Produkt: eyebizz  2/2019
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Klagen und Zugeständnisse

EssilorLuxottica: Stolpersteine beim GrandVision-Deal

Die geplante Übernahme von GrandVision durch EssilorLuxottica gestaltet sich schwierig: Der französisch-italienische Konzern hat ein Gerichtsverfahren vor einem Bezirksgericht in Rotterdam, Niederlande, eingeleitet, um Informationen von GrandVision zu erhalten, wie die Kette während der Covid-19-Krise ihre Geschäfte geführt hat. Außerdem soll die EU-Kommission Zugeständnisse fordern, bevor sie den Deal genehmigt. [13236]

GrandVision by Optissimo in Italien
GrandVision by Optissimo in Italien (Bild: GrandVision)

Mit der Klage in Rotterdam wolle man neben dem Krisen-Management der Optikkette außerdem das Ausmaß beurteilen, in dem GrandVision gegen seine Verpflichtungen aus dem Unterstützungsvertrag verstoßen haben könnte. Trotz wiederholter Aufforderungen habe die Kette diese Informationen nicht auf freiwilliger Basis zur Verfügung gestellt, so dass EssilorLuxottica keine andere Möglichkeit geblieben sei, als den Rechtsweg zu beschreiten, wie das Unternehmen mitteilte.

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Grandvision lehne Medienberichten zufolge die Forderungen von EssilorLuxottica „entschieden ab“ und sei zuversichtlich, dass die Ansprüche vor Gericht abgewiesen werden (Quelle: Finanznachrichten.de).

EU-Genehmigung nur mit weniger GrandVision-Filialen?

EssilorLuxottica hatte vor rund einem Jahr angekündigt, 76,72 Prozent der GrandVision-Anteile von der Holdinggesellschaft HAL Trust (zu der auch Apollo Optik gehört) mit Sitz in Rotterdam übernehmen zu wollen, für 28 Euro pro Aktie. Grünes Licht gab es bereits von den Wettbewerbsbehörden der Vereinigten Staaten, Kolumbiens, Russlands und Brasiliens.

EU-Kommission
EU-Kommission (Bild: Pixabay)

In Europa befindet sich die Übernahme bei der Europäische Kommission in Brüssel seit Februar in Phase II der Prüfung. Eine Entscheidung ist für Mitte/Ende August geplant.

Finanzmedien zufolge soll EssilorLuxottica laut EU-Kreisen bei seiner geplanten Übernahme Zugeständnisse machen und in Italien und anderen EU-Ländern Filialen verkaufen, um eine Genehmigung für den Zukauf zu bekommen. Sollte das der Fall werden, könnte der Deal an Wert verlieren (Quelle: onvista.de).

 

// PE

 

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