriedenheit indirekt auf Depressionen auswirkt (Windmüller 2017).

Ein weiterer Aspekt ist der digitale Konsum. Im Zeitalter vor der Digitalisierung wurden Dinge des täglichen Bedarfs in einem realen Geschäft gekauft. Heute konsumieren wir in vielen Fällen passiv, z. B. wenn wir uns von Musik beschallen lassen. Der digitale Konsum funktioniert ohne Vor-Ort-Anwesenheit und ganz ohne körperliche Aktivität. D. h. der digitale Konsum ist eine weitere Komponente, die dem Bewegungsmangel durch digitale Medien zuträglich ist.

Die Verbreitung von Informationen durch digitale Medien ist heute weltweit schneller denn je. D. h. aber nicht, dass die Informationen auch alle richtig sind. Auch die Falschheit von Informationen findet weltweit schnelle Verbreitung, u. a. durch die Weiterleitung von Nachrichten. Umso mehr brauchen wir Medienkompetenz, d. h. eine gezielte Bildung zum sinnvollen Umgang mit digitalen Medien.

Handlungsempfehlungen

Wir leben in einer Zeit, in der der Großteil der Menschheit sich von der natürlichen Lebensweise des Menschen immer weiter entfernt. Durch die unnatürliche Lebenseinstellung entstehen vielfältige Störungen und bedrohliche Krankheiten. Es ist an der Zeit umzudenken und zu handeln.

Bereits 1996 schrieb der Philosoph Enzensberger „Knapp, selten, teuer und begehrenswert sind in Zeiten des wuchernden Konsums nicht schnelle Automobile und goldene Armbanduhren, … , sondern elementare Lebensvoraussetzungen wie Ruhe, gutes Wasser und genügend Platz“ – und das zu einer Zeit, in der Digitalisierung sich erst langsam auszubreiten begann, denn das Internet war lang nicht für alle nutzbar, nur wenige Bücher wurden über Amazon verkauft, Facebook gab es noch nicht und auch kein i-Phone.

Digitale Endgeräte sind unser Alltag, in Zeiten von Corona mehr denn je. Wir stehen vor großen Herausforderungen, Lösungen für die negativen Aspekte durch die Verwendung digitaler Endgeräte zu finden. D. h. nicht, dass wir digitale Endgeräte aus unserem Alltag eliminieren sollen, sondern dass wir einen anderen Umgang damit pflegen müssen. Wenn wir langfristig visuelle Symptome reduzieren bzw. vermeiden und wieder mehr als Menschen leben wollen, müssen wir ein paar Grundsätze in unserem Leben beachten:

  • Täglich mindestens ½ h am Tag bewegen, am besten im Freien, ist die Voraussetzung für einen intakten Stoffwechsel.
  • Gesunde Ernährung als Voraussetzung zur Bereitstellung für Energie, um seine täglichen Anforderungen meistern zu können: mindestens 2 bis 3 Liter am Tag trinken, industriell hergestellte Zucker vermeiden, Fertigprodukte vermeiden, Nahrungsergänzungsmittel für fehlende Inhaltsstoffe der Nahrung.
  • Work-Life-Balance nach Ernst Abbe: 8 h arbeiten, 8 h schlafen (Nachts Smartphone aus, da sonst negative Beeinflussung des Tag-Nacht-Rhythmus) und 8 h Mensch sein (ohne digitale Medien), d. h. das Smartphone auch mal ausschalten (störungsfreie Zeit, d. h. auch den Vibrationsalarm aus, denn Vibrationsalarm ist nicht gleich lautlos) und sich Zeit für sich nehmen ohne digitale Endgeräte, z. B. auf Spaziergängen.
  • Sich auch mal treiben lassen und nicht immer getrieben fühlen.
  • Bewusste Pausen einbauen, um Ruhe, Kraft und vor allem Zeit für sich finden.
  • Realistische Tagesplanung mit festen Zeiten für kleine Aufgaben, Abwechslung im Alltag einbauen und Unterbrechungen (z. B. durch Zwischendurch Lesen von Nachrichten während der Arbeit) reduzieren bzw. vermeiden.
  • Weniger digital konsumieren.
  • Arbeiten bündeln und sich nur einer Aufgabe widmen., d. h. kein Multi-Tasking betreiben.
  • Zeit für reale und persönliche Kommunikation, z. B. reales Treffen von Freunden.
  • Es gibt zahlreiche Hinweise zur Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen, z. B. „Entspannt am Bildschirm – Praxis-Tipps für Computer, Smartphone & Co“ (Degle & Friedrich DOZ 2019)

Zusammenfassung

Gutes Sehen in der Nähe ist im multimedialen Zeitalter von besonderer Bedeutung. Obwohl die grundlegende Funktion für Naharbeit von der Natur beim Menschen entwickelt wurde, ist sie nicht für intensive Naharbeit bestimmt. Deshalb können mit dauerhafter Naharbeit beim Lesen oder Tätigkeiten an Monitoren und Displays visuelle Symptome einhergehen, die sich auf Anpassmechanismen des Organismus zurückführen lassen. Sie sind für den Optometristen als visuelle Störungen messbar. Diese gilt es im Rahmen der optometrischen Untersuchung aufzudecken und ein adäquates Management vorzuschlagen.

Darüber hinaus kann der Optometrist vielfältige Aspekte in eine Beratung zu Tätigkeiten an Bildschirmen und Displays einbinden, die das visuelle System deutlich entlasten können und einen anderen Umgang mit digitalen Medien schaffen, um das Leben in der digitalen Welt etwas „menschlicher“ gestalten. Gerade in der aktuellen Situation mit Corona ist Aufklärung für eine sinnvolle Nutzung digitaler Medien wichtiger den je.

 

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DAK-Psychoreport 2019: DAK-Psychoreport 2019: dreimal mehr Fehltage als 1997. verfügbar am 07.02.2020 unter: https://www.dak.de/dak/bundesthemen/dak-psychoreport-2019-dreimal-mehr-fehltage-als-1997-2125486.html

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Dr. Michaela Friedrich
Dr. Michaela Friedrich

Dr. Michaela Friedrich arbeitet in Jena an der Ernst-Abbe-Hochschule/ JenALL e.V. im Fachgebiet Augenoptik/ Optometrie/ Vision Science in Lehre, Forschung und Organisation. Das von ihr verfasste Standardwerk „Interdisziplinäre Optometrie“ ist 2019 in 2. Auflage erschienen.

 

 

 

Beitrag aus der eyebizz 4/5.2020

 

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