Die Brillen-Trends 2027, zusammengestellt vom KGS (Berlin), sind wieder vielfältig: markant oder minimalistisch, retro oder futuristisch. Gegensätze geben den Ton an. Was kommt, was bleibt und was sich verändert.
Brillen-Trends 2027 – voller Gegensätze (Bild: KI-generiert von Vilius Kukanauskasa auf Pixabay)
Geometrische Formen zeigen Kante, Pilotenbrillen und 90er-Styles gehen in die nächste Runde. Ungewöhnliche Material-Kombinationen, effektvolle Oberflächen und getönte Gläser setzen neue Akzente. Selbst sportliche Elemente schaffen laut KGS (Kuratorium Gutes Sehen) den Sprung in den modischen Alltag.
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Brillen-Trend 1: Geometrie zeigt Kante
Geometrische Formen rücken deutlich nach vorn. Gerade Linien, ungewöhnliche Winkel und hohe oder doppelte Stege geben den Fassungen eine fast architektonische Anmutung.
Auch die dritte Dimension spielt mit: Facetten, Abschrägungen und unterschiedlich starke Partien lassen vor allem Acetat plastischer und fast skulptural wirken. Besonders raffiniert: Bei manchen Modellen spielen Fassung und Brillenglas mit unterschiedlichen Konturen.
Brillen-Trend 2: Retro bleibt und bekommt ein Update
Der Klassiker hebt wieder ab. Neben der bekannten Aviator-Form zeigen sich kantigere Varianten im Navigator-Stil. Tiefe Tropfengläser geben dem Aviator seinen lässigen, weicheren Charakter, die geradere Navigator-Form wirkt grafischer und markanter.
Feines Metall hält den Look leicht, kräftigere Rahmen und deutliche Farbkontraste machen daraus ein Statement. Auch die 90er mischen wieder mit: Ovale, runde und weich-rechteckige Formen in Braun-Nuancen und glänzenden Oberflächen bringen ihren reduzierten Glamour zurück.
Warmes Acetat trifft auf kühlen Stahl, leichtes Titan verbindet sich mit fein strukturiertem Carbon. Der Reiz liegt im Kontrast von Materialien und Oberflächen.
Lackierte, irisierende oder perlmutt-schimmernde Partien spielen mit dem Licht, gebürsteter Stahl, sandgestrahltes Acetat oder satiniertes Recycling-Aluminium setzen matte, fast samtige Akzente.
Brillen-Trend 4: Vom Radweg auf den Laufsteg
Große, gebogene Gläser und dynamische Linien erinnern an Rad-, Trail- oder Skibrillen. Helle oder sanft getönte Gläser und zurückhaltende Fassungsfarben holen die sportliche Silhouette in die Mode. So funktioniert der Look auch zu klar geschnittenen Blazern, fließenden Kleidern oder minimalistischen Outfits – gerade der Kontrast macht ihn zum Hingucker.
Verspiegelte oder intensiv getönte Gläser und leuchtende Farben schieben ihn wieder stärker Richtung Sport. Wer eine Sehkorrektion braucht, sollte die starke Wölbung schon bei der Fassungswahl mit dem Augenoptiker klären – nicht jedes Modell eignet sich für jede Sehstärke.
Welcher Brillen-Trend passt zu wem?
Geometrie: Kantige Fassungen geben weichen, vollen Gesichtszügen mehr Kontur. Gerade Oberlinien harmonieren am besten mit eher geraden Brauen. Hohe Stege verlängern kurze Nasen optisch, tiefe Stege lassen lange Nasen kürzer wirken.
Retro: Runde und ovale 90er-Formen sind besonders anpassungsfähig. Tiefe Aviator-Modelle können lange Gesichter ausgleichen, bei trapezförmigen Gesichtern aber die breitere untere Partie unvorteilhaft betonen.
Materialmix: Glänzende Oberflächen können die Brille wie ein Schmuckstück wirken lassen – Metallfassungen verstärken diesen Effekt. Matte und satinierte Oberflächen wirken dezenter und lassen dem Gesicht den Vortritt.
Sport: Stark gebogene Fronten müssen zum Gesicht passen: Sie sollten weder an Wangen oder Wimpern anstoßen noch an den Schläfen drücken oder seitlich abstehen.