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Produkt: eyebizz 3/2021
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Plädoyer für mehr Frauen in der Digitalbranche

Zeiss Women Award 2021 verliehen

Zeiss ist bekannt für seine umfangreiche Forschung – der Optikkonzern würdigt und fördert aber auch regelmäßig Nachwuchstalente. Mit dem Women Award will das Unternehmen die vielfältigen Karrierechancen für Frauen in der Digitalbranche in den Blickpunkt rücken. Gestern wurde in Dresden der 11. Zeiss Women Award verliehen.

Zeiss Woman Award 2021: Die Preisträgerinnen
Die Preisträgerinnen des 11. Zeiss Woman Awards (von links): Houda El-Messari (Platz 2), Corina Hampel (Platz 1), Sarah-Lee Mendenhall (Sonderpreis) und Drishti Maharjan (Platz 3) (Bild: Zeiss)

Mit diesem Preis zeichnet Zeiss herausragende Informatik-Studentinnen aus, die kurz vor ihrem Abschluss stehen. Der Award wurde deutschlandweit ausgeschrieben und dient als Plattform, um erfolgreiche junge Informatikerinnen öffentlich zu würdigen und mehr Frauen für einen Beruf in der Digitalbranche zu interessieren. Die Preisträgerinnen des Zeiss Women Awards 2021 sind drei leistungsstarke junge Informatikerinnen, die sich neben ihrem Studium auch für soziale und gesellschaftliche Belange engagieren und durch ihre Persönlichkeit eine Vorbildwirkung besitzen.

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Die Jury-Entscheidung

Den ersten Platz belegte Corina Hampel. Sie studiert Informatik im Masterstudiengang an der Hochschule Aalen und hat sich auf das Thema IT-Sicherheit spezialisiert. Zweitplatzierte beim diesjährigen Zeiss Women Award ist Houda El-Messari. Sie hat an der Technischen Universität Berlin studiert und ihren Master of Science „Computational Engineering Science“ abgeschlossen. Den dritten Platz belegte Drishti Maharjan. Sie stammt aus Nepal, hat an der Jacobs University Bremen studiert und gerade ihre Bachelorarbeit eingereicht.

Außerdem wurde ein Sonderpreis vergeben an Sarah-Lee Mendenhall, Master of Science an der HTW Berlin. Die junge Mutter, die nach einer Ausbildung zur Arzthelferin den Mut aufbrachte, sich komplett neu zu orientieren, beeindruckte die Jury mit ihrem außergewöhnlichen Lebenslauf und ihrer Zielstrebigkeit.

Eine achtköpfige, mit erfolgreichen Frauen aus Wissenschaft und Wirtschaft besetzte Jury wählte die Preisträgerinnen aus. „Die Entscheidung fiel uns sehr schwer“, erklärt Dr. Julia Freudenberg von der „Hacker School“ stellvertretend für die Jurymitglieder. „Es waren so großartige Bewerbungen dabei. Daher war es eine wirkliche Herausforderung, hier eine Abstufung vorzunehmen. Für mich ist jede dieser jungen Frauen ein tolles Vorbild.“ Auch deshalb wurde spontan ein Sonderpreis vergeben.

Der 1. Platz des Zeiss Women Awards ist mit einer Ehrung und 2.000 Euro dotiert. Der zweite und dritte Platz sowie der Sonderpreis sind ebenfalls mit Preisgeldern verbunden.

Zeiss: Mehr Frauen in MINT-Berufen

Mit dem Zeiss Women Award will Zeiss die vielfältigen Karrierechancen für Frauen in der Digitalbranche in den Blickpunkt rücken. Aktuell liegt der Frauenanteil in der Belegschaft des weltweit agierenden Technologieunternehmens je nach Land zwischen 30 und 35 Prozent. Das spiegele den allgemeinen Trend bei den Absolventinnen der MINT-Studiengänge wider (steht für die Fachbereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Das Unternehmen hat es sich daher zum Ziel gesetzt, Frauen im Unternehmen durch eine familienfreundliche, systematische Personalpolitik zu fördern und auch extern zum Beispiel durch Kooperationen mit Hochschulen dafür zu sorgen, dass sich mehr Mädchen und Frauen für MINT-Berufe und damit auch für die Informatik interessieren.

„Der Zeiss Women Award ist eine wichtige Plattform, der den Blick auf talentierte Informatikerinnen richtet – und auf diese Weise Vorbilder für den Nachwuchs schafft. Mit Veranstaltungen wie dieser sowie weiteren Aktionen zur MINT-Förderung wollen wir bei Zeiss einen Beitrag leisten, die Neugier auf MINT-Fächer bei allen Kindern und Jugendlichen zu entfachen“, sagt Matthias Gohl, Leiter der Zeiss Digital Partners.

Rekord-Anzahl an Bewerbungen

Der Zeiss Woman Award Preis wurde in ganz Deutschland ausgelobt. Bewerben konnten sich Studentinnen der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder eines vergleichbaren Studienganges, unabhängig davon, ob sie einen Bachelor-, Master- oder Diplomabschluss anstreben. Sie sollten sehr gute Leistungen bis zu einem Durchschnitt von 2,0 vorweisen, an ihrer Abschlussarbeit arbeiten oder sie vor kurzem abgeschlossen haben. Auch das soziale und gesellschaftliche Engagement der Studentinnen, beispielsweise in einem Verein oder an ihrer Bildungseinrichtung, floss in die Bewertung ein. Die diesjährige Zahl von 98 Bewerbungen aus ganz Deutschland ist ein Rekord, letztes Jahr waren es 42.

Schirmherrin des Zeiss Women Award ist Elke Büdenbender, Ehepartnerin des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Die Juristin erklärt in ihrer Videobotschaft: „Auch wenn in der Öffentlichkeit immer noch das Bild des männlichen IT-Nerds vorherrscht – es gibt sie, die weiblichen IT-Talente! Diese müssen wir sichtbar machen, und dazu leistet der Women Award einen wichtigen Beitrag. Es ist mir immer wieder eine Freude, die wunderbaren Werdegänge der Preisträgerinnen in die Welt zu tragen und auf diese Weise junge Frauen für eine Karriere in der Informatik zu begeistern.“

 

Der Zeiss Women Award wurde 2011 zunächst als „Woman Award“ durch das Dresdner IT-Unternehmen Saxonia Systems AG ins Leben gerufen, das heute zur Zeiss Gruppe gehört. Initiatorin Viola Klein sorgte sich um die damals sehr niedrige Frauenquote in den IT-Studiengängen an sächsischen Hochschulen und wollte junge Frauen ermutigen, sich für die Informatik-Branche zu entscheiden.

 

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Produkt: eyebizz 6/2021
eyebizz 6/2021
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