Produkt: eyebizz  2/2019
eyebizz 2/2019
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Marken-Portrait

Brillen von Lindberg: Zurückhaltung auf höchstem Niveau

Lindberg renoviert. Wer weiß, dass die Brillen-Marke stark von Architektur, Kunst und Design beeinflusst ist, ahnt, wie viel Energie in die neuen Räumlichkeiten gesteckt wird. Schließlich legt Markengründer Henrik Lindberg größten Wert darauf, dass alle Komponenten für die Fassungen im eigenen Haus entwickelt werden.

Lindberg Brillen Woman
Foto: Lindberg Eyewear

Lindberg besteht auf Spitzenleistung in jedem Detail und bei allen Arbeitsschritten, Materialien und Oberflächen. Deshalb macht das Unternehmen alles selbst, erfindet neue Verfahren, entwickelt neuartige Schlüsselkomponenten und Werkstoffe und optimiert vorhandene Maschinen, falls nötig.

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Massenproduktion und gedankenlose Automatisierung gibt es nicht. Jede Fassung, jedes Teil ist so gemacht, dass es in der Rundum-Anlage in Dänemark bestellt werden kann, in einem Mix aus moderner Technik, traditionellem Handwerk und Designzauber, bei dem jedes Detail und jeder Arbeitsschritt jederzeit überdacht und gegebenenfalls verbessert wird – wieder und wieder.

Alles, was Lindberg produziert, ist tief in der skandinavischen Designtradition einer diskreten, klassischen Eleganz und sorgfältig geplanten Einfachheit verwurzelt.

Diskretes Statement

Die Fans der Fassungen zeigen, dass sie anders denken als der Mainstream. Sie outen sich als Ästheten, als Kenner von außergewöhnlichem Design und hochwertigen Materialien. Dazu gehören Titanium, Acetat, Gold, Platin und Diamanten – bestimmte Modelle sind auch in auffälligem Naturhorn erhältlich. Die Kunst des Weglassens wird hier auf die Spitze getrieben. Alles, was nicht unbedingt notwendig ist, wird abgeschafft – einschließlich aller Schrauben, Nieten und Schweißnähte. Das bringt aber gerade Stabilität und Flexibilität, zudem gehören die Fassungen zu den leichtesten und komfortabelsten, die es am Markt gibt. Einige Titanium-Modelle wiegen nur 1,9 Gramm.

Wie alles begann bei Lindberg

Ende der 60er Jahre gründeten die Eltern von Henrik, Hanne und Poul-Jörn Lindberg, in Aarhus ein augenoptisches Fachgeschäft. Zunächst verkauften sie Fassungen wie alle anderen auch. Das genügte dem jungen Paar aber bald nicht mehr, sie waren der Meinung, dass ihre Kundschaft Besseres verdient hätte. Poul-Jörn startete mit ersten eigenen Design-Entwürfen.

Der Durchbruch kam, als Henrik, ursprünglich Architekt, in das Geschäft einstieg und gemeinsam mit dem Architekten Hans Dissing 1983 das Titanium-Modell „Air“ auf den Markt brachte. Damals ein Novum, eine randlose Brille, die lediglich von feinen Titan-Bügeln gehalten wurde, ganz ohne Schrauben oder Schweißstellen. Zu Beginn wurden die Fassungen in der Drei-Zimmer-Wohnung über dem Geschäft gefertigt.

Lindberg Brillen Men
Foto: Lindberg Eyewear

Die Kundenliste des dänischen Brillenherstellers Lindberg las sich zeitweise wie das „Who is who“ des internationalen Hochadels: Die Kaiserin von Japan findet sich darin, ebenso die saudische Königsfamilie, der König von Thailand, Großherzogin Maria Teresa von Luxemburg und Königin Sonja von Norwegen.

Lindberg-Brillen gibt es inzwischen in rund 7.000 Shops in 138 Ländern. Das teuerste Modell ging bislang mit 400.000 Euro weg. Es gibt Exemplare, die mit Diamanten besetzt sind, andere aus Gold, auch solche, die innen aus Gold sind, nach außen aber schwarz beschichtet. Ein sichtbares Markenlogo gibt es nicht, dafür lassen manche Kunden ihren eigenen Namen auf die Innenseite des Bügels anbringen.

Seit 2004 werden Modelle nicht nur aus Titanium, sondern auch aus Titanium-Acetat-Platten hergestellt. Um dem wachsenden Kostendruck standzuhalten, wurde die Brillenproduktion 2004 auf die Philippinen ausgelagert. Firmensitz, Marketing, Design und Entwicklung verbleiben in Dänemark.

Neu: Kombination von Naturmaterialien

Mit der Precious-Kollektion aus 18 Karat Gold, Platin- und Naturhornrahmen kommt Lindberg jetzt auf die Silmo. Einige Designs schmücken sich mit brillant geschliffene Diamanten. Besonderes Augenmerk liegt im Precious-Konzept auf den einzigartigen Naturhornbügeln. 18-karätige Goldeinsätze verbinden diese mit einem Drahtscharnier und Frontelementen aus Gold.

Lindberg Brillen Woman Horn
Foto: Lindberg Eyewear

Die Bügel bestehen aus Wasserbüffelhorn, Moschusochsenhorn und Mammutzahn, der mehr als hunderttausend Jahre alt ist. Jeder weist einzigartige Abstufungen und Tiefen in Farbe und Marmorierung auf. Büffelhorn wird in den neuen Modellen nahtlos mit Edelholz (auf Dänisch: „Træ“) kombiniert. Mit einer Holzfront und einem mehrschichtigen Büffelhorn-Backing schafft der Træ+Buffalo-Zuwachs einen neuen Ansatz in Sachen Premium Eyewear.

Zudem hat die Air Titanium Rim-Kollektion als Fortentwicklung der Titanium Rim Kollektion von 1992 in Paris Premiere. Die Fassungen kommen mit neuen, markanten Formen, die verschiedene Vintage-Elemente aufgreifen – von rund über eckig bis zur klassischen Pilotenbrille, mit einfachem oder doppeltem Steg. Die Basis für den raffinierten Look bildet wieder eine Konstruktion aus dünnem Titandraht, deren Material und Design puren Minimalismus ausstrahlen. Dazu gehören auch modische Modelle mit Innenfassungen und Blenden aus Acetat, die der Brille Kontrast und Tiefe verleihen.

Klare Vorstellung: Ganz oder gar nicht

Lindberg vermittelt eine Haltung, die das internationale Brillengeschäft revolutioniert hat – vom Design über die Materialien und Herstellungsweisen bis hin zu Vertrieb und Service. Das Brillenlabel verkörpert eine klare Vorstellung, wie Ideen umgesetzt werden sollen: „Machen Sie es außergewöhnlich gut – oder gar nicht.“

Mittlerweile 99 internationale Designpreise bezeugen den Erfolg der Anstrengungen – genauso wie die charakteristischen Fassungen auf den Nasen ihrer anspruchsvollen Besitzer. Harald Schmidt trägt sie, Franz Müntefering, Iris Berben, Fritz Pleitgen und Martin Walser haben auch welche. Lindberg exportiert heute in 80 Länder. So sind die Brillen auch auf den Nasen von Steven Spielberg, Madeleine Albright, Elton John, Pierce Brosnan, Sean Connery oder Julio Iglesias zu sehen.

Wovon träumt Henrik Lindberg als nächstes? Die eyebizz-Redaktion ist unterwegs, um diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Fortsetzung folgt!

// CH

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