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Produkt: eyebizz 5/2019
eyebizz 5/2019
Monopoly der Markenlizenzen+++Lindberg: Zurückhaltung auf höchstem Niveau+++Jiyoon Yun: Berlin Brillen im 20-Minuten-Takt
Editorial eyebizz 3.2021

Sportbrillen oder: Radfahren mit Einstein

Eyebizz 3-2021 - Editorial - Sportbrillen oder: Radfahren mit EinsteinLiebe Leser*innen,

der Arbeitsplatz des kürzlich ins Straucheln geratenen BILD-Chefredakteurs Julian Reichelt ist für Augenoptiker*innen interessanter als die Gründe seines Strauchelns. Denn dort liegen gleich drei Sonnenbrillen, wie Journalisten herausfanden. Beachtlich, weil zum Zeitpunkt der Recherche Mitte März kaum Sonnenstrahlen einzufangen waren. Doch der Fliegerbrillen-Fan lebt im Trend. 2019 setzte man in Deutschland mehr mit Sonnenbrillen um als in jedem anderen europäischen Land. Bildlich gesprochen: Gestern waren wir Papst, heute sind wir Sonnenbrillen-Europameister.

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Europameister! Womit der Schwenk zur Körperertüchtigung und zu Sportbrillen getan ist, dem Schwerpunkt dieser Ausgabe. Klar, Sonnenbrillen sind keine Sportbrillen, doch in den Köpfen der Menschen sind Sportbrillen noch lange nicht: 52 % der Brillenträger nutzen beim Sport ihre normale Brille, 37 % überhaupt keine. Warum? Weiß allein der (Fahrt)Wind. Getrommelt muss werden, um die Vorteile zu offenbaren: eyebizz präsentiert vier Sportoptiker der Premier-League und ihre Erfolgsrezepte (ab S. 20). Selbst Sport zu treiben und Kunden mit Expertise aus der Praxis zu überraschen ist eines, mit Sporthändlern zu kooperieren ein anderes (ab S. 26).

Am Startblock formieren sich auch Kandidaten aus anderen Metiers. Hoya bringt ein Myopie-Brillenglas auf den deutschsprachigen Markt, Zeiss präsentiert just in time Gläser mit antimikrobieller Beschichtung, und Fielmann beginnt in Kürze mit der Selfmade-Refraktion von Zuhause aus. Gleich drei etablierte Branchen-Treiber halten es mit Einstein: „Das Leben ist wie ein Fahrrad fahren. Um deine Balance zu halten, musst du dich vorwärtsbewegen.“

Corona-bedingte Messeabsagen, aufgezwungene Konsumentenzurückhaltung und vorübergehende Umsatzschwankungen dürfen keine Gründe sein, auf Investitionen in den Fortschritt zu verzichten. Wer auf die Bremse tritt, fällt vom Sattel. Welche Innovationen sich am Ende durchsetzen und wie schnell, wissen wir noch nicht, spannend bleibt es.

Ein weiteres Thema nimmt in Zeiten des Fachkräftemangels an Fahrt auf. Sollten in Zukunft mehr ungelernte, doch engagierte Quereinsteiger bei Augenoptiker*innen arbeiten? Mit ihrem differenzierten Plädoyer bringt Branchenexpertin Eva Dieker neuen Schwung in die Debatte (S. 38).

Manches verändert sich wenig, die Lieblingsfarben der Deutschen zum Beispiel. Immer noch hat Blau die Nase vorn, Schwarz hingegen ist als Brillenfarbe heikel, wie Petra Waldminghaus erklärt (S. 40). Aus unserem Zoom-Gespräch entstand die Idee zu einer neuen Rubrik. Ab nächstem Heft nimmt die Wirkungsexpertin in ihrer Stilkritik Prominente und ihre aktuellen Brillen unter die Lupe oder in die Mangel. Einer der Anwärter ist Julian Reichelt mit seinen verspiegelten Gläsern. Vielleicht will er sich einfach nur verstecken.

Jürgen Bräunlein, Chefredakteur eyebizz

Eine inspirierende Lektüre

wünscht Ihnen Ihr

Dr. Jürgen Bräunlein
Chefredakteur eyebizz

 

 

 

 

Editorial eyebizz 3.2021 (April/Mai)

 

Produkt: eyebizz 4/2021
eyebizz 4/2021
AUGENOPTIK IN DER WELT: Von Dubai bis Grönland +++ 125 JAHRE MENRAD: Schwaben in China Valley +++ DIE BRILLE VON ARMIN LASCHET: Passt das?

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