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Organisation zur Förderung von Sozialunternehmern

EinDollarBrille: Gründer als Ashoka Fellow aufgenommen

Martin Aufmuth, Gründer und Vorstand der Organisation EinDollarBrille e.V., ist zum Ashoka Fellow ernannt worden. Seine Aufnahme in das weltweite Netzwerk erfolgte im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Allianz Forum Berlin. 

Sozialunternehmer setzen im Gegensatz zu „klassischen“ Hilfsorganisationen auf innovative unternehmerische Lösungen für soziale Probleme. Ashoka ist die älteste und größte Organisation zur Förderung von Sozialunternehmern mit Hauptsitz in Washington. Sie unterstützt inzwischen rund 3.000 Fellows weltweit, davon über 60 Gründer in Deutschland. Sie fördert als Fellows nur solche Sozialunternehmer, die eine neue Idee mit einer systemverändernden gesellschaftlichen Wirkung verbreiten – und zu diesen gehört nun auch Martin Aufmuth mit seiner EinDollarBrille.

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Martin Aufmuth mit einer Dorfbewohnerin. (Bild: Eindollarbrille)

Sein Social-Business-Konzept zielt auf eine Beseitigung weltweiter Fehlsichtigkeit ab: Rund 700 Millionen Menschen in Entwicklungsländern leiden unter einer behebbaren Sehschwäche, können sich aber keine herkömmliche Brille leisten. Die Folgen dauern oft ein Leben lang an, denn die Betroffenen können häufig Schul- und Bildungsangebote nicht wahrnehmen und keine oder keine qualifizierte Arbeit aufnehmen. Damit bleiben ihnen wesentliche Entwicklungsperspektiven verwehrt, und sie bleiben für immer arm.

Das Geschäftskonzept von Martin Aufmuth setzt nun auf verschiedenen Ebenen an: Mit der EinDollarBrille hat er zunächst ein Produkt entwickelt, das sich perfekt für die harten Lebensbedingungen in Entwicklungsländern eignet und mit einem Verkaufspreis von zwei bis drei lokalen Tageslöhnen auch für sehr arme Menschen bezahlbar ist. Zudem bildet die von ihm gegründete Organisation EinDollarBrille lokale Fachkräfte in Herstellung, Vertrieb und einfacher Refraktion aus. Auf diese Weise entstanden bereits um die 100 Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen. Mit einem eigenen Ausbildungskonzept in Best-Spherical-Correction (BSC) adressiert die Organisation zudem den eklatanten Mangel an Optikern in Entwicklungsländern.

Fehlsichtige und lokale Wirtschaft im Blick: Die EinDollarBrille

Ziel der EinDollarBrille ist die weltweite Versorgung mit qualitativ hochwertigen und dabei günstigen, robusten und individuell angepassten Brillen und eine kontinuierliche augenoptische Grundversorgung in Entwicklungsländern. Die Organisation setzt damit gleichzeitig auf Verbesserungen in den Feldern Gesundheit, Bildung und soziale / wirtschaftliche Entwicklung. Einen unverzichtbaren Beitrag zu dieser Arbeit leisten vor allem die rund 180 ehrenamtlichen Mitarbeiter in Deutschland. Hier werden für die verschiedensten Fachbereiche (Finanzen, Marketing, Fundraising, Trainings etc.) noch weitere Mitstreiter gesucht.

Langfristiges Ziel: Finanzielle Unabhängigkeit

Für den Aufbau der erforderlichen Strukturen in den Projektländern ist die Organisation auf Spenden angewiesen. Dazu zählen unter anderem die Einrichtung von Shops, die Ausbildung lokaler Arbeitskräfte und die Durchführung von Kampagnen zur Erreichung der Bevölkerung. Angestrebt wird langfristig jedoch eine finanzielle Unabhängigkeit der lokalen Projekte.

„Ashoka ist die weltweit renommierteste Institution im Bereich Social Entrepreneurship und sicherlich qualifiziert wie keine andere zur Beurteilung entsprechender Konzepte. Die Aufnahme in den Kreis der Ashoka Fellows ist deshalb eine große Auszeichnung für mich und die Arbeit unserer Organisation“, kommentiert Aufmuth. Die Ashoka Fellows werden in einem sehr aufwändigen Prozess ausgewählt; zu den relevanten Kriterien gehören unter anderem die gesellschaftliche Wirkung ihres Konzepts, die unternehmerische Umsetzung, aber auch Faktoren wie Kreativität und Integrität. Neben finanzieller Unterstützung profitieren die Fellows von umfangreichen Möglichkeiten zur Vernetzung mit anderen Social Entrepreneurs, aber auch mit Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft.

 

Quelle: EinDollarBrille e.V.

 

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