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Vorgestellt auf ANFAO-Jahrestagung 2022

Italiens Brillen-Hersteller wollen Nachhaltigkeit zertifizieren

Vergangene Woche fand die ANFAO-Jahrestagung 2022 in der Nähe von Padua statt. Neben der Präsentation der Zahlen für das erste Quartal 2022 wurden das neue Projekt zur Zertifizierung von Nachhaltigkeit sowie die Auswirkungen der aktuellen Energiekrise für die italienischen Augenoptik besprochen.

Der italienische Verband der Hersteller optischer Produkte, ANFAO, befasste sich mit Folgen der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Probleme – auch im Hinblick auf die Brillenbranche in Italien. „Unser Sektor hat sich gut von den Auswirkungen des Weltkonflikts erholt, der alle uns bekannten kritischen Themen aufzeigt: Energiekrise, Inflation, Anstieg der Rohstoffpreise usw.“, erklärte der ANFAO-Präsident Giovanni Vitaloni.

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„Die Prognosen, die wir für diesen ersten Teil des Jahres gemacht haben, bestätigen sich, was den Unternehmen und dem gesamten Sektor Optimismus einflößt. Die Lebendigkeit der Messen und Veranstaltungen, wie wir sie auf der letzten MIDO gesehen haben, zeigt, dass die Marktteilnehmer durch den Wunsch motiviert sind, Geschäfte zu machen, und das ist wichtig, um den Sektor und die gesamte Lieferkette lebendig und gesund zu halten.“

Aber: „ Auch wenn die Daten bisher positiv sind, muss die Situation aufgrund des komplexen internationalen Kontextes ständig beobachtet werden.“

Projekt für Zertifizierung von Nachhaltigkeit

Zum ersten Mal stellte die ANFAO ein Projekt zur Zertifizierung von Nachhaltigkeit vor, dessen Projektträger der Verband ist und dessen Zertifizierungsstelle CERTOTTICA sein wird. Ziel sei es, ein Umwelt-Gütesiegel für Brillenprodukte einzuführen, um das Engagement der Mitglieder zur Verbesserung der Umweltleistung in der Lieferkette zu stärken.

Nachhaltigkeit Zertifizierung Siegel
Bild: Pixabay

Die Nachhaltigkeit stehe heute immer mehr im Mittelpunkt der weltweiten Aufmerksamkeit, und der Markt entwickele sich in der Tat in Richtung einer größeren Sensibilität der Verbraucher für umweltfreundliche Themen, die oft auch ihre Konsum-Entscheidungen beeinflussen: Nach einigen Untersuchungen hielten 47 % der Verbraucher die Beachtung der ökologischen Nachhaltigkeit ihrer bevorzugten Modemarken für grundlegend, während 83 % der Meinung seien, dass das Design eines Produkts seine Umweltauswirkungen reduzieren muss (Materialien, Verpackung, industrieller Prozess, etc.). Darüber hinaus geben 79 % der italienischen Verbraucher an, dass sie oft oder manchmal die Herkunft der Rohstoffe der von ihnen gekauften Produkte überprüften.

Aus diesem Grund zielt das ANFAO-Projekt darauf ab, ein Programm zu entwickeln, das es ermöglicht, die Nachhaltigkeit sowohl der einzelnen Komponenten als auch des Endprodukts im Brillensektor zu zertifizieren, um das Engagement der Mitglieder zur Verbesserung der Umweltleistung der Lieferkette durch die Annahme eines (physischen oder virtuellen) Labels zu verstärken.

Das Zertifizierungs-Programm solle die Einhaltung von Industrienormen und -vorschriften mit der Flexibilität eines eigenen Programms verbinden. Die Labels müssen auf einer wissenschaftlichen Grundlage entwickelt werden, die die Einhaltung bestimmter Kriterien wie Energie- und Materialverbrauch vorschreibt und die Zertifizierung durch eine unabhängige Stelle erfordert: und zwar vom CERTOTTICA (Istituto Italiano per la certificazione dei prodotti ottici), dem Italienischen Institut für die Zertifizierung von optischen Produkten.

„Dieses Projekt zielt darauf ab, allen Unternehmen, die bereits nach den Konzepten der Transparenz und der Nachhaltigkeit arbeiten, ein neues und wettbewerbsfähiges Instrument an die Hand zu geben: Durch dieses Label werden sie nämlich in der Lage sein, dies auf offizielle und freiwillige Weise zu zertifizieren“, so Vitaloni.

 

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