Produkt: eyebizz 5/2019 Digital
eyebizz 5/2019 Digital
Monopoly der Markenlizenzen+++Lindberg: Zurückhaltung auf höchstem Niveau+++Jiyoon Yun: Berlin Brillen im 20-Minuten-Takt
Arne Engler und Robin Hinze

Zwei Plattformen für Augenoptiker, ein Ziel: Einzelkämpfer unterstützen

So viele Möglichkeiten das WorldWideWeb auch bietet, Unternehmen und ihre Produkte zu präsentieren, so schwierig ist es oft, schnell das Gesuchte zu finden oder gefunden zu werden, selbst mit Suchmaschine. Arne Engler und Robin Hinze haben sich jeweils eine Internet-Plattform überlegt zur Unterstützung der Augenoptiker. [13291]

Arne Engler und OnlineOptiker.de

Augenoptiker-Plattform onlineoptiker.de- Arne Engler

Arne Engler ist Dipl.-Ing. (FH) für Augenoptik in vierter Generation. Der 32-Jährige startete 2019 das Online-Schaufenster „OnlineOptiker.de“ für Augenoptiker; gearbeitet wird daran an zwei Standorten in Bayern und Sachsen.

Was bietet Ihre Plattform OnlineOptiker.de an?

Die Zielgruppe sind Kunden, die sich Brillen im Internet ansehen, mittelständische Augenoptiker und die Fassungsindustrie. Die Plattform ist für alle Nutzer kostenfrei und keine Konkurrenz, da hier niemals via Onlineshop Brillen verkaufen werden.

Was ist Ihr Antrieb?

Die Menschen sollen sehen, dass es noch mehr als die fünf bekannten Marken und Ketten gibt. Mein Wunsch ist, dass irgendwann alle Fassungshersteller und mittelständischen Augenoptiker auf unserer Plattform vertreten sind.

Wie finanziert sich die Plattform?

Aktuell durch uns selbst. Später soll der Verkauf der ersten drei angezeigten Fassungsslots für eine Kostendeckung sorgen.

Wie viele Firmen / Augenoptiker sind dabei?

Trotz etlicher Vorträge leider noch sehr wenige.

Welchen Stellenwert hat Digitalisierung für Sie bei diesem Projekt?

Wir haben das Know-how, schnell weiter zu kommen und eine 3D-Darstellung der Brillen und viele weitere Funktionen zu implementieren.

Welche Probleme gibt es? Bremst die Corona-Krise?

Das Grundproblem ist, dass viele dem Projekt gegenüber sehr misstrauisch sind. Zum einen haben sie Angst, etwas zu tun, was man bereut; sie fürchten versteckte Kosten, Werbemails, Verkauf von Daten, Mehrarbeit oder einfach nur eine neue Konkurrenzsituation. Hier sollte jedoch niemand Angst haben. Ich bin durch und durch Augenoptiker und habe kein Interesse, irgendjemandem in irgendeiner Weise zu schaden.

Wo sehen Sie sich mit Ihrer Plattform in fünf Jahren?

In sieben Jahren feiern wir 100 Jahre augenoptische Familiengeschichte. Dann hoffe ich, meinen Vorfahren sagen zu können, dass viele mittelständische Augenoptiker dank OnlineOptiker.de zusammengefunden haben und gemeinsam ein tolles Online-Schaufenster betreiben.

 


 

Robin Hinze und Doptics.de

Augenoptiker-Plattform doptics.de - Robin Hinze

Robin Hinze ist gelernter Bürokaufmann und seit Jahren in der augenoptischen Industrie tätig, u.a. als Produktmanager und Einkäufer. Der 30-jährige Vater einer Tochter hob im Juni 2020 in Bretten die Plattform Doptics.de für Augenoptiker aus der Taufe.

Was bietet Ihre Plattform Doptics.de an?

Die Plattform doptics.de verbindet industrielle Anbieter und stationäre Fachgeschäfte digital. Für den Augenoptiker entstehen neue Möglichkeiten, schnell passende Anbieter, Produkte oder Dienstleistungen zu finden und seine Bedarfe in nur einem Warenkorb abzuwickeln. Für Anbieter entsteht eine kostengünstige Möglichkeit der Unternehmenspräsentation und des digitalen Vertriebs. Über verschiedene Tools ermöglichen wir eine zielgerichtete Interaktion mit der Community.

Was ist Ihr Antrieb?

Wir wollen einfach handeln. Möglichst effizient, modern und immer im Sinne des Users.

Wie finanziert sich die Plattform?

Bis jetzt sind wir selbstfinanziert.

Wie viele Firmen / Augenoptiker sind dabei?

In der Testphase begleiten uns etwa 20 Fachgeschäfte und 15 Anbieter. Wir entwickeln direkt am Markt weiter und wollen organisch wachsen. Ein Besuch lohnt sich schon jetzt. Wir haben bereits über 3.000 Produkte im Angebot.

Welchen Stellenwert hat Digitalisierung für Sie bei diesem Projekt?

Für mich bedeutet Digitalisierung, neue oder bereits vorhandene Technologien zu nutzen, um Probleme zu lösen oder Prozesse zu optimieren. Für die Wettbewerbsfähigkeit sollten nicht nur der Unternehmer, sondern auch das Fachpersonal das eigene Mindset der Zukunft anpassen und für eine effiziente Nutzung moderner Medien sorgen.

Welche Probleme gibt es? Bremst die Corona-Krise?

Die Krise hat uns die Möglichkeit gegeben, weiter zu programmieren und zu testen. Und sie hat gezeigt, dass sich Vertriebs- und Kommunikationskanäle ändern. Hier wollen wir mitgestalten.

Wo sehen Sie sich mit Ihrer Plattform in fünf Jahren?

Dort, wo wir unseren Usern den größtmöglichen Nutzen bringen. Möglichst nah an den Entwicklungen der Branche und modernster Technologie im E-Commerce.

 

// PE

 

Ein Beitrag aus der eyebizz 4/5.2020

 

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