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Ehrler-Optik in Küssnacht am Rigi

Schweizer Sportoptiker auf Erfolgskurs

„Er macht alles richtig!“ So das Statement einer sportoptischen Expertin über Samuel Unternährer. Die Neugier in der eyebizz-Redaktion war geweckt. Der 46-jährige Sportoptiker arbeitet seit 18 Jahren bei Ehrler-Optik in Küssnacht am Vierwaldstätter See, ist mittlerweile Mitinhaber an der Seite von Matthias Ehrler und wird das Unternehmen 2024 komplett übernehmen.

Ehrler Optik - Damian von Euw und Samuel Unternährer
1,86 Meter groß, 97 Kilo schwer, jetzt dank Kontaktlinsen mit bestem Sehen ausgestattet: Auch der Schweizer Elite-Ringer Damian von Euw (links)  ist Kunde bei Ehrler-Optik, hier neben Sportoptiker Samuel Unternährer

Der eidgenössische Diplomaugenoptiker kennt sich beim Thema aus, weil er schon seit Kindesbeinen allen möglichen Sport betrieben hat, vom Basketball übers Skifahren bis zum Eishockey. Wer Sportbrillen und Kontaktlinsen verkaufen will, muss Sport leben, so sein Credo. „Wer keinen Spaß hat, verschiedenen Sportarten auszuprobieren, soll besser die Finger von Sportoptik lassen.“ Tatsächlich ist der gebürtige Schweizer auf Erfolgskurs: Einer seiner Lieblingskunden strotzt mit Muskelpaketen und Medaillen auf dem Weg zur Olympiade 2024 in Paris, Weltklasseringer Damian von Euw aus Brunnen: Stark und jetzt auch besonders gut fokussiert.

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Nicht die Filialisten sind die Konkurrenz

Mittwochabend 19 Uhr lacht Unternährer gut gelaunt in die Webcam. Im grauen Sporthoodie und hellgrau bebrillt blitzen die grünen Augen trotz Zehnstunden-Tag voller Energie und Begeisterung für sein Thema.

Dass Küssnacht mit seinen 13.000 Einwohnern nun das besondere Umfeld ist, um Sportoptik nach vorn zu bringen, diese Idee verweist der 46-Jährige ins Land der Ammenmärchen. Hier finden zwar einige Asiaten den Weg zum Wandern, doch touristischer Magnet ist der Nachbarort Weggis mit seinem milderen Klima und der Seilbahn zum Rigi. „Wir bleiben lieber unter uns“, beschreibt Unternährer die eigene Bürgerschaft trocken.

Ehrler Optik Küssnacht am Rigi
Ehrler-Optik existiert seit 1892 im traditionsreichen Küssnacht am Vierwaldstättersee

Zu Ehrler an die Bahnhofstraße kommt vor allem Stammkundschaft. Von Jung bis Alt, Menschen, die Wert auf Qualität legen. Man kennt sich, schließlich existiert das Geschäft seit 1892. Allerdings hat’s auch schon einen Unsymp gegeben, der sich nach allen Regeln der Kunst hat beraten lassen, abschließend jedoch Rabatte in Höhe von 25 Prozent forderte.

Solche Kandidaten werden dann beim Discounter fündig, wandern glücklicherweise ab oder kehren womöglich reumütig zurück. Als Konkurrenz betrachtet Unternährer die Filialisten nicht. Eher die anderen Gewerbe, bei denen die Menschen sonst ihr Geld ausgeben: Vom Restaurant übers Schuhgeschäft bis zum Autohaus.

Kundenwunsch: Eine für alle

Ähnlich breit würden die Kundinnen und Kunden am liebsten auch die Einsatzmöglichkeiten für ihre Sehhilfe erleben: Eine für alles. Eine Brille, die möglichst immer perfektes Sehen ermöglicht. Beim Arbeiten am PC, beim Blick in die Ferne draußen, beim Autofahren, im Sonnenschein oder Weinkeller. Dass dies unmöglich ist, erweist sich als eine der großen Herausforderungen im Kundengespräch, auch für den zweifachen Vater und Hobbysportler.

Ehrler Optik - Samuel Unternährer in der Eishalle
Sportskanone Samuel Unternährer geht montags oft zum Eishockey, läuft Ski, joggt, wandert, spielt Volley- sowie Basketball und turnt auch noch im lokalen Turnverein

Doch wer mit Kompetenz, Herz und eigenen Erfahrungen zu überzeugen weiß, hat schnell das Vertrauen gewonnen, um spezielle Lösungen für den jeweiligen Bedarf erfolgreich anzubieten. Und so eine Sportbrille – ob zum Wandern, fürs Flurhockey oder Radfahren – kann nicht ganz preisgünstig sein, muss dann allerdings auch halten, was der Chef oder die Mitarbeiter versprechen.

Entsprechend nervig, wenn bei einer Sportfassung, die gut 1.200 Euro zu Buche schlägt, das Produkt nicht den Erwartungen entspricht. „Weil das Glas zum Beispiel nicht richtig eingesetzt wurde“, so Unternährer.

Markt hat sich verändert

Was hält der Sportoptiker von Clip-Ins, Wechselscheiben oder korrigierten Sportfassungen? Grundsätzlich sei es ein Vorteil, viele Möglichkeiten zu haben, um auf unterschiedliche Kundenbedürfnisse eingehen zu können. Oft bieten gerade Kontaktlinsen optimale Lösungen – zum Beispiel in Kombination mit Googles auf der Piste oder unter dem Fahrradhelm mit passender Sportbrille.

In den letzten fünf Jahren hat sich der Sportoptik-Markt verändert, wie Unternäher beobachtet hat: „Bei den unabhängigen Einzelfachgeschäften steigen der Anspruch und damit der Anteil an speziellen Anfertigungen stetig an. Der Markt bietet vor allem bei RX-korrigierten Sportbrillen dank der Frästechnologie deutliche Verbesserungen.“

Marketing-Support über den Verband

Bei der Marketinggemeinschaft Dynoptic, deren Mitglied Ehrler-Optik ist, trifft Samuel Unternährer auf einen ähnlichen Herzschlag für den Sport. Seit mehr als zehn Jahren ist der Verbund von rund hundert Schweizer Augenoptiker*innen offizieller Partner von Swiss Olympic und unterstützt den nationalen Spitzen- und Nachwuchssport. So entstanden wertvolle Partnerschaften zwischen dem Label Dynoptic und ausgewählten Schweizer Athletinnen und Athleten, die großzügig mit optischen Produkten und Dienstleistungen unterstützt werden.

Dazu gehören Slalomspezialist Tanguy Nef und die jungen Snowboarderinnen Lara Casanova und Aline Albrecht, allesamt Markenbotschafter, die wissen, dass es sehr viel braucht, um im Leistungssport erfolgreich zu sein. Nebst Selbstdisziplin, Durchhaltewillen, Talent und Eigenverantwortung sind eben auch das soziale Umfeld, finanzielle Unterstützung und körperliche Voraussetzungen maßgebend. Gutes Sehen ist dabei elementar und ein wichtiger Bestandteil für Bestleistungen.

Sportoptiker-Präsenz bei lokalen Events

Die Werbetrommel rührt Ehrler-Optik hier nicht nur auf Social-Media-Kanälen, auch bei Veranstaltungen in der Region ist das Team dabei. Im April startet man auf einer Gewerbemesse mit dem Motto: „Unser Herz schlägt für bestes Sehen und Aussehen“.

Präsenz zeigt Ehrler-Optik auch bei lokalen Vereinen, sponsert den Volleyball-Club und den Fußballverein und ist mit Bandenwerbung auf dem gemeinsamen Leichtathletik- und Fußballplatz ebenso sichtbar wie im Eisstadion vor Ort.

Ehrler Optik - Sportoptiker Samuel Unternährer
Sportoptiker Samuel Unternährer ist regelmäßig bei Sportevents vor Ort und rührt die Werbetrommel für Ehrler-Optik

Am liebsten passt Unternährer ohnehin Kontaktlinsen für den Sport an, weil sie so vielseitig anzuwenden sind. „Zum einen ist die Augenmotilität zur schnellen Erfassung peripherer Objekte viel schneller als der Kopf sich bewegen kann, und zum anderen können mit Kontaktlinsen unzählig verschiedene Brillen kombiniert werden. Zum Beispiel beim Skifahren unter Googles, beim Angeln mit polarisierter Brille oder zum Eishockey mit Helm.“

Was der Sportoptik fehlt

Ein von Unternährer geschätzter Experte rund um den Sport ist Dr. Gernot Jendrusch von der Ruhr Universität Bochum (siehe Interview). Dessen Know-how hilft dabei, den Bedarf des jeweiligen Kunden punktgenau zu ermitteln, Lösungen zu finden und Menschen zu begeistern. Wer will schon beim Radfahren eine Brille, bei der unter der Kopfneigung nach vorn die Scheibe nicht hoch genug sitzt, sodass der Wind ständig hineinzieht? Der Profi weiß das und vermeidet die Situation.

Zwei Wünsche hat der Schweizer Sportoptiker an die augenoptische Industrie. Das wären: phototrope Brillengläser, die ausschließlich auf Licht, nicht aber auf Kälte oder UV reagieren, und multifokale Kontaktlinsen, die „wahrhaftig für alle Kunden eine klare Schärfe in alle Sehdistanzen bieten“.

/// CH

www.ehrler-optik.ch

 

Artikel aus der eyebizz 3.2022 (April/Mai)

 

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