Am Abend des 12. August wird eine partielle Sonnenfinsternis über Europa erwartet: Von Deutschland aus gesehen wird die Sonne bis zu 90 Prozent bedeckt sein. Wer das Ereignis am Himmel beobachten möchte, sollte seine Augen unbedingt gut schützen.
Am 12. August ist in Deutschland wieder eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen (Bild: Pixabay / Chris Reich)
Die Bedeckung der Sonnenfläche liegt zwischen 90 Prozent in Freiburg und 85 Prozent in Berlin. Da die Finsternis in die Zeit des Sonnenuntergangs fällt, kann sie vielerorts besonders eindrucksvoll erscheinen.
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Sonnenfinsternis: Tipps für die Beobachtung
Auch wenn diese Sonnenfinsternis erst zwischen 19.11 Uhr und 21.03 Uhr stattfindet und die Bedeckung durch den Mond groß ist, kann auch um diese Zeit die Sonne das Auge schädigen. Insbesondere die Netzhaut trägt in kürzester Zeit irreparable Schäden davon.
Um die Sonnenfinsternis sicher zu beobachten, eignen sich sogenannte Sonnenfinsternis-Brillen. Diese Schutz- oder Folienbrillen weisen besondere Filter-Eigenschaften auf. Es dürfen höchstens 0,001 Prozent des Sonnenlichts durchkommen. Daher dürfen Folien oder Gläser keine Kratzer oder sonstige Beschädigungen haben.
Für Kinder noch besser geeignet ist die Projektionsmethode durch eine Lochkamera (Camera obscura). Sie gilt als sicherste Methode zur Beobachtung, da man nicht direkt in die Sonne guckt. Sie lässt sich außerdem leicht selbst bauen. Je größer der Karton, desto geringer ist das Risiko für Kinder, aus Versehen doch in die Sonne zu schauen.
„Die Sonnenfinsternis 2026 kann man sicher beobachten. Allerdings sollte man sich weder durch die hohe Abdeckung der Sonne noch die einsetzende Dämmerung dazu verleiten lassen, die Augen weniger gut zu schützen: Der direkte Blick in die Sonne kann das Auge auch dann schädigen“, sagt Dr. Daniela Weiskopf, Leiterin des Fachgebietes Optische Strahlung am BfS. „Nur geprüfte Schutzbrillen oder eine indirekte Beobachtung sind sicher.“
Geeignete Schutzbrillen
Auf bestimmte Tipps, die etwa im Internet kursieren, sollte man sich nicht verlassen: Kein zuverlässiger Schutz für die Augen und gefährlich sind zum Beispiel schwarze Filmstreifen, mit Kerzenruß geschwärzte Gläser, gefaltete Rettungsdecken, Sonnenbrillen, Schweißerbrillen oder Gletscherbrillen, Röntgenbilder und CDs.
Auf keinen Fall sollte man eine Sonnenfinsternis durch Ferngläser, Teleskope oder Kameras ohne geeigneten Filter verfolgen. Sie bündeln die Sonnenstrahlen und verstärken Augenschäden. Im Fachhandel werden spezielle Filter-Aufsätze oder Folien angeboten, die vor der Optik des Geräts angebracht werden müssen.
Geeignete Schutz-Brillen sollten nach den EU-Norm als sicher für den direkten Blick in die Sonne gekennzeichnet sein. Die gültige Norm ist DIN EN ISO 12312-2. Die Brillen müssen das CE-Symbol der Europäischen Union tragen. Ihnen sollten außerdem Benutzungs- und Warnhinweise beiliegen. Eine gute Schutzbrille verfügt zudem über extrabreite Bügel und liegt gut am Gesicht an, um den Einfall von Streustrahlung ins Auge zu reduzieren.