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Produkt: eyebizz 5/2019
eyebizz 5/2019
Monopoly der Markenlizenzen+++Lindberg: Zurückhaltung auf höchstem Niveau+++Jiyoon Yun: Berlin Brillen im 20-Minuten-Takt
von Dr. Jürgen Bräunlein aus Berlin

Corona Diary (2): Zeit für kreative Entscheidungen

Liebe eyebizz-Leserinnen und Leser!

Die Corona-Krise und das Wirtschaftsleben: Auf der einen Seite abrupter Stillstand, an anderen Stellen Dynamik. Gerade ist zu lesen, dass der Newsroom der Deutschen Presse-Agentur auf mobiles Arbeiten umstellt. Die Räume, in denen die rund 1.000 Mitarbeiter bislang weltweit arbeiteten, sind nun verwaist. Dass weitergearbeitet wird, ist gut. Für Journalisten natürlich leichter. Auch von Zuhause aus können wir hoffentlich nützliche Zeilen für Sie schreiben. Augenoptiker haben es schwerer. Als „systemrelevante“ Berufsgruppen können sie nicht einfach schließen, wie entschieden wurde – siehe Handwerksblatt und unsere Informationen vom ZVA .

Doch fehlen klare Regelungen, wie der Geschäftsbetrieb aufrechterhalten werden kann. Je nach Bundesland kommen andere Botschaften zu den Augenoptikern. Sie sind zu Recht verunsichert. Was sollen Sie tun, wenn einheitliche Regelungen fehlen? Es ist Dilemma und Chance zugleich. Und ich denke da an den Italiener gegenüber, unser Stammlokal. Dort hat man den Betrieb (eng platzierte Tische) eingestellt, noch bevor der Berliner Senat den abendlichen Restaurant-Lockdown verordnet hat. Doch gestern sind die Betreiber mit neuem Angebot wiederaufgetaucht. Von 12:30 bis 18 Uhr kann man dort jetzt Pasta, Burrata und Co abholen. Unser Kiez ist erleichtert, der Ansturm groß.

Wie reagieren Sie, liebe Leser? Jetzt ist Raum für kreative Lösungen: Öffnungszeiten reduzieren? Angebot verändern? Sorgsamere Kundenansprache?  Manche Augenoptiker nehmen nur noch feste Termine wahr. In Nordrhein-Westfalen, vom Virus besonders betroffen, öffnet mancher Augenoptiker nur mit Klingel vor der Tür: „Wir sind immer für Sie da! In Notfällen.“ In Thüringen verkündet ein Augenoptiker: „Wir haben weiterhin geöffnet! Wir sind im Geschäftsleben auch jetzt nicht zur Passivität verdammt. Aber statt Händedruck kriegst du unser charmantes Lächeln zur Begrüßung!“.

Welche Lösung Sie als Augenoptiker für Ihr Geschäft auch wählen, es soll Unterstützung vom Staat geben. Der regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller (SPD) will, wie gestern verkündet, Selbstständige „unbürokratisch und schnell“ mit je 15.000 Euro unterstützen. Bayern ist schneller. Die versprochene Soforthilfe ist dort gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen und beläuft sich zwischen 5.000 und 30.000 Euro. Trotzdem: Bürokratische Mühlen mahlen langsam. //JUEB  [12316]

Weiterführende Links:

Welche Betriebe dürfen aktuelle offen bleiben?

https://www.handwerksblatt.de/themen-specials/lassen-sie-sich-nicht-anstecken/corona-diese-geschaefte-bleiben-weiterhin-geoeffnet

Corona-Soforthilfe in Bayern:

https://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona

Was bewirkt soziale Distanz

Produkt: eyebizz 2/2019
eyebizz 2/2019
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Kommentar zu diesem Artikel

  1. Dass Inhaber eines Augenoptikergeschäftes ein wirtschaftliches Interesse haben ist legitim. Aber sie haben auch eine Fürsorgepflicht gegenüber ihren Angestellten und Kunden. Leider kontrolliert niemand ob Hygienevorschriften eingehalten werden und der Arbeitgeber die nötigen Mittel zur Verfügung stellt. Handschuhe, Desinfektionsmittel, Mundschutz, Einmalhandtücher und Papiertücher um Kundenbrillen abzutrocknen… Fehlanzeige? Fällt doch gar nicht auf. Es gibt Arbeitnehmer die sich diese Hilfsmittel von zu Hause mitbringen. Ein Armutszeugnis. Nicht dringliche Termine verschieben? Fehlanzeige. Kein Kunde sagt den Termin ab, man hat ja jetzt Zeit. Kontaktlinsenanpassung aufschieben…warum? Keine Angst ich hab kein Corona, hört man wenn man beim Brille anpassen etwas mehr Abstand einzuhalten versucht. Woher weiß der Kunde das? Gibt’s etwa einen Schnelltest ? Woher nimmt der Kunde die Zuversicht, das der Optiker das Virus nicht verbreitet? Als Angestellter verkneift man sich diesen Kommentar, man will ja den Job nicht verlieren.
    Diese Ignoranz ist unverantwortlich. Danke allen Chefs die an ihre Angestellten und Kunden denken, auf Notbetrieb umstellen und helfen Corona nicht unnötig zu verbreiten.

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