Anzeige
Anzeige
Viele Helfer aus Augenoptik und Hörakustik

Voller Einsatz bei den Special Olympics

Seit ihrer Gründung 1962 haben die Special Olympics an Bedeutung gewonnen, zusammen mit dem Gesundheits-Programm „Healthy Athletes“ für Menschen mit Behinderung (seit 1977). Zu den World Games 2023 vom 17. bis 25. Juni in Berlin kamen rund 7.000 Teilnehmer aus 190 Ländern – mit dabei auch viele Helfer von Verbänden und Unternehmen aus Augenoptik und Hörakustik. Ein paar Beispiele.

SOWG Berlin Aquatics3 Special Olympics Inc
Archiv-Bild: Special Olympics Inc

Nicht nur alle Athletinnen und Athleten waren mit vollem Einsatz am Start. 18.000 Volunteers aus 126 Ländern in ihren unverkennbaren lila Shirts waren überall zu sehen und unterstützten die Sport-Aktiven der Special Olympics World Games in Berlin, die vor insgesamt 100.000 Zuschauern rund 4.000 Medaillen errangen.

Anzeige

Special Olympics und „Healthy Athletes“

Viele Volunteers engagieren sich im Gesundheits-Programm „Healthy Athletes“, das seit 1997 zu den Special Olympics gehört und sich auf die Bedürfnisse von Menschen mit geistiger Behinderung spezialisiert hat. Viele Menschen mit geistiger Behinderung seien mit einer starken gesundheitlichen Chancen-Ungleichheit konfrontiert, hätten auch deshalb ein höheres Risiko für zusätzliche gesundheitliche Einschränkungen und wiesen in vielen Bereichen oft eine schlechtere Gesundheit auf.

Healthy Athletes“ möchte diese Ungleichheit verringern und Barrieren in der gesundheitlichen Versorgung abbauen. Es bietet Untersuchungen in sieben Bereichen an: Gesundheits- und Ernährungsberatung, Physiotherapie, Zahn- und Mundgesundheit, Fußdiagnostik und Ganganalyse, Beratung zu psychischem Wohlbefinden sowie Untersuchung der Sehfähigkeit und Untersuchungen zum Hörvermögen. Seit dem Start wurden weltweit bereits mehr als 2,4 Mio. Untersuchungen durchgeführt. Kooperiert wird hierbei mit Ärztekammern und Berufsverbänden, darunter auch mit dem Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen.

ZVA: Hilfe im Auftrag des guten Sehens

Der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) unterstützte auch dieses Jahr die Special Olympics World Games 2023. Während der siebentägigen Sportveranstaltung wurde das Gesundheitsangebot des Bereichs „Opening Eyes“ im Rahmen des „Healthy Athletes“-Programms stark nachgefragt. Viele ehrenamtliche Fachhelfer aus Augenoptik, Augenheilkunde und Optometrie unterstützten die Aktiven tatkräftig.

ZVA bei den Special Olympics 2023
ZVA-Vizepräsident Kai Jaeger (rechts) besuchte die Special Olympics World Games in Berlin, um den ehrenamtlichen Helfern und Organisatoren des „Healthy Athletes“-Programm über die Schulter zu schauen (von links): die drei Clinical Directors des Bereichs Opening Eyes – Prof. Dr. Werner Eisenbarth, Stefan Schwarz (FAAO) und Thomas Pohlenz (Bild: ZVA / Privat)

ZVA-Vizepräsident Kai Jaeger schaute den Ehrenamtlern persönlich über die Schulter und resümiert: „Die große Nachfrage des Gesundheitsangebots von Healthy Athletes zeigt abermals auf, wie wichtig es ist, Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung eine allumfassende gesundheitliche Versorgung zu ermöglichen. Deswegen ist der ZVA umso stolzer, seit Jahren Teil dieses Programms zu sein, die Sehkraft der Athleten im Blick zu haben und zu fördern“.

Einsatz der EssilorLuxottica Foundation

Auch EssilorLuxottica half im Rahmen des begleitenden „Opening Eyes“-Programms mit. Vorbereitet und vor Ort koordiniert hat den Einsatz Frank Walenda, Head of Corporate Communications EssilorLuxottica DACH: „Die Hilfe steht für uns im Mittelpunkt. Wir freuen uns, dass 100 Kolleginnen und Kollegen in Berlin das Opening-Eyes-Programm als Freiwillige unterstützen; wir sind insbesondere auch Apollo für die großartige Unterstützung dankbar. Rund jeder zehnte Sportler hat bei diesen World Games die erste Augenuntersuchung in seinem Leben und erfahren, was es bedeutet, gut sehen zu können. Von den Untersuchten konnte dank dieses Einsatzes etwa jeder zweite eine Brille erhalten, das ist ein hervorragendes Ergebnis.“

Prof. Dr. Werner Eisenbarth vom Zentrum für angewandte Sehforschung (ZEFAS) war aus München mit Studenten angereist, um das Programm zu unterstützen: „Wir hatten eine Fußballerin mit –30 dpt auf beiden Augen, die noch nie eine Brille getragen hatte. Das sind zwar Extremwerte, aber wir haben hier häufig sehr hohe Astigmatismen von 4,0, 5,0 und 6,0 dpt gesehen – das war an der Tagesordnung. Etwa jeder zweite untersuchte Athlet wurde in Berlin quasi über Nacht mit einer Brille versorgt. Wir hatten Sport-Aktive aus über 170 Nationen; viele kamen aus Ländern, in denen sie keinen Zugang zu Sehhilfen haben. Die sehr hohe Zahl der Messungen ist ein deutliches Zeichen, wie wichtig dieses Programm ist.“

Special Olympics 2023: Karl Amon (Amon + Sebold Optik) und Andrea Mazzo (EssilorLuxottica)
Special Olympics 2023: Karl Amon (Amon + Sebold Optik) und Andrea Mazzo (EssilorLuxottica) (Bild: EssilorLuxottica)

Täglich führten rund 60 Fachhelfer – Augenärzte, Augenoptiker, Optometristen, Orthoptisten und Studierende dieser Berufe – Messungen durch, darunter Augenoptiker Karl Amon von Amon + Sebold Optik aus Aschaffenburg: „Ich war sofort Feuer und Flamme, als ich von den Lions und EssilorLuxottica von diesem Einsatz erfahren hatte. Hier in der Refraktion waren Sportler dabei, die noch nie in ihrem Leben eine Brille getragen haben trotz extremer Fehlsichtigkeit. Wenn man die dann korrigiert und die einen dann anstrahlen, das gibt einem dann alles zurück, was man hier an Einsatz bringt. Ich bin sehr froh, in Berlin gewesen zu sein und helfen zu können. Das hier zeigt uns ganz intensiv, wie toll unser Beruf ist.“

Cochlear-Engagement für gutes Hören

Auch gutes Hören nahm bei den Special Olympics World Games einen zentralen Platz ein. Hörakustikerin Carmen Armbruster, Account Managerin Acousticians bei Cochlear Deutschland, war im Bereich „Healthy Hearing“ des Gesundheits-Programms mit dabei, überprüfte die Hörfähigkeit der Sportlerinnen und Sportler und gab ihnen fachkundige Beratung.

Cochlear bei den Special Olympics 2023
„Hier dabei zu sein, war ein tolles Erlebnis“ – Hörakustikerin Carmen Armbruster, Account Managerin Acousticians, überprüft das Gehör einer Teilnehmerin aus Mosambik (Bild: Cochlear Ltd.)

„Zuerst erfolgte eine ohrenärztliche Untersuchung und gegebenenfalls eine hygienische Behandlung, etwa die Entfernung von Cerumen. Dann wurden Mittel- und Innenohr mittels objektiver Messverfahren überprüft. Gab es hier Auffälligkeiten, folgte ein Hörtest. Lag tatsächlich ein Hörverlust vor, wurden die Athleten mit Hörgeräten versorgt. Gerade für Sportler aus ärmeren Ländern sind diese Angebote eine großartige Hilfe. In ihren Heimatländern haben sie oft gar keine Chance, eine Hörversorgung zu erhalten. Wie schon im Vorjahr bei den nationalen Spielen der Special Olympics war es für mich ein tolles Erlebnis, hier dabei zu sein.“

„Laut der Healthy-Athletes-Studie liegt der Risikofaktor für Hörverlust bei 25 Prozent, was die Notwendigkeit einer Früherkennung und Prävention unterstreicht“, so Janine Dersch, Health Economist (EBS) und Market Access Manager bei Cochlear Deutschland. „Es ist eine große Freude, die Hörversorgung der Athleten mitzuerleben, insbesondere wenn frühzeitig Kandidaten mit einem hochgradigen Hörverlust identifiziert werden. Durch das frühzeitige Identifizieren eines hochgradigen Hörverlustes können die Risiken medizinischer Folgeerkrankungen sowie damit verbundene Kosten minimiert und gleichzeitig die Lebensqualität der Betroffenen signifikant und unmittelbar verbessert werden.“

 

/// PE

 

Quellen: Special Olympics Deutschland, ZVA, EssilorLuxottica, Cochlear Deutschland

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.