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Einblick bei Wöhlk und Kieler KL-Spezialist

Gute Gründe, auf multifokale Kontaktlinsen zu setzen

Die partnerauge-Akademie und Wöhlk Contactlinsen hatten Mitte Juni zum digitalen Frühstücks­event geladen. Über den Bildschirm ging es live im Webinar von der Produktion in Schönkirchen bei Kiel direkt in den Praxisalltag eines in der Nähe ansässigen Kontaktlinsen-Spezialisten, der sich selbst wie der Linsenhersteller auch traditionsbewusst lieber mit „c“ in der Contactlinse schreibt.

Wöhlk Webinar Jakob Rutscher c Screenshot partnerauge
Jakob Rutscher, Leiter der Entwicklung bei Wöhlk, erklärte im Webinar in einem Videorundgang, wie Monatslinsen produziert werden (Foto: Screenshot partnerauge)

Vor 80 Jahren machte Heinrich Wöhlk in Kiel seine Idee für die ersten formstabilen Linsen publik, seitdem ist einiges passiert. Doch bis heute fertigt sein Unternehmen nicht nur in Deutschland, sondern auch das Linsenmaterial selbst. Jakob Rutscher, Diplom-Physiker und seit 13 Jahren Leiter der Entwicklung, führte per Video durch die Mold-Produktionslinie: Aus zwei Förmchen mit individuellen Stempeln entsteht im Spritzguss die Negativform, gefüllt mit dem hauseigenen Material wandert sie durch einen Durchlaufofen und polymerisiert dort. „An der Mold-Linie dauert der Durchlauf rund zwei Stunden, bis die Linse versiegelt im Blister liegt“, erklärte Rutscher. Danach folgen Autoklavieren und eine einhundertprozentige Laserprüfung, erst dann gehen die Linsen in den Versand beziehungsweise ins Warenlager, von wo sie dafür entnommen werden.

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Komplexe Fälle, nur einen Steinwurf entfernt

Einen Steinwurf entfernt von der Produktionsstätte betreibt Ole Ruchel das Fachinstitut Contactlinsen Ruchel – ein reines Termingeschäft mit Schwerpunkt auf Keratokonus und anderen Spezialfällen, in zweiter Generation geführt. „Wir machen alle Arten von Linsen“, sagte Ruchel, „aber gerne auch die Sachen, die kein anderer machen kann oder will.“ Augenärzte und Kliniken aus der Region schicken ihm dazu gezielt komplexe Fälle.

Trotzdem haben auch reguläre Monatslinsen – von Wöhlk wie auch anderen Herstellern – bei ihm einen festen Platz im Sortiment. Die Contact Life, auf die Verena Hardt von Wöhlk später im Webinar ausführlich einging, vor allem wegen des Materials: Biohydrogel. „Eine Hydrogellinse ist biokompatibler, dünner, nicht so steif“, erklärte Ruchel. „Das subjektive Tragegefühl ist oft besser, gerade für empfindliche Augen.“ Wer mehrere Silikonhydrogel-Fabrikate ohne Erfolg probiert habe, lande nicht selten bei einer guten Hydrogellinse.

Einen wachsenden Anteil macht bei Ruchel seit einiger Zeit die multifokale Versorgung aus, manchmal auch nach gescheiterten Anpassungen anderswo. Davon abgesehen nannte der Anpasser gute Gründe, auf multifokale Kontaktlinsen zu setzen. Ruchels Beispiel: ein Elektriker, der mit Gleitsichtbrille beim Verkabeln über Kopf nicht mehr klarkommt – mit Multifokallinsen seine Kabel aber wieder scharf sieht. Wichtig sei dabei immer das Erwartungsmanagement (siehe dazu auch eyebizz Kontaktlinsen-Serie in der eyebizz-Ausgabe 3.2026).

Die Aufzeichnung des Webinars gibt es in der partnerauge-Mediathek.

 


 

DAS CONTACT-LIFE-PORTFOLIO VON WÖHLK

Mit der neuen „Contact Life Multi Toric“ ist die Monatslinsenfamilie von Wöhlk komplett.

  • Material: Vitafilcon A, ein Biohydrogel mit hoher Wasserbindung und geringer Ablagerungsneigung (SICCA-Förderpreis)
  • Randprofil: schonend, zweiseitig abgerundet statt einseitig spitz – initial spürbarer, dafür bindehautschonender
  • Parameter: Sph. −12 bis +8 dpt, Toric bis Zyl. −2,75; Multi Sph. −8 bis +6 dpt, fernzentriert; Multi Toric (neu) Sphäre −5 bis +3, Zylinder −0,75/−1,25 dpi
  • Erhältlich als Zeiss-Marke oder MDR-zertifiziertes Eigenlabel, bestellbar im Wöhlk-Shop (Multi Toric vorerst per Telefon/E-Mail)

 

/// IR

 

Artikel aus der eyebizz 4.2026 (Juli/August)