Opti 2020: Brille24/ Essilor

Drive-to-Store-Modell: Neuer Markenname wird rechtlich geprüft

Network-Director Essilor/Brille24 Frank Walenda beantwortete im Nachgang zur Messe der eyebizz-Redaktion Fragen zum Omnichannel-Modell aus dem Hause Essilor. Zum Hintergrund: Seit der Übernahme durch den Brillenglashersteller gehen Essilor und der einstige Online-Pionier gemeinsame Wege. Auf der Messe in München präsentierte Brille 24 das Omnichannel-Modell sowie aktuelle Tools aus der Pilotphase.

Mit dem Omnichannel-Modell sollen Partneroptiker laut Anbieter „Chancen des Internets umfassender nutzen, andererseits ihre Beratungskompetenz als Spezialisten für gutes Sehen stärken sowie ihre Kundenfrequenz vor Ort steigern“. Ausschlaggebend ist dafür ein contentbasiertes und möglichst reichweitenstarkes Online-Portal, das den Endverbrauchern Zugang zu Informationen über gutes Sehen und augenoptische Produkte ermöglicht. Zudem bietet es die Möglichkeit, einfachere Produktlösungen online zu kaufen. Hochwertige Markenprodukte sollen nur im Fachgeschäft anboten werden. Ein Store Locator mit Online-Terminvereinbarung kann die Besucher der Online-Plattform direkt in die Geschäfte der Partner-Augenoptiker führen. In der bisherigen regionalen Pilotphase wird das Modell noch bis zum März getestet. Anschließend soll bis Ende des Jahres ein bundesweit flächendeckendes Netz mit Partner-Augenoptikern entstehen.

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Wie ist die Messe für das Omnichannel-Modell gelaufen?

Frank Walenda: Auf der opti ist unser Omnichannel-Konzept auf ein außerordentlich großes Interesse gestoßen. Wir haben ein äußerst positives Feedback für unser innovatives Modell erhalten und weitere interessierte Kunden für das Konzept gewinnen können. Beifall gab es zudem für unseren POS-Auftritt sowie für die Fassungskollektion OMNIO by Brille24, die wir auf unserem Stand vorgestellt haben.

Welches sind die wichtigsten Bedenken, die Ihnen gegenüber genannt werden?

Die meisten Fragen zielten auf die Mediakampagne ab, mit der wir den bundesweiten Start des Omnichannel-Modells begleiten werden. In der Pilotphase, die derzeit noch in mehreren Regionen läuft, testen wir unterschiedliche Marketingmaßnahmen, die u.a. den Service und die persönliche Beratung unserer Partner-Augenoptiker hervorheben.

Wie viele Augenoptiker haben sich mittlerweile für das Projekt angemeldet? 

Das positive Feedback hat uns darin bestärkt, im ersten Schritt das Omnichannel-Netzwerk mit der Gruppe der Varilux Spezialisten aufzubauen. Bereits jeder zweite Varilux Spezialist hat sein Interesse bekundet, in das Modell einzusteigen. Das bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Diese zustimmende Resonanz motiviert uns ebenso wie die aktive Mitwirkung unseres 17-köpfigen Beirates. Diese Partner-Augenoptiker spielten von Anfang an eine zentrale Rolle für die Entwicklung des Modells; für deren konstruktives Engagement möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanken.

Wie viele Beiratsmitglieder waren ursprünglich gestartet – sind welche ausgestiegen? – Wo liegen Gründe für diesen Schritt?

Die Zusammensetzung des Beirates ist seit der ersten Zusammenkunft Anfang April unverändert.

Aus der Pilotphase haben sich drei Test-Partner verabschiedet, weil sich der zu leistende zeitliche Aufwand für sie als zu groß herausstellte.

Wo liegen Herausforderungen für die Plattform – wo liegen Herausforderungen in der Zusammenarbeit zwischen der Omnichannel-Plattform und den Partneroptikern?

Wir werden uns darauf konzentrieren, das Omnichannel-Angebot schnell bekannt zu machen, um uns als erste Adresse bei den Endverbrauchern zu verankern, wenn es darum geht, ganz einfach die richtige Brille zu finden. Darüber hinaus werden wir unsere Partner verstärkt dabei unterstützen, Online-Kunden vor Ort zum Kauf eines Marken-Produkts zu überzeugen, insbesondere wenn es um Gleitsichtgläser geht. Die Pilotphase zeigt, dass es hier ein großes Potenzial gibt, das wir gemeinsam mit unseren Partnern nutzen wollen.

Gibt es schon einen neuen Namen für die Plattform?

Ein Markenname befindet sich derzeit in der rechtlichen Prüfung des Registrierungsprozesses.

Wie viele Augenoptiker sollen bis Ende des Jahres mitziehen?

Unser Ziel ist bis Ende 2020 ein bundesweit flächendeckendes Netz mit Partner-Augenoptikern aufzubauen.

CH// ID 11778

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