2026 wurde erstmals der opti Visionary Award verliehen, der Publikums-Preis der opti für die beste Innovation des Jahres. Auf der Start-up-Fläche in Halle C3 stellten sich acht junge Unternehmen aus Augenoptik und Hörakustik mit ihren Ideen vor. Gewonnen hat pickz ai mit der digitalen Unterstützung für die Brillenberatung.
opti-Director Cathleen Kabashi (links) und die glücklichen Preisträger des ersten „opti Visionary Award“: das Start-up pickz ai mit Yash Luthra, Alexandra Stella Kluge und Stefano Markovic (von links) (Bild: opti / GHM)
474 Messe-Besucher nahmen laut opti-Team an der Abstimmung teil, davon bekam pickz ai (Web: pickz.ai) mehr als die Hälfte der Stimmen (259), mehr als doppelt so viele wie der Nächstplatzierte (120). Entsprechend glücklich waren die drei Gründer aus Hamburg: Yash Luthra (CEO), Alexandra Stella Kluge (CMO/CFO) und Stefano Markovic (CTO).
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Yash Luthra: „Dass uns die opti-Besucher zum interessantesten Start-up der Messe gewählt haben, bestätigt uns darin, dass wir mit unseren KI-gestützten Tools im stationären Workflow genau richtig liegen. Unsere wichtigste Erkenntnis: Das hybride Erlebnis gewinnt. Kunden erwarten High-Tech, ohne auf das emotionale Erlebnis vor Ort zu verzichten. Für uns bedeutet das 2026 einen klaren Fokus auf skalierbare digitale Services und personalisierte Customer Journeys.“
Nachgefragt bei: Alexandra Stella Kluge
Wie habt Ihr drei euch gefunden?
Wir haben uns im Rahmen unseres Studiums in Hamburg kennengelernt, durch gemeinsame Lehrveranstaltungen sowie Innovations- und Gründungs-Programme. Schnell wurde deutlich, dass wir fachlich wie persönlich sehr gut zusammenpassen und ein gemeinsames Interesse an praxisnahen, digitalen Lösungen haben.
Wie kamt Ihr auf die Idee zu eurem Start-up?
Unser Mitgründer Yash stammt aus einer Augenoptiker-Familie. Eine beschädigte Brille auf einer Reise war der Auslöser, intensiver mit Brillenträgern über ihre Erfahrungen zu sprechen. Daraus entwickelte sich ein Verständnis für die Herausforderungen in Beratung, Auswahl und Entscheidungs-Findung. Nach mehreren Ansätzen wurde klar, dass wir mit unserer Kompetenz in IT, KI und Automatisierung gezielt dort unterstützen können, wo Beratungs-Prozesse zeitintensiv und komplex sind – die Brillenberatung war dafür der logischste Einstiegspunkt.
Was macht die KI konkret?
Die KI macht die Kundschaft gezielt auf passende Fassungen aufmerksam, erfasst relevante Kundendaten sowie individuelle Seh- und Trage-Anforderungen und analysiert Gesichtsform und anatomische Merkmale. Auf dieser Basis unterstützt sie die Vorauswahl und leitet Kunden strukturiert zum Augenoptik-Betrieb und durch den Beratungs-Prozess. Die persönliche Beratung wird zielgerichteter, die Treffgenauigkeit bei der Fassungswahl steigt, Fehl-Entscheidungen werden reduziert.
Für Augenoptiker bedeutet das unter anderem einfache Neukunden-Gewinnung, weniger zeitaufwendige Routine-Tätigkeiten, durchgängige digitale Daten-Erfassung für Beratung, Verkauf und Einkauf. Und Brillenhersteller profitieren von einer datenbasierten, digitalen Präsentation ihrer Kollektionen ohne Streuverluste.