Ocumeda (München) erweitert sein Angebot: Nach einer erfolgreichen Pilotphase steht der Augen-Check-Up für Diabetiker ab sofort allen Partneroptikern im Ocumeda-Netzwerk in Deutschland zur Verfügung.
Ocumeda erweitert sein Angebot um den Augen-Check-Up für Diabetiker (Bild: Ocumeda)
Den Bedarf zeigen die Zahlen: In Deutschland sind rund zehn Millionen Menschen von Diabetes betroffen, wobei insbesondere die Prävalenz von Typ-2-Diabetes weiter steigt. Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für krankhafte Veränderungen der Netzhaut. Eine diabetische Retinopathie kann insbesondere in frühen Stadien lange ohne spürbare Beschwerden verlaufen und unbehandelt das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigen.
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Regelmäßige augenärztliche Netzhautkontrollen sind deshalb ein fester Bestandteil der strukturierten Diabetes-Versorgung und in den Disease-Management-Programmen der gesetzlichen Krankenkassen in regelmäßigen Abständen vorgesehen. Auch der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) unterstreicht diese Empfehlung (Quelle: augeninfo.de). Dennoch nimmt mehr als ein Drittel (Quelle: edoc.rki.de) der Betroffenen die empfohlene Augenvorsorge nicht wahr. Unter anderem deshalb zählt die diabetische Retinopathie zu den häufigsten Ursachen für Erblindung in der Bevölkerung im erwerbstätigen Alter (Quelle: aerzteblatt.de).
Augenoptiker sind in der idealen Position, mit einem wohnortnahen Angebot dazu beizutragen, die existierenden Zugangshürden zu senken. Sie ermöglichen es Diabetikern, die notwendige Augenvorsorge deutlich leichter in ihren Alltag zu integrieren.
Beim Augen-Check-Up für Diabetiker wird zusätzlich zur makula-zentrierten Aufnahme je Auge eine weitere, papillen-zentrierte Netzhaut-Aufnahme angefertigt. Ergänzend werden spezifische Gesundheitsfragen erhoben, etwa zu Diabetestyp, Erkrankungsdauer und Blutzuckerwert. Fachärztinnen und -ärzte für Augenheilkunde werten die Aufnahmen anschließend digital aus. Der Befundbericht umfasst die gezielte fachärztliche Verdachtsdiagnose einer diabetischen Retinopathie einschließlich des Stadiums.
Möglich wird diese Leistung durch das besondere Versorgungsmodell von Ocumeda: Die Befundung des Augen-Check-Ups ist eine ärztliche Leistung und wird nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet. Es entsteht ein Behandlungsvertrag zwischen Optikerkunden und Augenärzten. Damit schaffe Ocumeda den rechtlichen Rahmen, in dem eine Befundung durch Augenärztinnen und Augenärzte vorgenommen werden kann. Als erster Dienstleister macht Ocumeda dieses spezielle Angebot über den Augenoptiker zugänglich. Bei weiterem Abklärungsbedarf erhalten Betroffene konkrete Handlungs-Empfehlungen und werden in die örtliche augenärztliche Versorgung geleitet.
Ocumeda: Für Augenoptik relevantes Potenzial
Für die Augenoptik eröffnet das Angebot relevantes Potenzial: Rund zehn Millionen Menschen mit Diabetes in Deutschland bilden eine große Zielgruppe mit regelmäßigem Vorsorgebedarf. Für Augenoptikbetriebe entstehen dadurch wiederkehrende Kontaktanlässe und die Möglichkeit, ihre Kundinnen und Kunden langfristig rund um ihre Augengesundheit zu begleiten. Die Erweiterung sei für teilnehmende Betriebe ohne zusätzliche Kosten verfügbar.
„Regelmäßige Augenvorsorge ist für Menschen mit Diabetes unverzichtbar. Bereits in der Pilotphase lag die Quote auffälliger Befunde bei rund 40 Prozent und damit etwa doppelt so hoch wie im regulären Ocumeda-Augen-Check-Up. Das zeigt, wie wichtig es ist, mehr Menschen mit regelmäßiger Augenvorsorge zu erreichen. Mit dem neuen Augen-Check-Up für Diabetiker schaffen wir dafür einen zusätzlichen Zugang direkt im Alltag der Menschen. Betroffene erhalten innerhalb kurzer Zeit eine fachärztliche Beurteilung ihrer Netzhaut und werden bei Auffälligkeiten gezielt in die weitere augenärztliche Versorgung geleitet. So können wir dazu beitragen, relevante Veränderungen frühzeitig zu erkennen und die notwendige Versorgung rechtzeitig einzuleiten“, sagt PD Dr. med. Catharina Busch, Fachärztin für Augenheilkunde und Medizinische Leitung bei Ocumeda.
Quelle: Ocumeda
Mehr Informationen zu Ocumeda und Augen-Vorsorge gibt es auch in der Webinar-Reihe „Augenscreening von vorne bis hinten“ unter diesem Link.