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Studien zum Shoppen in der Pandemie

Die kleinen Unternehmen vor Ort unterstützen

Verbraucher unterstützen in der Pandemie kleine Unternehmen vor Ort
Verbraucher unterstützen in der Pandemie kleine Unternehmen vor Ort (Bild: Pixabay / Megan Rexazin)

Während der Covid-Pandemie boomte weltweit der E-Commerce. Parallel zeigten Verbraucher ein großes Interesse daran, lokale und kleinere Unternehmen zu unterstützen. Ein Widerspruch? Nicht unbedingt, wie zwei aktuelle Studien aufschlussreich zeigen.


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Studie I: Der Einkauf vor Ort hat sich verändert

Die Pandemie zwang Unternehmen, Dienstleistungen zu digitalisieren und die Möglichkeiten für die Verbraucher zu erweitern, sich auf neue Art und Weise zu engagieren, z. B. durch „Click and Collect“, Online-Meetings usw. Die Kunden konnten sich den für sie bequemsten Konsum-Weg aussuchen. Einer im Juni veröffentlichten Studie von Uberall zufolge:

  • bevorzugten 70 % es, lokal einzukaufen. Mehr als die Hälfte von ihnen tat dies auch dann, wenn es weniger bequem oder teurer war als der Online-Einkauf.
  • 60 % kauften eher etwas online, wenn sie es in einer Filiale zurückgeben konnten. Dies deute darauf hin, dass das Einkaufserlebnis im Laden auch dann wichtig ist, wenn der Kauf komplett online erfolgt.
  • 82 % werden nach der Pandemie potenziell lokal einkaufen: 43 % planen, den Großteil ihrer Einkäufe im Geschäft zu erledigen,
  • 33 % werden sowohl online als auch offline einkaufen, während nur 6 % noch nicht sicher sind.
  • Zwischenfazit: 11 % mehr lokale Einkäufe weltweit im Jahr 2020 trotz Pandemie.

2020 suchten Verbraucher laut der Studie weltweit mehr Informationen über lokale Unternehmen. Die „near me“-Anfragen stiegen um 8 %. Die Anzahl der indirekten Anfragen wuchs sogar um 23 %, was bedeutet, dass mehr Verbraucher nach Kategorien (z.B. „Buchhandlung in meiner Nähe“) als nach Marken (z.B. „Powell’s Books in meiner Nähe“) suchten.

Ein Wachstum der lokalen Suchanfragen führte auch zu einem Wachstum des lokalen Engagements. „Google My Business“-Profile hätten 2020 durchschnittlich 349 Aktionen von lokalen Kunden pro Monat ausgelöst – ein Anstieg von 11 % im Vergleich zu 2019. Dieser Anstieg umfasste 32 % mehr Website-Klicks, aber auch einen 37 %-igen Anstieg der Telefonanrufe bei den betreffenden lokalen Unternehmen.

Worauf lokale Shopper achten

Wenn sie lokal shoppen, lassen sich die Verbraucher am meisten vom Preis (71 %) und der Entfernung (47 %) beeinflussen. Die Öffnungszeiten (32 %) und Bewertungen (30 %) spielen zwar eine geringere Rolle als manchmal gedacht, seien damit aber immer noch für jede/n Dritte/n relevant. Die Geschäftsinformationen werden vor allem per Google (77 %), spezialisierten Apps/Webseiten (27 %) oder Apple Maps (20 %) gesucht.

Die Nutzer klickten zudem 35 % häufiger auf Webseiten oder Anrufoptionen, dafür ließ das Interesse an Anfahrtsbeschreibungen verständlicherweise deutlich nach. Die höchsten Zuwächse bei den Interaktionen gab es in den USA und Großbritannien, während Deutschland stagnierte. Zum Jahresbeginn 2021 zeigte aber auch hier die Kurve nach oben.

Lokale Zugkraft durch Digitalisierung

Nicht jede Branche konnte ihr lokales Engagement im Jahr 2020 steigern. Allerdings bekamen Unternehmen mehr lokale Zugkraft, wenn sie ihr Angebot digitalisieren konnten. Branchen, die ihr lokales Engagement steigern konnten, waren der Einzelhandel (+18 %), Finanzen (+10 %), Unternehmen und Dienstleistungen (+34 %) und Gemeinden und Regierung (+93 %).

Für die Studie wurden 80.000 mittelständische Unternehmen weltweit analysiert, 4.000 Verbraucher in den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland befragt und mit Marketingexperten aus verschiedenen Unternehmen auf der ganzen Welt gesprochen.

 

Quelle: Uberall

 


 

Studie II: Mit kleinen und mittleren Unternehmen verbunden

Der Einkauf bei den KMU (kleinen und mittleren Unternehmen) wird immer beliebter. Eine von Sendinblue in Deutschland, den USA, Frankreich und Großbritannien durchgeführte Untersuchung stellte fest, dass 43 % der Befragten in den vier Märkten seit Beginn der Pandemie vermehrt bei KMU im stationären und Online-Geschäft kaufen. Wichtigster Grund: das große Vertrauen, das Kunden den KMU entgegenbringe, auch wenn viele der Firmen bei Datenschutz und DSGVO-Konformität noch hinterherhinkten.

Insgesamt 4.199 Konsumenten wurden zu ihrem Einkaufsverhalten und etwaigen Veränderungen diesbezüglich befragt und die Ergebnisse im Juli veröffentlicht. 53 % der Befragten fühlten sich seit der Pandemie mit KMU stärker verbunden und möchten diese unterstützen. Besonders den Jüngeren ist das wichtig: 46 % der Generation Z und 51 % der Millennials kauften in den analysierten Märkten vermehrt bei KMU. 35 % der Befragten in den USA und Europa möchten das in Zukunft noch häufiger tun.

Großes Datenschutz-Vertrauen in Deutschland

Hierzulande plane zukünftig jeder dritte Konsument(31 %), öfter bei kleinen Firmen zu shoppen. Einen Vertrauensvorschuss gebe es auch in Sachen Datenschutz und Umgang mit Kundendaten: 60 % der Befragten haben bei KMU keine Bedenken hinsichtlich des Online-Datenschutzes. Aber es bestehe hier dringend Nachholbedarf, um dieses Vertrauen auch zu rechtfertigen, von den hohen Bußgeldern und dem langfristigen Reputationsverlust bei Verstößen ganz zu schweigen.

Bevorzugte Kundenansprache und Themen

Auch über die bevorzugte Kundenansprache gab die Studie Aufschluss: 63 % der Verbraucher in Europa und den USA (58 % in Deutschland) bevorzugten die E-Mail als wichtigste Kommunikationsform. Speziell in Deutschland seien aber auch 45 % der Befragten für eine Ansprache via Instagram und 44 % über YouTube zu haben.

Inhaltlich kommen humorvolle Nachrichten besonders gut an, am besten wöchentlich, fanden 48 %. Zentral wichtiges Thema, das auch ernsthafter kommuniziert werden kann: Nachhaltigkeit. Unabhängig vom Alter sehen sich 77 % der Verbraucher vollkommen oder eher mit Unternehmen verbunden, die sich für die Umwelt engagieren.

 

Quelle: Sendinblue

 

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