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Online-Format am 4. Mai 2022

Fielmann-Kolloquium: Refraktion in speziellen Situationen

In manchen Situationen kann es bei einer Refraktion sinnvoll sein, von der Routine abzuweichen, z.B. bei den Herausforderungen multifokale Intraokularlinsen, trockene Augen oder dem Sehen bei nächtlichem Autofahren. Mit diesen speziellen Anlässen befasst sich das 54. Kolloquium der Fielmann Akademie am 4. Mai 2022.

Eine sorgfältige Refraktion ist die Basis für optimale Sehleistung mit Brille oder Kontaktlinse. Der Ablauf ist gut standardisiert und führt meist zu verlässlichen Ergebnissen. In manchen Situationen ist es aber sinnvoll, von der Routine abzuweichen, um bessere Voraussetzungen für die Refraktion zu schaffen oder den Ablauf an eine besondere Gegebenheit anzupassen. Durch sorgfältige Anamnese und Bedarfsanalyse lassen sich solche Situationen identifizieren.

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Das 54. Fielmann-Kolloquium thematisiert drei hierbei immer wieder vorkommende Herausforderungen: Refraktion über multifokale Intraokularlinsen, Besonderheiten der Refraktion bei trockenen Augen sowie die Brillenglas-Bestimmung für das Sehen im nächtlichen Straßenverkehr und beschäftigt sich mit den folgenden Fragen:

• Wie wirken moderne multifokale Intraokularlinsen?

• Wie refraktionieren bei EDOF-Linsen ohne diskrete Brennpunkte im Auge?

• Wie stark beeinflussen Benetzungsstörungen der Hornhaut die Refraktion?

• Ist der Einsatz von Nachbenetzern bei jeder Refraktion sinnvoll?

• Welche Ursachen können Probleme beim nächtlichen Autofahren haben?

• Wie lässt sich eine Nachtfahrbrille sicher bestimmen?

Drei Fachleute zum Thema spezielle Refraktion

Prof. Dr. med. Dipl.-Ing. (FH) Hans-Jürgen Grein, Leiter Wissenschaft der Fielmann Akademie, Schloss Plön/Technische Hochschule Lübeck, begrüßt für das Online-Format ab 18.30 Uhr drei Fachleute.

Fielmann-Kolloquium Nr. 54 zum Thema Refraktion
Fielmann-Kolloquium Nr. 54 behandelt das Thema Refraktion in speziellen Situationen: mit Svenja Nienhaus, Wolfgang Sickenberger und Philipp Hessler (Bilder: Fielmann Akademie)

Zur „Refraktion bei multifokalen Intraokularlinsen“ informiert Svenja Nienhaus B.Sc. Die ausgebildete Augenoptikerin studierte Optometrie an der Ernst Abbe Hochschule Jena. Heute arbeitet Nienhaus als leitende Optometristin und medizinische Assistentin an der Seite von Netzhautchirurg Dr. Hakan Kaymak im Makula-Netzhautzentrum MVZ Breyer Kaymak Klabe, in Düsseldorf. Außerhalb der Netzhaut-Sprechstunde ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsinstitut für Internationale Innovative Ophthalmo-Chirurgie (I.I.O.) in Düsseldorf und geht ihrer Leidenschaft nach, klinische Erfahrung in Vorträgen auf Kongressen oder Fortbildungen weiterzugeben.

Anschließend erläutert Prof. Wolfgang Sickenberger die „Refraktion bei instabilem Tränenfilm“. Der Professor für Physiologische Optik an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena leitet dort seit 2004 den Studiengang Optometrie/Ophthalmo-Technologie/ Vision Science. 2005 gründete er das Forschungsinstitut JenVis Research. Sein Lehr- und Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Gebiet der Optometrie, Sportsvision, Kontaktologie und dem Gebiet „Trockenes Auge“. Neben zahlreichen internationalen und nationalen Vorträgen und Veröffentlichungen ist er auch als Fachbuchautor international bekannt. Im Bereich Trockenes Auge verfügt er über einen reichhaltigen Erfahrungsfundus und ist Träger verschiedener nationaler und internationaler Auszeichnungen und Ehrungen.

Als Drittes kommt der Vortrag „Refraktion bei Sehproblemen in Dämmerung und Nacht“ von Dr. Philipp Hessler. Nach seiner Ausbildung zum Augenoptiker absolvierte Hessler den Bachelor- und Masterstudiengang im Fachgebiet Augenoptik/Optometrie an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Derzeit arbeitet er in der Geschäftsführung von Optik Hessler in Klingenberg und Erlenbach am Main. Als Optometrist ist er dort hauptsächlich in den Bereichen Kontaktlinsen-Anpassung sowie Analyse und Management von Binokular-Störungen tätig. Weiterhin ist er Gastwissenschaftler und Lehrbeauftragter für Optometrie und Kontaktlinse an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Seine Forschungs-Schwerpunkte liegen in den Bereichen Myopie und Myopie-Progression, Sehen in Dämmerung und Nacht und Interdisziplinäre Optometrie.

 

In der Abschlussdiskussion können noch offene Fragen besprochen werden. Die Teilnahme am Web-Seminar ist gebührenfrei. Weitere Infos und Anmeldung hier.

 

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