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Seiko Optical Europe 2018

Konzentration auf das Wesentliche

Beim Neustart in das laufende Jahr hat sich beim Brillenglashersteller Seiko Optical Europe (SOE) einiges getan: Die Produktion in Lippstadt wurde aufgegeben, der europäische Firmensitz verlegt. Seiko konzentriert sich mehr aufs Kerngeschäft, und es wird ein neues Partnerprogramm geben.

Über die Neuerungen rund um Seiko Optical gaben Dirk Beckmann, Marketing EMEA, Vertriebsdirektor Heiko Giloj und die Marketingverantwortliche für Deutschland, Susan Hiller, gemeinsam Auskunft.

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eyebizz: Vor drei Jahren startete Seiko europaweit mit einem pointiert emotionalen Auftritt von Seiko Curved, den gekurvten Sportgläsern in Kombination mit dem später bei der Silmo prämierten Seiko Xchanger Konzept. Brille-Tragen wurde mit den Wünschen der Endverbraucher emotional verbunden. Frische Bilder, eine tolle Kampagne. Jetzt setzt das Unternehmen global auf einen einheitlichen Markenauftritt. Wie kam es zu dieser Unternehmensentscheidung?

Dirk BeckmannDirk Beckmann: Im umkämpften augenoptischen Markt war es entscheidend, eine einzigartige Premium-Markenpersönlichkeit für den globalen Markt zu entwickeln. Das ist uns mit dem Leitgedanken „Precision for Vision” gelungen. Seikos visuelle, konzeptionelle und strategische Transformation zeigt, wo wir heute stehen und welche Visionen wir für die Zukunft haben.

Welche Bedeutung hat die Marke Seiko für Ihre Partner-Optiker?

Heiko Giloj: Der augenoptische Markt ist hart umkämpft, das spüren auch unsere Partner immer mehr. Seiko hat eine enorm hohe Markenbekanntheit, bei den für die Augenoptik relevanten Zielgruppen liegt er bei 75%. Das schafft Vertrauen, von dem unsere Partner profitieren. Der Augenoptiker kann seinen Verkauf im High-End-Bereich von Brillengläsern ausbauen und festigen.

Seit Ende März sind die Tore der Seiko-Produktion in Lippstadt geschlossen. Jetzt gilt für Seiko nicht mehr „made in Germany“, sondern „made in Europe“. Was wurde aus der Belegschaft?

Dirk Beckmann: Lippstadt zu schließen, ist uns nicht leichtgefallen. Der Hintergrund ist, dass sich das europäische Marktumfeld schnell verändert und Seiko seine Position als einer der führenden Hersteller von High-End-Brillengläsern weiter stärken will.

Bei der Umstrukturierung sind wir von den Bedürfnissen unserer Partneroptiker ausgegangen. Sie brauchen verlässlich höchste Qualität und einen möglichst schnellen Service. Die Konsequenz war, dass wir europaweit zentrale Produktionsstandorte eingerichtet haben, die optimal nah zu den jeweiligen Logistikzentren liegen. Mit Blick auf Deutschland heißt dies, dass wir ein neues Service- und Logistikzentrum in der Nähe von Frankfurt kombiniert eingerichtet haben, um kürzere Lieferzeiten in ganz Deutschland sicherzustellen.

Die Produktion erfolgt zu 90% im europäischen Ungarn, nur zum Teil zusätzlich auf den Philippinen, um Engpässe zum Beispiel für lokale Feiertage zu vermeiden. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Seiko-Brillengläser bleibt in Japan. Wir sorgen dafür, dass wir die Seiko Qualitätsstandards auch in Zukunft halten. Die europäische Qualitätssicherung bleibt in Deutschland und ist bereits zum 01. Mai mit der europäischen Vertriebszentrale in die neuen, modernen Räumlichkeiten gezogen.

Seiko ist sich der sozialen Verantwortung für die Lippstädter Belegschaft bewusst. Gemeinsam mit dem Betriebsrat wurden sozialverträgliche Lösungen geschaffen.

Was sind die drei wichtigsten Aspekte bei dem neuen Partnerprogramm, das Sie auf der opti angekündigt haben?

Susan HillerSusan Hiller: Für Augenoptiker bietet die neue Markenausrichtung Premium-Produkte, individuelle Unterstützung im digitalen Bereich und alle Vorzüge eines exklusiven Netzwerks. Neben der hohen Markenbekanntheit und dem positiven Markenimage wird das neue, exklusive Partnerprogramm, das im zweiten Halbjahr 2018 eingeführt wird, ein wesentlicher Baustein für den gemeinsamen Erfolg. Dem Credo absoluter Präzision folgend, findet hier eine exakte Ausrichtung auf die Bedürfnisse des unabhängigen Augenoptik-Fachbetriebs statt. Ausdrücklich erwünscht sind – ergänzend zur internen Marktforschungs- und Entwicklungsarbeit – der individuelle Input und die konstruktive Beteiligung von unseren Partnern.

Früher waren auch Fassungen ein Standbein für Seiko Optical. Die Produktion von Starvision und S2 wurde zum Jahresbeginn aber eingestellt. Andere Brillenglashersteller schmieden aktuell Kooperationen mit Fassungsherstellern oder fusionieren gar. Welche Strategie liegt hinter dem Schritt bei Seiko?

Beckmann: Vor dem Hintergrund des globalen Markenauftritts und der Analyse der Kundenbefragungen war die Entscheidung einfach. Damit lag die Konzentration auf unsere Kernmarke auf der Hand. Mit der Bereinigung des Produktportfolios ist die strategische Neuausrichtung der Distribution von großer Bedeutung: Zum Jahreswechsel trat die neue, erweiterte Kooperation mit unserem Vertriebspartner Lunettes Grasset Associés in Kraft. Neben der Distribution aus einer Hand für ganz EMEA, erweitern wir unsere langjährige Partnerschaft um die Bereiche Produktentwicklung und Kollektionspflege mit dem Ziel, schneller auf Marktentwicklungen reagieren zu können.

Wir danken Ihnen allen für das Gespräch! // CH

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