Es geht zurzeit wohl den meisten so: Man macht sich Gedanken zur Zukunft, die Tage des Nichtstuns werden länger. Dabei wird die vertikale Stirnfalte immer tiefer. Doch gerade in der Krise zeigt sich, wer ein guter Unternehmer oder Mitarbeiter ist. Der Grundsatz „nur die Starken werden überleben“ hat eine neue Bedeutung bekommen.
Was bedeutet „stark sein“? Ich bin der Meinung, gerade jetzt bedeutet Stärke, dass man dazu fähig ist, sein bisheriges berufliches Wirken zu analysieren. Natürlich ist so ein Prozess anstrengend und könnte viel Arbeit auslösen, doch ich rate Ihnen auf jeden Fall dazu. Wir alle haben Entwicklungspotential, das wir nun entdecken und fördern müssen.
Als Mitarbeiter könnte folgende Frage sinnvoll sein:
„Auf einer Skala von 1(Flop) bis 10 (Top): Wie zufrieden bin ich an meiner aktuellen Arbeitsstelle?“
Wenn Sie hier nicht einen Wert von 7 oder mehr erreichen, dann würde ich Sie gar nicht in meiner Firma haben wollen. Sie könnten sich aber überlegen, was Sie selbst beitragen könnten, um Ihren Zufriedenheitsgrad zu steigern. Denn nur zufriedene Mitarbeiter haben eine wirklich gute Performance. Auf jeden Fall sollten Sie mit einer ehrlichen Selbstreflexion beginnen und dann vielleicht ein Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten führen, um danach nötige Konsequenzen zu ziehen.
Selbstreflexion gilt auch für Unternehmer und Führungskräfte. Hier geht es dann um Fragen der strategischen Ausrichtung:
Sind Sie noch auf dem richtigen Weg? Wohin soll die Reise gehen?
Wie erfolgreich waren Sie in den letzten 12 Monaten?
Wissen Sie, wie zufrieden Ihre Kunden mit Ihrem Unternehmen sind?
Welches Thema spielt Innovation in Ihrem Unternehmen?
Haben Sie wirklich die richtigen Industriepartner/Lieferanten an Ihrer Seite?
Wie sieht Ihr Team aus? Ist es „hungrig“? Tragen alle die Unternehmensphilosophie mit?
Nutzen Sie also die Chance, sich jetzt einen Spiegel vors Gesicht zu halten, denn die Hektik des Alltags und der Kampf ums Überleben holt Sie in den nächsten Wochen schnell wieder ein – versprochen!