Der österreichische Brillenhersteller Silhouette verabschiedet sich am Standort Linz vollständig von fossilem Erdgas. Mit der Elektrifizierung zentraler Produktions-Prozesse ist die Brillen-Produktion seit April 2026 zu 100 Prozent erdgasfrei.
Thomas Windischbauer, COO der Silhouette Group, „dreht der Produktion den Gashahn zu“ (Bild: Silhouette Group)
Dieser Schritt spare jährlich hunderte Megawattstunden Erdgas und über 100 Tonnen CO₂. Anlässlich des World Earth Day am 22. April wollte das Familien-Unternehmen zeigen: Industrie kann Teil der Lösung sein.
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„Die Dekarbonisierung der Industrie gehört zu den großen Herausforderungen unserer Zeit. Mit dem Verzicht auf Erdgas an unserem Standort in Linz zeigen wir, dass nachhaltige Produktion auch in der Industrie möglich ist. Unser Anspruch ist es, diesen Wandel aktiv mitzugestalten – als Innovationstreiber und als Vorbild für unsere Branche“, so Thomas Windischbauer, COO der Silhouette Group.
Ein wichtiger Meilenstein wurde bereits 2025 erreicht: In der Lackiererei wurde die Abluftreinigungs-Anlage von gasbetriebener Nachverbrennung auf eine elektrische Lösung umgestellt, die vollständig mit Ökostrom betrieben wird – so weit wie möglich aus Eigenproduktion. Dadurch würden jährlich rund 363 MWh Erdgas eingespart und etwa 85 Tonnen CO₂ vermieden.
2026 folgt der letzte Schritt: Mit der Umstellung der letzten gasbeheizten Lagerhalle werden weitere 70 MWh Erdgas und rund 18 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart.