Ergebnisse der GfK für Oktober 2018

Konsumklima bleibt stabil

Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt im Oktober kein einheitliches Bild, wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg mitteilte. Während Konjunktur- und Einkommenserwartung Einbußen hinnehmen müssen, legt die Anschaffungsneigung wieder zu. Für November prognostiziert die GfK ein gegenüber dem Vormonat unverändertes Konsumklima von 10,6 Punkten.

GfK: Indikator für Konsumklima im Oktober 2018
Entwicklung des Konsumklima-Indikators im Verlauf der letzten Jahre (Quelle: GfK)

Die Stimmung der deutschen Verbraucher zeigt im Oktober gegenüber dem Vormonat eine Gegenentwicklung. Konjunktur- und Einkommenserwartung, im September noch mit Zuwächsen, erleiden aktuell Verluste. Dagegen legt die Anschaffungsneigung auf ohnehin schon sehr hohem Niveau noch einmal zu. Noch im Vormonat gehörte sie zu den Verlierern. Da die Sparneigung aktuell deutlich zurückgeht, bleibt das Konsumklima unverändert.

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Konjunkturerwartung mit Verschnaufpause

Die Konjunkturaussichten legen im Oktober offenbar eine erste Verschnaufpause ein. Nachdem sie zuvor zwei Monate in Folge stiegen, müssen sie aktuell einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Der Indikator verliert 8,1 Zähler und sinkt damit auf 19,0 Punkte. Ob damit seine Erholung schon wieder beendet ist oder es nur eine vorübergehende Schwäche ist, müssen die kommenden Monate zeigen.

Dennoch liege die Konjunkturerwartung noch immer deutlich über ihrem langjährigen Durchschnittswert von null Punkten. Die Konsumenten gehen nach wie vor davon aus, dass die deutsche Wirtschaft sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr auf einem soliden Wachstumspfad bleibt.

Die Dynamik, die vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2017 zu verzeichnen war, kann allerdings nicht beibehalten werden. Hierfür seien in erster Linie außenwirtschaftliche Faktoren verantwortlich. Der Handelskonflikt der USA mit der EU ist trotz einer beruhigten Lage nicht abschließend gelöst, mit China ist der Streit sogar noch eskaliert. Zudem zeichnet sich mehr und mehr ab, dass ein harter Brexit bevorsteht. Dies dürfte den Optimismus der Verbraucher sicherlich nicht beflügeln.

Einkommenserwartung im Schlepptau schwächerer Konjunkturaussichten

Im Schlepptau schwächerer Konjunkturerwartungen erleiden auch die Einkommenserwartungen im Oktober Verluste. Allerdings sind die Einbußen mit einem Minus von 3,5 Zählern weitaus geringer als beim Konjunkturindikator. Aktuell weist die Einkommensstimmung 54,4 Punkte auf. Nach wie vor ist das Niveau also überaus hoch.

Die exzellente Lage auf dem Arbeitsmarkt mit steigender Erwerbstätigkeit sowie sinkender Arbeitslosigkeit sorgt weiter für eine positive Stimmung bei den Beschäftigten im Hinblick auf die Entwicklung ihrer Einkünfte. Und dieser Optimismus sei sehr wohl begründet. Dank der anhaltend hohen Nachfrage nach Arbeitskräften bleiben auch die Aussichten auf solide steigende Löhne und Gehälter erhalten. Durch die Koppelung der Altersbezüge an die Lohnentwicklung profitierten davon auch die Rentner. Auch sie werden reale Einkommenszuwächse zu verzeichnen haben.

Anschaffungsneigung legt wieder zu

Nach dem Rückgang im Vormonat legte die Anschaffungsneigung im Oktober wieder zu. Mit einem Plus von drei Zählern wurden die Einbußen sogar mehr als kompensiert. Aktuell weist der Indikator 55,9 Punkte auf. Er behauptet und bestätigt damit sein exzellentes Niveau. Die Verbraucher sind damit weiter in einer ausgesprochenen Konsumlaune.

Offenbar unbeeindruckt von externen Risiken, wie Handelskonflikt und Brexit, sind die Konsumenten bereit, ihr Geld auszugeben. Denn das Sparen ist nach wie vor keine attraktive Alternative; aktuell sei die Sparneigung sogar noch einmal gesunken. Die Angst vor Jobverlust bleibt gering und damit die Planungssicherheit hoch. Das kurbele den Konsum – und hier vor allem größere Anschaffungen – an.

Konsumklima unverändert

Als Folge dieser uneinheitlichen Stimmungsentwicklung bleibe das Konsumklima im November unverändert bei 10,6 Punkten. Der Indikator behaupte damit sein insgesamt gesehen gutes Niveau. Er bestätige darüber hinaus seine Rolle als wichtige Stütze der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland.

Die GfK bestätigt seine Prognose, wonach der private Konsum in diesem Jahr real um 1,5 Prozent steigen werde.

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der einzelnen Indikatoren im Oktober im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr:

GfK: Oktober 2018 - Konsumklima
Quelle: GfK

 

Quelle: Gesellschaft für Konsumforschung (GfK)

 

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