Von der Generation Maulwurf zu den jungen Alten

Trendforschung: Die neue Ökologie des Sehens

Das Institut für Trend- und Zukunftsforschung (ITZ) in Heidelberg hat im Auftrag von Mister Spex einen Blick in die Zukunft des Sehens geworfen: Megatrends wie die Digitalisierung stellten die Augengesundheit vor noch nie da gewesene Herausforderungen.

Sicht durch Brillle

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Die Digitalisierung bestimmt unseren Alltag und hat in allen Bereichen unseres Privat- und Berufslebens Einzug gehalten. Wir verbringen immer mehr Zeit vor Bildschirmen, sei es vor dem Laptop, Smartphone oder Fernseher. Laut einer Umfrage von YouGov im Auftrag von Mister Spex habe bereits knapp die Hälfte der Deutschen (46%) bei der Nutzung von digitalen Geräten schon einmal eine Verschlechterung ihrer Sehkraft bemerkt(1). Insbesondere junge Menschen sind von einem dramatischen Anstieg an Kurzsichtigkeit betroffen: Rund 47% der 25- bis 29-Jährigen in Europa(2) leiden inzwischen unter dieser Form der Fehlsichtigkeit – Tendenz steigend. Das ITZ spricht in diesem Zusammenhang von einer heranwachsenden „Generation Maulwurf“.

Angesichts der neuen zunehmenden Herausforderungen für Augen und Gesundheit ergibt sich die Frage: Wie schützen wir unsere Augen vor den Folgen der Digitalisierung – und welche Chancen ergeben sich zugleich aus dem technologischen Fortschritt? Dr. Eike Wenzel vom Institut für Trend- und Zukunftsforschung erkennt drei große Trends rund um das Thema „Sehen“, die zukünftig maßgeblich unsere Gesellschaft beeinflussen werden, und zieht eine eindeutige Bilanz: „Für die kommenden Jahre brauchen wir eine neue Ökologie des Sehens. Angefangen von unseren internetaffinen Jungen bis hin zu den neuen jungen Alten, die im Job und im Alltag rund um die Uhr von Bildschirmen umgeben sind. Es ist höchste Zeit, proaktive Gesundheitsvorsorge für unsere Augen ernst zu nehmen und zu etablieren.“

Trend 1: Achtsames Sehen als Lebensstil

Die Entwicklung in Richtung Entschleunigung und Achtsamkeit ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Doch während ein größeres Gesundheitsbewusstsein und verstärkter Fokus auf das eigene Wohlbefinden schon weit verbreitet sind, sei dies bei den eigenen Augen noch nicht der Fall. Dabei führe das digitale Leben zunehmend zu gesundheitlichen Herausforderungen wie vermehrten Kopfschmerzen, brennenden oder trockenen Augen und Kurzsichtigkeit (Myopie). Digital Detox werde deshalb immer wichtiger für das Sehen. Bewusste Auszeiten, eine gesunde Ernährung und Entspannungsübungen wie beispielsweise Augen-Yoga schafften so wichtige Gegenpole zum bildüberfluteten Alltag und könnten nachhaltig und effektiv die Sehkraft erhalten und verbessern.

Trend 2: Gutes Sehen als Schlüsselkompetenz für die Arbeitswelt

Gutes Sehen ist eine Grundvoraussetzung, um auf dem Arbeitsmarkt langfristig erfolgreich und wettbewerbsfähig zu sein. Die zunehmende interaktive Vernetzung bestimmt unser Berufsleben und sorgt dabei für dauerhaften digitalen Sehstress. Bereits dreiviertel aller Beschäftigten arbeiteten rund um die Uhr am Bildschirm(3) – umso wichtiger sei es hier, dass sich Arbeitgeber und -nehmer der Verantwortung, auch sich selbst gegenüber, im Umgang mit Laptop, Smartphone und Co. Bewusst würden. Dazu gehöre eine Sensibilisierung für die möglichen negativen Auswirkungen auf die Augengesundheit.

Die Nachfrage nach Brillenglasveredelungen, die ermüdende blau-violette Strahlungen von Monitoren und Smartphones absorbieren, steige und sei zukünftig fester Bestandteil der digitalen Arbeitswelt.

Trend 3: Lebenslanges Sehen als Vision

Die Digitalisierung birgt aber längst nicht nur Risiken für die Augengesundheit – im Gegenteil. Sie beinhalte gleichermaßen viele innovative Ansätze und Chancen, um den Alltag und das Sehen in Zukunft zu erleichtern und zu verbessern. So werde beispielsweise bereits intensiv an digitalen Lösungen im Bereich der Diagnostik geforscht: Ein Netzhaut-Scan-Algorithmus soll künftig Auffälligkeiten und Abweichungen im Auge aufzeigen, um schnell und effektiv Krankheiten zu erkennen. Auch hinsichtlich eines Online-Sehtests gebe es vielversprechende Vorstöße, die in den USA teilweise schon Anwendung fänden. An der Einführung auf dem europäischen Markt arbeite Mister Spex mit Hochdruck.

Mister Spex: Trendforschung zur neuen Ökonomie des Sehens
Trendforschung zur neuen Ökonomie des Sehens (Bild: Mister Spex)

Der Zukunftsmarkt „Sehen“ im Jahr 2030

„Die Ansprüche an den Umgang mit uns selbst, an unsere Augen und an technologische Lösungen steigen hinsichtlich des vollständig vernetzten Alltags und dessen Auswirkungen auf die Sehkraft. Bis 2030 wird gutes Sehen, die Augengesundheit und damit auch die Optik-Branche einen neuen gesellschaftlichen Stellenwert einnehmen.“

Und dabei steht laut Dr. Eike Wenzel nicht nur die „Generation Maulwurf“ im Fokus: „Angesichts des demografischen Wandels werden erhaltende, gesundheitliche Maßnahmen immer wichtiger: Die Gesellschaft wird zwar immer älter – die neue Generation Ü60 fühle sich jedoch durchschnittlich zehn bis fünfzehn Jahre jünger. Die sogenannten „Down-Ager“ seien interessiert, neugierig und Lifestyle-orientiert. „Ein entscheidender Treiber für unsere digitalen Gesundheitsmärkte der Zukunft.“

In Folge dessen werde sich daher die Rolle des Optikers maßgeblich wandeln, so der Zukunftsforscher: „Neben dem klassischen Handwerk gilt es, die individuellen Bedürfnisse und Wünsche in allen unterschiedlichen Lebensphasen der Menschen zu verstehen und ganzheitliche Antworten und Lösungen hinsichtlich der gesundheitlichen Versorgung der Augen anzubieten.“

Diese Herausforderungen habe sich Mister Spex zum Auftrag gemacht: Schon heute schule der Online-Optiker seine Mitarbeiter im Umgang mit digitalen Technologien und daten-getriebenen Prozessen.

 

(1) Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.053 Personen zwischen dem 27.7.2018 und 30.7.2018 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

(2) Die Daten wurden im Rahmen der bundesweiten Repräsentativumfrage zum DGB-Index „Gute Arbeit 2016“ erhoben.

(3) „Moderne Bildschirmarbeit. Arbeit in der digitalisierten Welt sicher und gesund gestalten“, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin auf www.baua.de

 

Quelle: Mister Spex

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