Seit 16. April in allen Zeiss Brillengläsern

Ist UV-Schutz bis zu 400 Nanometern (nm) wichtig für die Gesundheit der Augen?

Vollen UV-Schutz bis zu 400 nm in allen Kunststoff-Brillengläsern, damit erhöht Zeiss den UV-Schutz-Standard, wie er z.B. von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits seit langem empfohlen wird. Damit sei der Brillenträger rund um die Uhr vor schädlicher UV-Strahlung geschützt.

Warum ist UV-Strahlung für die Augen so schädlich?

Das UV-Spektrum ist in UV-A-, UV-B- und UV-C-Strahlung unterteilt. UV-C-Strahlung dringt nicht zu uns vor, sie wird durch unsere Ozonschicht absorbiert. UV-A- und ein Teil der UV-B-Strahlung erreicht uns indes schon. Sie ist wichtig für unser Wohlbefinden und bräunt unsere Haut – kann diese aber auch stark schädigen. So wie unsere Augen auch.

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Etwa 40 Prozent der solaren UV-Strahlung, die auf die Erdoberfläche gelangt, liegt genau in diesem Bereich. Besonders diese langwellige UV-Strahlung dringt tiefer in das Gewebe ein und kann Schäden verursachen. Für das menschliche Auge heißt dass, das ca. ein bis zwei Prozent der UV-A-Strahlung ungehindert direkt auf unsere Netzhaut trifft und sie langfristig schädigen kann.

Was passiert, wenn man seine Augen nicht umfassend vor UVStrahlung schützt?

  • Photoaging, also die vorzeitige Alterung der Haut (Falten), die durch wiederholte Einwirkung von Sonnenstrahlung entsteht.
  • Krebs an den Augenlidern: Laut der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zählt UV-Strahlung zu den häufigsten Ursachen von Hautveränderungen am Augenlid. Alleine fünf bis zehn Prozent aller Fälle von Hautkrebs treten an den Augenlidern auf.
  • Darüber hinaus kann hohe UV-Belastung auf der Horn- und Bindehaut einen „Sonnenbrand“ verursachen (Photokeratitis), der zu temporärem Schmerz, Tränenfluss, Augenzucken, Lichtempfindlichkeit und verengten Pupillen führt.
  • Auch die Augenlinse wird in Mitleidenschaft gezogen. Eine Trübung (Grauer Star oder Katarakt) wird durch UV-Strahlung begünstigt und in vielen Fällen um viele Jahre beschleunigt. Unbehandelt droht die Erblindung. Doch auch bevor sich ein Katarakt entwickelt, führt UV-Strahlung zu Veränderungen des Sehens in Form einer verringerten Kontrast- oder Farbwahrnehmung.
  • Bei der Netzhaut ist die Makuladegeneration eine mögliche Folge hoher UV-Belastung. Das Sehen wird stark beeinträchtigt, am Ende droht ein Sehverlust.

Daher ist es ratsam, solche UV-bedingten Risiken für die Augen abzuwenden, indem man sie vom ersten Tageslicht bis zum Sonnenuntergang vor UV-Strahlung schützt.

Warum bieten nicht alle Kunststoffbrillengläser UV-Schutz bis 400 Nanometer?

Der geltende Industriestandard sieht die Grenze für UV-Schutz von Brillengläsern heute immer noch bei 380 nm. Das bedeutet, dass ein Großteil der klaren Kunststoff-Brillengläser bislang nur bis zu 380 nm schützt. Brillengläser im Brechungsindex 1.5 sogar nur bis zu 355 nm. Der bisherige Industriestandard entspricht also nicht den Erkenntnissen zu den schädlichen Folgen vor langwelliger UVStrahlung jenseits der 380-Nanometer-Grenze.

Ist ZEISS der einzige Brillenglashersteller, der Brillengläser mit vollem UV-Schutz bietet?

ZEISS schließt eine wichtige Lücke, wenn es um den UV-Schutz der Augen geht. Andere Brillenglashersteller bieten zwar auch Brillengläser mit einem Schutz bis zu 410 nm, 420 nm oder sogar 430 nm an, jedoch geht dieser zu Lasten der Klarheit der Brillengläser, was mit Bezug auf einen vollen UV-Schutz nicht nötig ist. Den Polymeren müssen Additive beigefügt werden, woraus sich Folgen für die Qualitätskontrolle ergeben: zu wenig, und die UVStrahlung wird nicht vollständig absorbiert, zu viel, und die Transparenz der Gläser leidet. ZEISS Wissenschaftler aber haben Wege gefunden, die Brillenglaspolymere so zu modifizieren, dass sie einen vollständigen UV-Schutz bieten ohne die Lichtdurchlässigkeit stark zu beeinflussen. So konnte ein guter Kompromiss zwischen Klarheit der Brillengläser einerseits und vollem UV-Schutz andrerseits gefunden werden.

Frederike Franze Testimonial für Zeiss
Frederike Franze Testimonial für Zeiss

Schützen AntireflexBeschichtungen mit UVSchutz vollumfänglich?

Der größte Teil der UV-Strahlung trifft von vorn auf das Brillenglas. „UV-Beschichtungen“ helfen nur, die von der Rückseite reflektierte, indirekte UV-Strahlung zu reduzieren – nicht aber die direkt auf der Vorderseite auftreffende UV-Strahlung. ZEISS Brillengläser mit UVProtect Technologie blockieren direkt auftreffende UV-Strahlung vollständig. Eine speziell optimierte Beschichtung auf der Rückseite des Brillenglases reduziert die indirekte UV-Strahlung.

Erhält der Verbraucher beim Kauf von ZEISS Kunststoffbrillengläsern automatisch den vollen UV-Schutz?

Seit dem 16. April 2018 bieten alle klaren ZEISS KunststoffBrillengläser vollen UV-Schutz bis zu 400 nm. Wer sich jedoch aus welchem Grund auch immer gegen den vollen UV-Schutz entscheidet, kann Brillengläser im Index 1.5 auch ohne UVProtect Technologie beim ZEISS Partneroptiker bestellen.

Lieferbereiche: ZEISS UVProtect umfasst alle organischen Indizes (1.5-1.74) – in klaren Kunststoff-Brillengläsern.

Weitere Informationen rund um ZEISS UVProtect finden Sie unter www.zeiss.de/uv.

 

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Kommt der Artikel von der Redaktion oder ist es eine Werbeanzeige der Fa. Zeiss?

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  2. Da ist ihnen wohl beim Recherchieren ein Fehler unterlaufen, denn auch meine Rodenstockgläser, die ich im April bekam, haben einen erhöhten UV-Schutz. Diese Gläser schützen sogar bis 410 nm.

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    1. Liebe Frau Schneider,
      vielen Dank für Ihren Kommentar. Es ist völlig richtig, dass auch andere Hersteller, wie z. B. Rodenstock ein Material bieten, dass auch bei Klargläsern bis 410 nm schützt. Der Unterschied ist jedoch, dass es eine Leistung ist, die zusätzlich bestellt werden muss. Zeiss fertigt ab sofort alle Brillengläser mit diesem Polymer.
      Herzliche Grüße Ihr
      eyebizz Team

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