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Unternehmensnachfolge - Vater und Sohn - Dieses Mal:

Dieter und Stefan Muckenhirn – Die Kontaktlinsen-Tüftler

Dieter Muckenhirn gründete die Hecht Contactlinsen GmbH in Au bei Freiburg 1978 zusammen mit zwei weiteren Kompagnons. Der 74-Jährige ist staatlich geprüfter Augenoptiker und Augenoptikermeister sowie Betriebswirt. Tochter Elisabeth verantwortet den Vertrieb in der Schweiz. Stefan ist wie sein Vater in der Geschäftsführung tätig.

Dieter Muckenhirn

Hecht: Dieter Muckenhirn

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Warum Augenoptik?

Augenoptiker bin ich durch Zufall, Berufswunsch war Radio- und Fernsehtechniker. Es gab aber nur Lehrstellen als Optiker. Das habe ich akzeptiert, ohne zu wissen, was auf mich zukommt.

Wie verlief der Einstieg der nächsten Generation? Ihr Tipp?

Stefan kam früh als Mitarbeiter zu Hecht. Aufgrund seiner Ausbildung als Diplom-Ingenieur Feinwerktechnik/Informatik war er von Anfang an im Bereich Technik in verantwortlicher Stellung, zunächst mit Prokura, dann als Geschäftsführer und seit 2012 als Gesellschafter.

Alles entwickelte sich unaufgeregt und ist es bis heute. Bei der Übergabe von Verantwortung muss Vertrauen in die Fähigkeiten der nächsten Generation da sein. Als Eltern hat man ja genügend Zeit, deren Talente zu erkennen.

Ihr Verhältnis als Vater und Sohn?

Wir hatten immer ein konfliktfreies Verhältnis. Ein offener, respektvoller Umgang ist Voraussetzung. Fragen werden früh angesprochen und diskutiert.

Gemeinsamkeiten/Gegensätze?

Wir haben gleiche Ziele, leben die gleichen Werte, schätzen auch die unterhaltsamen Seiten des Lebens. In der Firma hat unsere unterschiedliche berufliche Basis einen riesigen Vorteil: Ich weiß, wie eine Kontaktlinse aussehen soll, Stefan weiß, ob und wie man sie herstellen kann.

Besondere Leidenschaften?

Neben der Arbeit bin ich gerne sportlich unterwegs, früher mit Fußball, Karate, Tennis, heute mit dem E-Bike und genieße die tolle Landschaft.

 

Stefan Muckenhirn

Hecht: Stefan Muckenhirn

Warum Augenoptik?

Ich interessierte mich für Technik, Computer und Physik, entschied mich erst für ein Feinwerktechnik-Studium. Die Augenoptik entsprach nicht wirklich meiner Neigung. Der Einstieg bei Hecht bot sich an, weil man stark in neue, computergestützte Technologien investierte und Ingenieure benötigte.

Ihr Einstieg ins Unternehmen? Tipps?

Der Einstieg an sich war 1993 kein Problem. Wichtig war zu verstehen, wie ein Unternehmen funktioniert. Man wird zwangsläufig mit den Eltern verglichen und sollte von Beginn an seinen Standpunkt vertreten.

Ich konnte den Technologie-Bereich maßgeblich entwickeln und mit der Aufgabe wachsen. Ein Unternehmen mitzugestalten ist ein Privileg, mit viel Verantwortung. Respekt vor der Aufgabe schadet da nicht.

Gemeinsamkeiten/Gegensätze?

Anfangs war ich geduldiger. Das hat sich verändert, da werde ich meinem Vater ähnlicher. Und: Wir geben uns selten mit der erstbesten Lösung zufrieden, da sind wir uns sehr ähnlich.

Besondere Leidenschaften?

Man braucht immer einen ausgleichenden Pol: für mich meine Familie. Ich trainiere immer noch Karate. Nach einem anstrengenden Tag spiele ich auch gerne im Keller auf der E-Gitarre.

// PE

 

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