Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Cem Özdemir, besuchte Ende Juli den Zeiss-Standort in Oberkochen und erhielt Einblick in das Portfolio des international agierenden Technologie-Unternehmens.
Ministerpräsident Cem Özdemir (Mitte), Andreas Pecher (Vorstandsvorsitzender der Zeiss Gruppe, rechts) und Dr. Frank Rohmund (Mitglied im Vorstand der Zeiss Gruppe, links) während des Besuchs am Zeiss-Standort in Oberkochen (Bild: Zeiss Gruppe)
Andreas Pecher, Vorstandsvorsitzender der Zeiss Gruppe, und Dr. Frank Rohmund, Mitglied im Vorstand der Zeiss Gruppe und verantwortlich für die Sparte „Semiconductor Manufacturing Technology (SMT)“, empfingen den Ministerpräsidenten.
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„Ohne die Technologie von Zeiss geht weltweit kaum ein Chip vom Band“, sagte Ministerpräsident Özdemir und zeigte sich beeindruckt von der Innovationstätigkeit des Unternehmens in Oberkochen. „Mit seiner konsequenten Ausrichtung auf Zukunfts-Technologien treibt Zeiss kontinuierlich die Entwicklung innovativer Lösungen voran. Zeiss ist ein herausragendes Beispiel für High-Tech-Innovationen made in Baden-Württemberg und elementarer Bestandteil des Chip-Ökosystems in Baden-Württemberg.“
„Unsere Ambition ist, das Unmögliche für unsere Kunden möglich zu machen, was meistens auch zu einem Wettbewerbs-Vorteil führt. Deswegen investieren wir konsequent und überdurchschnittlich in Forschung und Entwicklung und in unsere Märkte“, sagte Andreas Pecher. „Gleichzeitig ist auch Innovation bei uns niemals Selbstzweck. Wir orientieren uns strategisch an Technologien und Lösungen, die die Kunden brauchen und das Leben der Menschen weltweit verbessern.“
Das Portfolio der vier Zeiss-Sparten sei auf Megatrends wie Digitalisierung und Gesundheit ausgerichtet. Innovation Hubs, ein Ventures-Bereich sowie Programme wie „Beyond Innovation“ überführten Forschung in Anwendungen, ermöglichten Chancen außerhalb des Kerngeschäfts und stärkten die Grundlage für zukünftiges Wachstum, zum Beispiel durch das Erschließen neuer Marktfelder wie Agrartechnologie und den Einstieg in neue Technologien wie „Photonic Integrated Circuits (PICs)“.
80 Prozent aller Mikrochips mit Optiken von Zeiss hergestellt
Beim Rundgang durch die Produktionshallen erlebte der Ministerpräsident die Innovationskraft von Zeiss in der Praxis. Bei der Sparte SMT entstehen dank extremer Nanometer-Präzision Lithographie-Optiken für die globale Halbleiter-Industrie. 80 Prozent aller Mikrochips weltweit werden laut Zeiss mit Optiken der Oberkochener und den Lithographie-Systemen des strategischen Partners ASML hergestellt.
Bei High-End-Chips, die mit EUV-Lithographie – EUV steht für „extrem ultraviolettes“ Licht – hergestellt werden, sind es sogar 100 Prozent. Die Mikrochips ermöglichten unter anderem die Verarbeitung enormer Datenmengen – die Grundlage für KI-Anwendungen.
„Die Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz und der Halbleiter-Industrie hängen unmittelbar zusammen“, erklärte Dr. Frank Rohmund. „Unsere Innovationen prägen wichtige Industrien und sind aus jahrzehntelanger Forschung in Baden-Württemberg und der Zusammenarbeit mit internationalen Partnern wie ASML entstanden. Sie treiben globale Schlüsseltechnologien voran.“
Resilienz in dynamischen Zeiten
Weltweit bleibe das Wirtschaftsumfeld herausfordernd und das Wachstum verhalten. Zeiss begegne diesen Entwicklungen mit klarer Strategie. „Als Stiftungs-Unternehmen denkt und handelt Zeiss langfristig: Wir setzen auf konsequente Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie gezielte Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbs-Fähigkeit – von Kostendisziplin bis hin zu fortlaufenden Anpassungen unserer Kosten-Strukturen. So können wir auch in den kommenden Jahrzehnten Zukunfts-Technologien weltweit mitgestalten“, so Andreas Pecher.