Anfang Februar hat Mister Spex SE (Berlin) seine Prognose für das Geschäftsjahr 2025 bestätigt. Nach vorläufigen und ungeprüften Zahlen ging der Netto-Umsatz 2025 gegenüber dem Vorjahr um rund 18 Prozent auf 178 Mio. Euro zurück und lag damit innerhalb der kommunizierten Prognose-Spanne von –10 bis –20 Prozent.
Der derzeitige Vorstand von Mister Spex SE: Benjamin v. Schenck (Vorstand und CFO) und Tobias Krauss (Vorstand und CEO) (Bild: Mister Spex SE)
Die Umsatz-Entwicklung sei laut Mister Spex insbesondere durch die im vierten Quartal 2024 vollzogenen Schließungen internationaler Stores sowie durch die fortgesetzte Reduzierung rabattgetriebener Aktionen geprägt gewesen, was zu einem insgesamt höherwertigen Produkt- und Preismix führte. Trotz des strategisch bewusst reduzierten Umsatzvolumens habe Mister Spex ein starkes flächenbereinigtes Like-for-like-Umsatzwachstum von 8 Prozent erzielen können.
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Die EBIT-Marge für 2025 lag im unteren Bereich der prognostizierten Spanne von –5 bis –15 Prozent und reflektiere die laufende Umsetzung struktureller Kosten-Maßnahmen, eine konsequente Preisdisziplin sowie Investitionen zur Unterstützung der Restrukturierung im Rahmen des Programms SpexFocus, das mit dem Abschluss des Geschäftsjahres 2025 „zur vollen Umsetzung gebracht wurde und ab 2026 durch einen Prozess der kontinuierlichen Veränderung ersetzt wird“. Der Kassenbestand blieb zum Jahresende mit gut 56 Mio. Euro stabil und unterstreiche die anhaltende Liquiditäts-Disziplin des Unternehmens, so das Unternehmen.
Geschäfts-Entwicklung 2025: Fokus und Disziplin
Das 2024 gestartete Restrukturierungs-Programm SpexFocus prägte auch im Jahr 2025 maßgeblich die Geschäfts-Entwicklung. Zentrale Maßnahmen umfassten ein stärker fokussiertes Store-Portfolio, eine Verschlankung des internationalen Online-Business, eine reduzierte Rabatt-Intensität sowie eine klarere Positionierung rund um optische Expertise und Korrektionsbrillen, so Mister Spex.
„2025 war ein Jahr bewusster Entscheidungen und disziplinierter Umsetzung“, sagt Tobias Krauss, CEO von Mister Spex. „Wir haben Profitabilität und Servicequalität klar über kurzfristiges Umsatzvolumen gestellt. Die Stabilität unseres deutschen Store-Geschäfts und die anhaltende Verschiebung hin zu höherwertigen Korrektionsbrillen bestätigen, dass unsere strategische Ausrichtung greift.“
Deutsches Store-Geschäft als stabilisierende Säule
Das deutsche Store-Geschäft erwies sich 2025 laut Mister Spex als zentraler stabilisierender Faktor. Das flächenbereinigte Umsatzwachstum lag bei 8 Prozent und spiegelte eine solide Nachfrage im Kerngeschäft wider. Die Performance der Stores wurde durch eine verbesserte Servicequalität sowie eine höhere Produktivität im gesamten Store-Portfolio unterstützt.
Dazu habe insbesondere der Ausbau des Premium-Brillenglas-Portfolios beigetragen sowie die Einführung zusätzlicher Services, wie dem Augengesundheits-Check und des Abo-Modell „Mister Spex Switch“. Letzteres gewann weiter an Bedeutung und machte im vierten Quartal 2025 rund 16 Prozent des Store-Umsatzes aus. Das Modell verbinde Flexibilität mit laufenden Serviceleistungen, unterstütze langfristige Kunden-Beziehungen und trage zu einer signifikanten Steigerung des durchschnittlichen Bestellwerts bei, da Switch-Kunden im Vergleich zu Nicht-Switch-Kunden einen rund 2,4-fach höheren durchschnittlichen Bestellwert aufwiesen. Ziel sei es, den Anteil von „Mister Spex Switch“ in den kommenden Jahren kontinuierlich zu erhöhen.
Mister Spex: Korrektionsbrillen als Werttreiber
Der strategische Fokus auf Korrektionsbrillen bildete laut Mister Spex eine zentrale Säule der Restrukturierung. Das erweiterte Brillenglas-Portfolio, einschließlich der Premium-Markengläser von Hoya sowie eigener Lösungen für Brillengläser wie SpexPro, habe zu einem Anstieg des durchschnittlichen Bestellwerts im Korrektionsbrillen-Segment um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr geführt.
Infolgedessen erhöhte sich der Anteil margenstarker Korrektionsbrillen in Deutschland auf 53 Prozent des Gesamtumsatzes (Vorjahr: 46 Prozent) und auf Konzern-Ebene auf 49 Prozent (Vorjahr: 41 Prozent). Damit wurde das Ertrags-Profil des Store-Geschäfts weiter gestärkt.
Mister Spex wird die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 gemeinsam mit dem Geschäftsbericht am 26. März 2026 veröffentlichen.