Editorial eyebizz Ausgabe 6.2017

Was mit Menschen …

e y e d i t o r i a l „Du gewinnst nie allein. Am Tag, an dem du etwas anderes glaubst, fängst du an zu verlieren.“ MIKA HÄKKINEN, RENNFAHRER

Was mit Menschen …

Liebe Leserinnen und Leser, dieser Jobwunsch fällt oft, wenn es darum geht, was die Youngster später beruflich treiben möchten. Bloß nicht den ganzen Tag vor dem PC sitzen. Die Brut muss ja nicht gleich in die Sozialarbeit gehen. Augenoptik tut es ja auch. Oder? Der Mensch namens Kunde verändert sich laufend. Davon leben Marktforscher ganz gut. Anlässlich der Silmo in Paris (Messebericht ab S. 14) haben die Zahlenmenschen von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) einen Blick auf die Sehschwachen geworfen. In Deutschland sind sie bekanntlich mit über 60% in der Überzahl und, wie beruhigend: Es werden mehr. Immer mehr Ältere und auch – dank digitalem Leben – immer mehr Jüngere müssen mit Brillen oder Kontaktlinsen versorgt werden. Es sei denn, sie lassen sich lasern. Aber auch diese Neumodernen kommen über kurz oder lang zum Augenoptiker. Sagen wir, in der Regel, denn mancher wird sein Korrektionsbedürfnis online erfüllen.

Apropos online: Auch die zitierte GfK-Studie stellt die Digitalisierung als Ursache für die Veränderung der Wirtschaft in den Vordergrund. Wir sind ständig on. In Frankreich nutzen schon 20% der Konsumenten Handys als bevorzugtes Einkaufsmedium, global sind es 41%. Wissen Sie, wie viele Verkäufe Ihnen entgehen, weil Ihr Geschäft mobil nicht wahrnehmbar ist? Ebner-Verlagsleiter Uwe Kampen empfiehlt den Online-Check per Local Listing: Stimmen Ihre Adressen? Das lässt sich durch ein paar Klicks schnell herausfinden (S. 62).

Denn der Kunde von heute und morgen will Komfort und seine ganz persönlichen Bedürfnisse erfüllt sehen. 24 Stunden am Tag, an allen möglichen so genannten Touchpoints: bei facebook, Instagram, im Schaufenster, bei Google-Maps. Wenn den Zahlen- Jongleuren in Paris der Slogan „Das Ende des Verkaufs, wie wir ihn kannten“ auch zu weit geht, Transformation ist ein Muss. Denn internationale Entwicklungen alarmieren: Amerikanische Einkaufszentren verzeichnen einen Umsatzrückgang von 50%. In England stehen 14% der Ladengeschäfte leer. In Belgien schließen voraussichtlich 30.000 von 80.000 Geschäften. Wird es in Deutschland anders sein? Ist der augenoptische Markt überhaupt betroffen? Bei uns und europaweit, so die Marktforscher, liegt der Online-Verkauf von Korrektionsbrillen immer noch bei rund 5%. 63 von hundert Befragten erinnern sich, ihre letzte Brille bei einer Kette gekauft zu haben.

Ein Viertel wurde bei einem unabhängigen Augenoptiker fündig. Insgesamt ist der stationäre augenoptische Handel verkaufsstark. Doch die Kunden werfen vorab den Blick ins Internet, um sich Informationen von Unternehmenswebsites zu holen. Dann erwarten sie jedoch, so die weiteren Ergebnisse, von Ihnen vor allem über die eigenen Sehbedürfnisse befragt zu werden.

Da ist er wieder, der Mensch und zwar in all seiner Vielfalt: als starker Mann, Marken-Freak (S. 10), Autofahrer (S.18), Bürospezies (S.24), Sportler, Kind, Business-Frau (S. 26), Mitarbeiter (S. 60), und immer individuell.

Mit vielen Impulsen für Ihren Jahres-Endspurt!

Herzliche Grüße Ihre

PS: Für Anregungen, Kommentare und Kritik – schreiben Sie mir einfach: hoeckmann@eyebizz.de

 

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