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Produkt: eyebizz 5/2019
eyebizz 5/2019
Monopoly der Markenlizenzen+++Lindberg: Zurückhaltung auf höchstem Niveau+++Jiyoon Yun: Berlin Brillen im 20-Minuten-Takt
Fünf unglaubliche Jahre für den Verein EinDollarBrille

Mehr als 100.000 Menschen mit Brillen versorgt

2017 wurde der Verein EinDollarBrille fünf Jahre alt, aus der kleinen Ein-Mann-Unternehmung ist inzwischen eine weltweite Bewegung geworden. Trotzdem hat die EinDollarBrille nichts von ihrer frischen Dynamik und der Aufbruchsstimmung eines jungen sozialen Start-ups verloren. Jetzt erschien der Jahresbericht 2017 mit der aktuellen Erfolgsbilanz.

EinDollarBrille: Martin Aufmuth freut sich über fünf erfolgreiche Jahre
EinDollarBrille: Martin Aufmuth freut sich über fünf erfolgreiche Jahre

Der Projektstart in Indien im August und September 2017 sei eine anstrengende und gleichzeitig extrem spannende Zeit gewesen, so der erste Vorsitzende und Gründer Martin Aufmuth in seinem Vorwort zum Jahresbericht 2017. Mit einem kleinen strategischen Team wurden in Odisha im Osten Indiens innerhalb von nur zweieinhalb Wochen die ersten Brillenhersteller, EinDollarBrille-Optiker und Optiktrainer ausgebildet.

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„Während unseres Trainings gab es täglich feinen indischen Chai, serviert von Raidas, einem jungen Mann aus dem Slum am Rande der Stadt. Eines Abends – lange nach Arbeitsschluss – entdeckten wir Raidas, wie er heimlich und ganz fasziniert Brillen bog. Niemand hatte ihm das gezeigt. Und seine Brillen waren gut! Er entschuldigte sich verlegen und wollte schon verschwinden – da fragten wir ihn, ob er denn gerne als Brillenhersteller bei uns arbeiten würde. Er wurde zum stolzesten Brillenproduzenten von ganz Indien.“

Mehr als 100.000 Menschen mit Brillen versorgt

Auch in den anderen Projektländern sei man enorm vorangekommen: In Burkina Faso und Malawi wurden etliche neue kleine Shops zum Verkauf der Brillen eröffnet sowie Vertrieb und Logistik professionalisiert.

Mit einem neuen Zentrallager in Bolivien konnte eine schnelle und kostengünstige Belieferung der Projekte in Süd- und Mittelamerika gesichert werden. „Zudem konnten wir in Bolivien die so genannten Mini-Opticas – kleine Verkaufsstände innerhalb von Apotheken oder Supermärkten – weiter ausbauen. Bis Ende 2017 haben wir insgesamt über 100.000 Menschen mit Brillen versorgt – eine Verdoppelung in nur einem Jahr!“

Entscheidende Grundlagen seien aber auch in Deutschland geschaffen worden, so Aufmuth weiter: „Wir haben unser Optik-Handbuch weiterentwickelt, das die Basis für unsere Optikerausbildung in den Projektländern darstellt. Daneben haben unsere Teams vor Ort das Produktspektrum durch Sonnenbrillen, eckige Brillen und Brillen mit Doppelbügel erweitert, mit denen sich zusätzliche Erlöse erzielen lassen. Das Ziel: der Aufbau einer finanziell eigenständigen augenoptischen Grundversorgung. Über 200 Ehrenamtliche sind alleine in Deutschland inzwischen für die EinDollarBrille tätig, weltweit haben wir über 350 Helfer und Mitarbeitende – und es werden jeden Monat mehr.“

Weitere Auszeichnungen

2017 erhielt Martin Aufmuth als Gründer der EinDollarBrille die Bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste. Außerdem wurde er zum Ashoka Fellow ernannt. Ashoka ist die größte und älteste Organisation zur Förderung von Sozialunternehmern weltweit. Ende 2017 wurde die EinDollarBrille zudem mit dem renommierten Next Economy Award in der Kategorie „People“ ausgezeichnet.

 

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