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Nachhaltigkeit in der Augenoptik

Green Eye auf der opti

Nachhaltigkeit war schon im Vorfeld als eines der wichtigen Themen der opti 2022 angekündigt. 37 Aussteller (von 368) fanden sich unter diesem Stichwort im Online-Verzeichnis. Darunter alle Angebots-Kategorien: Fassungen, Gläser, Geräte, Zubehör. Patricia Perlitschke pickte fünf Labels heraus.

Wallenfels

Der Klimawandel und die zunehmende Ausbreitung des Menschen gefährden Flora und Fauna.

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opti 2022 Nachhaltigkeit Wallenfels Eyewear Oliver Frank
Oliver Frank, Geschäftsführer von Wallenfels Eyewear, vor seinen Brillen

81 % der Teilnehmer einer aktuellen Umfrage von Statista und YouGov gaben an, dass das Thema Artenvielfalt noch mehr Aufmerksamkeit verdient. Regulieren soll das die Politik.

Da ist Wallenfels Eyewear aus München schon weiter. Geschäftsführer Oliver Frank unterstützt mit seinem jungen Unternehmen die Artenschutz-Organisation Pro Wildlife mit einem Teil des Verkaufserlöses. Die Modelle der 3D-gedruckten Kollektion aus Polyamid11 (aus Rizinusöl gewonnen) sind nach bedrohten Tier- und Pflanzenarten benannt: Korallen, Mantas, Pangolin-Schuppentiere oder Java-Nashorn. Außerdem stellte Wallenfels Eyewear auf der opti seine 3D-App vor, für eine individuell anpassbare Modell-Auswahl.

 

Sea2see

Mit Sea2see war auch ein Recycling-Pionier auf der opti in München. Das Unternehmen begann 2017 mit dem Sammeln und Recyling von Meeresplastik und fertigt Brillen zu 100 % aus dem wieder aufbereiteten Material. Mittlerweile denkt Gründer François van den Abeele weiter.

opti 2022 Nachhaltigkeit Sea2see Van den Abeele
Recycling-Pionier François van den Abeele, CEO von Sea2see

„Meeresplastik-Material fürs Recycling ist (leider) im Überfluss da. Wichtig sind aber auch die sozialen Aspekte“, bekräftigt er. Dank einer Initiative sozialer Unternehmen mit Sea2see in Westafrika haben Fischer, die an dem Sammel-Projekt in Ghana und Senegal mitarbeiten, Zugang zu einer neuen Einnahmequelle für die von ihnen gesammelten Kunststoffe.

Gerade hat Sea2see die renommierte „B Corp“-Zertifizierung erhalten, als eine von weltweit rund 4.500 Firmen. „Benefit Corporation“ belegt die Einhaltung strenger Standards bei sozialen und ökologischen Leistungen. Kürzlich vermeldete das Unternehmen aus Barcelona die Zertifizierung als „Carbon Negative Brand“.

 

opti 2022 Nachhaltigkeit Any Di Anne Dickhardt
Anne Dickhardt, Gründerin und Designerin von Any Di, mit „Phonestrap“

Any Di

Bisher mit echtem Leder ausgestattet waren die exklusiven Taschen, Brillenetuis und Accessoires von Any Di aus München. Die von Miami inspirierte aktuelle Kollektion ist erstmals aus veganem Leder gefertigt, was sehr gut ankomme.

Die Corona-Pause nutzte Designerin Anne Dickhardt für den neu entwickelten „Phonestrap“ und freute sich über den opti-Restart: „Messen bringen immer gute Energien. Es war sehr schade, zwei Jahre darauf verzichten zu müssen.“

 

 

 

Proud

Der Spanier Marce Garcia gründete Proud 2019 in Valencia.

opti 2022 Nachhaltigkeit Proud Soto
Marce Garcia, CEO von Proud, mit einer Mitarbeiterin

Das Start-up, nominiert auch für den opti Box Award, kreiert Fassungen aus kompostierbarem Bio-Acetat M49. Auch beim Brillen-Zubehör will man mit gutem Beispiel vorangehen. So enthalten die Visitenkarten Pflanzen- oder Blumensamen.

Marce Garcia: „Die Brillenhüllen sind aus Korn, die Etuis aus Kork.“ Auf der opti fühlt er sich gut aufgehoben, denn: „Gutes Design und Nachhaltigkeit sind in Deutschland gefragt. “

 

 

 

opti 2022 Nachhaltigkeit MITA Ferracane
Gutgelaunt auf der opti: der Italiener Fabio Ferracane, CEO des US-Labels MITA Eyewear

MITA

Ebenfalls für den opti Box Award nominiert war Mita Eyewear aus Miami. Das Label verwendet für seine Fassungen Material von recycelten PET-Flaschen.

„Brillenmode darf nicht auf Kosten unserer Umwelt gehen“, sagt CEO Fabio Ferracane. Er freut sich über das wachsende Interesse aus Deutschland und sucht Distributoren.

 

/// PE

 

Artikel der eyebizz 4.2022 (Juni/Juli)

 

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