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Produkt: eyebizz 2/2019
eyebizz 2/2019
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Designer-Portrait – Vater und Sohn

Larry und Garrett Leight – Die Jet-Set-Ästheten

Wer sind die Menschen hinter den Brillen? Wessen Ideen beeinflussen das, was Hersteller produzieren, Außendienstler in Läden bringen, Augenoptiker verkaufen und Menschen auf der Nase tragen? Eyebizz portraitiert die Kreativen der Branche. In der Ausgabe 4.2018 sind es Larry und Garrett Leight.

Mr. Leight: Modell Griffith CL ML3003-46-MBK-ALTA-12KWG 2
Mr. Leight: Modell Griffith CL ML3003-46-MBK-ALTA-12KWG 2

Kann man sich ein Vater-Sohn-Verhältnis vorstellen, das wechselhafter, wertschätzender, aber auch inspirierender ist, als das der Amerikaner Larry und Garrett Leight? Als Garrett Leight im Jahr 2010 mit erst 26 Jahren seine eigene Brillenlinie Garrett Leight auf den Markt brachte, verweigerte er Ratschläge des Vaters.

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Das überraschte nicht nur Branchenkenner. Schließlich hatte Vater Larry Mitte der 80er Jahre mit dem ersten Oliver Peoples Store am Sun Set Boulevard und dem gleichnamigen Label den Trend zu Vintage-Modellen ausgelöst.

Seine avancierten Retro-Brillen schafften es damals schnell aufs Cover von Vogue und Vanity Fair. Öffentlichkeitswirksam getragen wurden sie von Elton John, Claudia Schiffer und Spike Lee. Der Vater, eine einflussreiche Designer-Koryphäe und cleverer Geschäftsmann, das war etwas des Guten zu viel für den Sohn. Zumal es eine Vorgeschichte gab, die Larry auch freimütig erzählt hat.

„Als ich ein Teenager war, hatte ich gemeinsam mit meinem Vater das Ziel, ein professioneller Tennisspieler zu werden. Als das nicht klappte, war es hart zuzugeben, dass ich das nicht erreichen konnte, was mein Vater gewollt hat.“

Zunächst geht der Sohn eigene Wege

Garrett arbeitete eineinhalb Jahren bei Oliver Peoples, dann ging er seine eigenen Wege, nicht trotzig, doch zielstrebig. Auch seine Kollektion erreichte Hollywood und die Metropole New York, nur war es jetzt ein jüngeres Publikum. Angesagte Social-Media-Stars wie Kendall Jenner und Emily Ratajkowski brachten seine Brillen nach vorne, und Leonardo DiCaprio wird Dauerkunde – das war der Ritterschlag.

Schiedsrichter würden sagen: Vater und Sohn Gleichstand. Psychologen würden entgegnen: Manchmal brauchen Kreativität und Erfolg Unabhängigkeit, gerade von der Familie.

Mr. Leight: Larry und Garrett Leight
Larry und Garrett Leight

„Er wollte sein eigenes Ding machen, ich habe das verstanden und war von dem Ergebnis beeindruckt“, sagt der Vater. Der Sohn: „Mein Vater sah die Person, die ich geworden war, ein gestandener Geschäftsmann und Designer. Die Situation war entspannt. Jeder respektiert und schätzt die Talente des anderen.“

Charmanter Rollenwechsel

Was nun folgte, war ein charmanter Rollenwechsel. Larry Leight verließ Oliver Peoples und heuerte beim eigenen Sohn als Design Consultant an. Die Frucht der Zusammenarbeit ist „Mr. Leight“ – ausgesprochen wie „light“ – ein exquisites Brillenlabel mit dem Familiennamen beider Herren.

Luxuriös, aber unaufdringlich, stilvoll, doch gepaart mit kalifornischer Lässigkeit sind die Modelle. Inspiriert von den Bildern der Fotografen Helmut Newton und Slim Aarons, den Farben Kaliforniens und nicht zuletzt von L.A., dem Geburtsort von Vater und Sohn.

Die Kollektion umfasst 16 Kreationen mit Fassungen im Cat-Eye- oder auch Aviator-Stil. Materialien wie 18-karätiges Rotgold oder Titan in Antik-Gold machen alles noch edler, der gute alte Hollywood-Glamour wird modern interpretiert.

Hollywood-Glamour modern interpretiert

Die Fassungen heißen Rodeo, Beverly oder Mulholland, angelehnt an die legendären Straßennamen der Stadt, der sie gewidmet sind. Hergestellt werden die Brillen in Japan. Die durchsichtigen Farbtöne sind inspiriert von den transparenten Regenmänteln, die seit längerem schon hip sind. Schließlich regnet es auch in Los Angeles, wenn auch durchschnittlich nur an 28 Tagen im Jahr.

Offensichtlich ergänzen sich Vater und Sohn bestens: Larry Leight (67) hat seine jahrzehntelange Erfahrung mit Material, Handwerk und Design eingebracht, Garrett Leight (34) verfügt über mehr Expertise in moderner Markenführung und kennt das Stilgefühl der jüngeren Generation.


Wir haben denselben unternehmerischen Spirit.“


„Am Anfang unserer Kooperation hatte ich etwas Angst“, gibt der Ältere zu und verrät: „Mir wurde klar, auch wenn ich Garrett nicht kennen würde, wäre seine Firma die, für die ich gerne arbeiten würde.“ Der Sohn sagt: „Mein Vater hat die verschiedensten Stilrichtungen erlebt, hat Trends kommen und gehen sehen, er weiß, was bleibt. Ich denke, wir haben denselben unternehmerischen Spirit. “

Nur 100 Geschäfte weltweit dürfen die exklusive Kollektion führen. Bei der Premiere Anfang des Jahres wurde sie für vier Wochen ausschließlich bei Bergdorf Goodmann in New York präsentiert. „Mr. Leight“, so sagt Garrett Leight, „ist unsere zeitgenössische Interpretation der Jet-Set-Ästhetik.“

///JUEB

 

Mr. Leight

… ist die gemeinsame Luxury Eyewear Brand von Garrett Leight und seinem Vater Larry, gegründet 2017 in Los Angeles (www.mrleight.com). Beide haben sich unabhängig voneinander einen Namen in der Branche gemacht.

Larry Leight

Jahrgang 1951, gründete 1986 das Label Oliver People, das heute zu Luxottica gehört. Seit 2016 Design Counsultant bei Garrett Leight.

Garrett Leight

Jahrgang 1974, gründete 2010 Garrett Leight California Optical (www.garrettleight.com).

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