Produkt: eyebizz  4/2019
eyebizz 4/2019
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Stichwort Unternehmensnachfolge

Nachfrage für Augenoptik-Fachgeschäfte bleibt hoch

(Dortmund) – Das Preisniveau für bestimmte Augenoptik-Fachgeschäfte hat sich im Jahr 2018 weiter verbessert, „echte“ Existenzgründer gebe es aber immer weniger. Das geht aus Erhebungen der AOS Unternehmensberatung hervor.

Bestimmte Augenoptik-Fachgeschäfte sind sehr gefragt

Die Nachfrage nach mittleren und insbesondere größeren Geschäften (ab ca. 600T Euro Netto-Jahresumsatz) ist ungebrochen hoch. Dies führt auch dazu, dass die Kaufpreise für Geschäfte in diesem Marktsegment auf gutem Niveau bleiben oder in bestimmten Konstellationen sogar weiter leicht angestiegen sind. Die Qualität des Übernahmeobjektes spielt dabei aber für den Preis eine immer wichtigere Rolle, sodass nicht alle Geschäfte mit hohen Erlösen automatisch Top-Preise erzielen können.

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Die Bandbreite von Verkaufspreisen für Augenoptik-Fachgeschäfte über alle Größenklassen und Regionen lag im Jahr 2018 zwischen 21 Prozent bis über 73 Prozent eines Jahresumsatzes und damit leicht höher als im Vorjahr. Diese Daten gehen aus Erhebungen der AOS Unternehmensberatung aus Dortmund hervor.

Das Angebot von Augenoptik-Fachgeschäfte bis ca. 250T Euro Netto-Jahresumsatz, die zur Übergabe anstehen, sei weiter gestiegen, so die AOS Unternehmensberatung. „Hier ist spürbar, dass eine Generation an Gründern aus dem 70ern und 80ern jetzt eine Nachfolgeregelung anstrebt. Dieses hohe Angebot trifft auf eine vergleichsweise geringe Nachfrage nach diesen Geschäften.“

Weniger „echte“ Existenzgründer

Die Zahl „echter“ Existenzgründer, die für diese Geschäfte als Interessent in Fragen kommen würden, sei weiter rückläufig. Dies ist dem eklatanten Fachkräftemangel geschuldet, der dazu führe, dass sich junge Meister, die auch als Gründer in Frage kämen, mit sicheren Stellen und ordentlichen Gehaltszuwächsen bei hoher Arbeitsplatzsicherheit immer häufiger überlegen, ob sie wirklich das Risiko einer Gründung eingehen wollen.

Dementsprechend sei auch die Zahl der Augenoptik-Fachgeschäfte, für die sich auch nach längerer Suche kein Käufer findet, weiter gestiegen. Aber auch eine Schließung könne mit der guten Planung eines Räumungsverkaufs, Übergabe von Kundendaten sowie Verkauf von Maschinen und Geräten durchaus mit einem ordentlichen Überschuss gestaltet werden.

Auch Betriebe mit einer ausgeprägten Spezialisierung, z.B. auf optometrische Dienstleistungen oder Kontaktlinsen, seien deutlich schwieriger zu veräußern, da diese Fachgeschäfte häufig eine überdurchschnittlich hohe Bindung an den Inhaber aufwiesen. Und gerade diese hohe Prägung durch den Inhaber schreckt diejenigen ab, die an seine Stelle treten sollen.

Viele der bekannten Filialunternehmen expandieren weiter. Aber auch hier müssen die Rahmenbedingungen stimmen, damit eine Übernahme der Augenoptik-Fachgeschäfte in Betracht gezogen werde. Hinzu komme der Markteintritt einiger neuer Käufer, der insgesamt für Bewegung am Markt sorge.

 

Quelle: AOS Unternehmensberatung

 

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