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Rückgang in bestimmten Gruppen

Konsumklima: Auswertung nach Einkommen

Ende Juli veröffentlichte das Nürnberg Institut für Markt-Entscheidungen e. V. seine aktuellen sozio-demografischen Analysen im NIM Konsumklima powered by GfK und hat dabei besonders die Entwicklungen bei den verschiedenen Einkommens-Gruppen im Blick.

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Entwicklung des Konsumklima-Indikators nach Einkommens-Gruppen seit 2019 (Quelle: NIM Konsumklima powered by GfK)

Im Gegensatz zur untersten Einkommens-Gruppe (untere 25 Prozent), deren Konsumklima sich im Juli moderat verbessert habe, ist die Konsumstimmung in den übrigen Einkommens-Segmenten zurückgegangen. Am deutlichsten fällt der Rückgang in der Einkommens-Mitte aus, während die Konsumstimmung bei den obersten 25 Prozent etwas weniger stark nachgibt.

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Seit 2019 hat sich die Spreizung beim Konsumklima zwischen der obersten und der untersten Einkommens-Gruppe deutlich verringert, so die Analyse. Während für die oberste Einkommens-Gruppe anfangs noch deutlich höhere Werte des Konsumklima-Indikators feststellbar waren, trübte sich die Stimmung infolge der Corona-Pandemie, der Energiekrise und der anschließenden Hochinflations-Phase in allen Einkommens-Gruppen spürbar ein.

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Konsumklima-Indikator für August 2026 und die Veränderung gegenüber dem Vormonat für die untersuchten sozio-demografischen Gruppen (Quelle: NIM Konsumklima powered by GfK)

Dadurch nahmen die Unterschiede zwischen den Einkommens-Gruppen sukzessive ab. In der jüngeren Entwicklung haben sich die Verläufe der beiden Gruppen sogar gekreuzt: Während die oberen 25 Prozent früher optimistischer waren als die unteren 25 Prozent, weisen sie heute das deutlich schlechtere Konsumklima auf. Aktuell liegt ihr Konsumklima Indikator mit –36,8 Punkten rund 14 Punkte unter dem Wert der unteren 25 Prozent (–22,7 Punkte).

Konsumklima Generationen c NIM
Konsumklima nach Generationen (Quelle: NIM Konsumklima powered by GfK)

Reformdebatten dämpfen die Stimmung

„Während sich die Verbraucherstimmung in der einkommens-schwächsten Gruppe leicht verbessert, zeigen sich Haushalte mit mittleren und höheren Einkommen derzeit etwas zurückhaltender. Eine mögliche Erklärung sind die laufenden Debatten über Reformen bei Gesundheit, Rente und Einkommensteuer“, sagt Anja Bauer, Senior Researcher beim NIM. „Solange die konkrete Ausgestaltung und die individuellen Be- bzw. Entlastungen unklar bleiben, dürfte dies die Unsicherheit insbesondere in diesen Einkommens-Gruppen erhöhen.“

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Konsumklima nach Haushaltstyp (Quelle: NIM Konsumklima powered by GfK)

 


Zur Methode

Der Befragungs-Zeitraum für die aktuelle Analyse war vom 2. bis 13. Juli 2026. Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie „NIM Konsumklima powered by GfK“ und basieren auf rund 2.000 Verbraucher-Interviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. Das Konsumklima bezieht sich explizit auf die gesamten privaten Konsumausgaben. Der Einzelhandel macht jedoch, je nach Abgrenzung, lediglich etwa 35 Prozent der privaten Konsum-Ausgaben aus.

Die drei Indikatoren, aus denen der Konsumklima-Indikator errechnet wird:

  • Einkommens-Erwartung: Zeigt auf, wie die Verbraucher die Entwicklung der finanziellen Lage ihres Haushaltes in den kommenden 12 Monaten einschätzen.
  • Sparneigung: Spiegelt die Meinung der Verbraucher dazu wider, ob es in Anbetracht der allgemeinen Wirtschaftslage derzeit ratsam ist, zu sparen.
  • Anschaffungs-Neigung: Ermittelt, inwieweit die Verbraucher es für günstig erachten, in Anbetracht der allgemeinen Wirtschaftslage größere Anschaffungen (Möbel, elektri-sche/elektronische Geräte usw.) zu tätigen

Soziodemografische Gruppen:

  • Generation

o Babyboomer: 1946 – 1964

o Generation X: 1965 – 1980

o Generation Y (Millennials): 1981 – 1996

o Generation Z: 1997 – 2012

  • Einkommensgruppen

o Untere 25 Prozent (1. Quartil): < 1.250 Euro p. P.

o Untere Mitte (2. Quartil): 1.250 – 1.800 Euro p. P.

o Obere Mitte (3. Quartil): 1.801 – 2.500 Euro p. P.

o Obere 25 Prozent (4. Quartil): > 2.500 Euro p. P.

  • Haushaltstyp

o Single-Haushalt (<65 J.): Haushaltsgröße 1 und Alter < 65

o Familie: Haushaltsgröße >= 3 und Anzahl Kinder >= 1

o Paare: Haushaltsgröße = 2 Anzahl Kinder = 0 und Alter <= 65

o Rentner: Haushaltsgröße >= 1 und Alter >= 65

o Sonstige: Haushaltsgröße >= 3 und Anzahl Kinder = 0


 

Quelle: NIM Konsumklima powered by GfK

Das Nürnberg Institut für Markt-Entscheidungen (NIM) ist ein unabhängiges außer-universitäres Wirtschafts-Forschungs-Institut.