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Wenn Mensch und Maschine zusammen umsetzen

Jahresplanung 2026 mit KI

Neues Jahr, neue Ziele – und der Druck, das Vorjahr zu toppen. Der Jahresauftakt bedeutet für Unternehmen Rückblick, Ausblick und aufwändige Planungen. Augenoptiker wollen ihre Position vor Ort stärken und neue Zielgruppen erreichen, Hersteller sollen Umsatzsteigerungen liefern. Da kommt jede Unterstützung recht – inklusive KI!

Jahresplanung mit KI Augenoptik (Sandra Schubert, generiert mit KI)
Jahresplanung 2026 mit KI (Bild: Sandra Schubert, generiert durch KI)

Szene 1: Jahresauftakt im Augenoptik-Fachgeschäft

Montagabend im Januar. Nach Ladenschluss trifft sich das Team eines lokalen Augenoptikers. Auf dem Tisch: die neue eyebizz, Kaffeetassen, ein Umsatzüberblick, die Marketingplanung aus 2025. Fünf Menschen sitzen im Raum und planen 2026, aber sie wissen noch nicht so recht, wie der Einstieg gelingen soll.

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Die Inhaberin, nennen wir sie Katharina, steht am Kopf des Tisches. Auf dem Bildschirm hinter ihr eine Tabelle mit drei Spalten – „Keep“, „Stop“, „Start“. Daneben ein Laptop mit geöffnetem KI-Tool, Projektname: „Jahresplanung 2026“. „Dieses Mal machen wir das anders“, beginnt Katharina. „Wir starten mit dem, was gut läuft, und die KI hilft uns, alles zu sammeln und zu sortieren. Was wollen wir 2026 unbedingt beibehalten?“.

Die Optometristin meldet sich: „Unsere ausführlichen Sehtests mit den integrierten Screenings. Die Kunden sind danach deutlich erleichtert.“ Ein Kollege ergänzt: „Und unsere Insta-Serie mit echten Kundengeschichten. Jedes Mal kommen direkt Termin-Anfragen.“ Katharina tippt Stichworte ins Laptop. Im Hintergrund clustert die KI und fasst zusammen.

Dann die zweite Spalte. „Was sollten wir 2026 besser nicht mehr tun?“ Kurzes Schweigen, dann ein Seufzer. „Die Rabattaktionen vor Weihnachten. „Wir hatten Stress ohne Ende, aber unterm Strich blieb kaum etwas hängen.“ „Und die Flyer-Auslage in anderen Geschäften“, wirft ein anderer ein. „Niemand weiß, ob die etwas gebracht hat.“ Wieder fließen Stichworte ins System. Die KI antwortet knapp: „Hoher Aufwand, wenig messbarer Effekt: Ressourcen in zielgerichtete Aktionen umschichten.“ Dinge, die sonst vage bleiben, stehen plötzlich klar auf dem Bildschirm.

Zum Schluss „Start“: „Was wollen wir 2026 neu anfangen? Welche Zielgruppen haben wir bisher liegen lassen?“ Katharina gibt die Frage ins KI-Tool ein. „Mehr Termine rund um Arbeitsplatzbrillen, gerade bei Firmen im Gewerbegebiet“, kommt aus der Runde. „Und endlich eine Kampagne für unsere Augenscreenings.“ Die Ideen werden gesammelt, die KI sortiert nach Themen: Gesundheitsangebote, Firmenkooperationen, Aktionswochen. Aus einem Ideenhaufen entsteht ein roter Faden. Die Jahresplanung beginnt nicht mit Zahlen, sondern mit ehrlichem Feedback der Beteiligten. Und mit der Unterstützung eines KI-Tools, das strukturiert Vorschläge macht.

Szene 2: Vertriebsmeeting beim Brillenglas­-Hersteller

Ein paar Tage später, anderer Ort. In einem Konferenzraum bei einem Brillenglas-Hersteller sitzen zehn Außendienstmitarbeitende an einem langen Tisch. Auf dem Bildschirm: Umsatzkurven, Gebietsvergleiche, Listen mit Top- und Potenzialkunden. Der Vertriebsleiter möchte mehr erreichen (natürlich!)  – aber nicht nur „irgendwie“ bessere Zahlen generieren.

Auf seiner Folie steht „SWOT-Analyse 2025/2026“. Ein Icon symbolisiert den integrierten KI-Agenten, der nicht nur mitschreibt, sondern auch mitdenkt, weil er den Kontext kennt. „Starten wir mit unseren Stärken“, sagt die Führungskraft. „Was schätzen unsere Augenoptiker konkret an uns?“ Eine Kollegin nennt die Schulungsabende vor Ort mit echten Kundenfällen, ein Kollege die Co-Marketing-Kampagnen mit Social-Media-Paketen und Plakatmotiven. Die KI gruppiert sie unter „Partnerentwicklung“, „Wissensaufbau“ und „lokales Marketing“.

Dann die Schwächen: „Flächenbesuche ohne klares Ziel“, wirft jemand ein. Standardpräsentationen, die nicht zur Ausrichtung des Kunden passen, kommen dazu. Die KI fasst zusammen: „Viele Aktivitäten ohne definiertes Gesprächsziel. Empfehlung: Besuche nur mit klarer Absicht und KI-Vorbereitung planen.“

Anschließend Chancen und Risiken, es werden einige Möglichkeiten identifiziert: strukturierte Besuchs­zyklen statt Zufallsfahrten, gemeinsame Jahresplanung mit Schlüsseloptikern und digitale Sprechstunden für Produktfragen. Aber auch „Abhängigkeit von größeren Kunden und Verdrängung durch günstigere Konkurrenten“.

In der Interaktion von Mensch und Maschine entsteht ein Bild, das vorher möglicherweise nur in Bruchteilen existierte: Welche Augenoptiker brauchen welche Art von Unterstützung? Wo darf der Außendienst weniger Zeit investieren? Wie gelingt mehr Fokus auf das Wesentliche?

Vom Storytelling zur Realität

Wie werden solche Szenarien zur gelebten Praxis? Die folgenden Schritte helfen, die Jahresplanung 2026 gemeinsam mit einer KI auf stabile Füße zu stellen:

1. Vorbereitung: Ziel, Kontext und Methode mit KI klären

Am Anfang steht die Frage: „Welches Ziel hat unser Meeting?“ Formulieren Sie Ziel, Rahmenbedingungen und beteiligte Rollen und lassen Sie sich von der KI passende Methoden und Leitfragen vorschlagen. So entsteht ein roter Faden, bevor sich im Raum Ratlosigkeit einstellt.

2. Meeting live dokumentieren und strukturieren lassen

Ob am Flipchart oder digital: Die KI kann Notizen, Stichworte und Fotos von Pinnwänden in Sekundenschnelle ordnen, clustern und verdichten. Aus Sammelnotizen werden klare Themenblöcke, aus denen sich ein sinnvoller Maßnahmenplan ableiten lässt.

3. Vom Brainstorming zum konkreten Plan

Stehen die Themen, folgt die Planung von Budget, Personal und Zeitfenster. Moderne Reasoning-Modelle geben Antworten auf offene Fragen und liefern Vorschläge für logische Schritte und Ablaufpläne. Beispiele für hilfreiche Modelle sind Chat GPT „Thinking“ oder Google Gemini 3.0 – sie geben klare Handlungsempfehlungen.

4. Im KI-Projekt arbeiten statt in Einzelsessions

Wer die Jahresplanung als eigenes KI-Projekt anlegt, schafft sich eine virtuelle Arbeitsmappe. Alle Chats, Notizen und Szenarien laufen an einem Ort zusammen. Zusätzliche Daten, wie etwa Marketingpläne oder Zielgruppendefinitionen, können als Kontext geladen werden. So greift jede neue Auswertung auf die Historie zurück, statt das Thema jedes Mal neu aufzusetzen.

5. Ergebnisse messbar machen – und im Dialog nachsteuern

Der Schritt, an dem viele Teams scheitern, ist die Übersetzung in messbare Ziele. Die KI kann aus den geplanten Maßnahmen Kennzahlen und Action Points ableiten – vom Brillenglas-Preisdurchschnitt über Screening-Quoten bis zur Anzahl qualifizierter Termine pro Quartal. Daraus entsteht ein kompakter Quartalsplan mit klaren Messgrößen. Nach dem ersten Quartal lassen sich die Ergebnisse wieder gemeinsam mit der KI reflektieren und Maßnahmen für das nächste Quartal anpassen.

Fazit: Jahresplanung als laufender Dialog

So steht am Ende nur die Frage: Bleibt es bei einer inspirierenden Geschichte oder wird aus dem skizzierten Vorgehen eine gelebte Jahresplanung 2026? Die Szenen zeigen, was passiert, wenn Menschen ihre Erfahrung und Entscheidungskompetenz einbringen und die KI Struktur, Tempo und messbare Ziele liefert. Statt „noch ein Planungsmeeting mehr“ entsteht ein laufender Dialog: Was behalten wir bei, was stoppen wir, was starten wir? Um die generative KI als Sparringspartner zu nutzen, ist ein KI-Kompetenzaufbau bei Führungskräften und Team unabdingbar. Nur so spart die KI Zeit und schafft Freiräume für wichtige menschliche Aufgaben.

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Artikel aus der eyebizz 1.2026 (Januar/Februar)

 

Sandra Schubert ist Vertriebsexpertin, KI Marketing und Digital Sales Managerin – und „überzeugte Möglichmacherin“. Mit über zehn Jahren Erfahrung in der Vermarktung von Brillen und Kontaktlinsen kennt sie die ­Herausforderungen und Chancen der Augenoptik aus erster Hand. Als erfahrene Trainerin, Rednerin und Coach bringt sie Menschen dazu, mit mehr Persönlichkeit, Struktur und KI-Verstand zu verkaufen. www.schubs.com

 

Christian Tilleke ist Augenoptikermeister mit über 15 Jahren Erfahrung in der augenoptischen Industrie. 2023 gründete er die Social-Media-Agentur Pacemaker, mit der er Unternehmen verschiedener Branchen in der digitalen Kommunikation unterstützt. Als Anwender von etlichen KI-Tools teilt er sein Wissen und seine Erfahrungen praxisnah – immer mit dem Ziel, digitale Potenziale verständlich und gewinnbringend nutzbar zu machen. www.agentur-pacemaker.de

 


Praktische KI-Seminare der Autoren für Augen­optiker und Außendienst gibt es hier: eyebizz-Leser, die sich unter service@eyebizz.de melden, erhalten 100,- Euro Nachlass.