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Preisverleihung im September

SILMO Paris: Zehn Projekte für Design-Wettbewerb

Die SILMO Paris hat sich die Förderung aufstrebender Talente zu einem ihrer zentralen Anliegen gemacht. Für die Ausgabe 2026 des Optical Design Contest und das Thema: „Die Zukunft der Optik: Welche Vision?“ wurden zehn Projekte nominiert.

SILMO Paris 2025 Optical Design Contest Gaia
Optical Design Contest der SILMO Paris: 2025 gewann das Projekt Gaia von Hélène Caffin-Pinon (Mitte, Designhochschule Saint-Étienne), eine Kinderbrille mit Augmented-Reality-Pflanzen-Erkennung (Bild: SILMO Paris, Fotocredit: Stéphane Laure)

Als internationales Sprungbrett bietet der Optical Design Contest Designstudenten jedes Jahr Gelegenheit, Brillen aus der Perspektive von Design, Innovation und neuen Anwendungs-Möglichkeiten neu zu denken.

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2026 ist das Thema „Die Zukunft der Optik: Welche Vision?“. Olivier Lapidus hat den Juryvorsitz – ein international renommierter Designer, dessen Karriere sich über Mode, Design und Innovation erstreckt und der den eingereichten Projekten eine ganz eigene Perspektive verleiht.

Aus den Einsendungen von Studierenden aus aller Welt wurden zehn Projekte in die engere Auswahl genommen. Sie spiegelten die Vielfalt der Designkulturen und die Kreativität einer neuen Generation wider und präsentierten mutige Konzepte, die bereits jetzt die Diskussion über die Zukunft der Optik mitprägen würden, so die SILMO.

Die Nominierten für den Optical Design Contest 2026

Alogaki – Elsa de Miguel / Paula Gómez / Adriana González – Universidad de Valladolid (Spanien)

Ein hochwertiges System für gehörlose und sehbehinderte Nutzer, inspiriert von der Gottesanbeterin: Ein stabilisierender Flügel ermöglicht es, das Gestell nach dem Abnehmen in ein eigenständiges Hör-Implantat zu verwandeln, das von einer speziellen Mikrobatterie mit Strom versorgt wird.

Arch Terrain – Megan Brodmerkel – Savannah College of Art and Design (USA)

Anpassungsfähige Sportbrille für Klettern, Wandern und Radfahren: Die Spannung der Bügel und der Abstand zwischen Gläsern und Gesicht lassen sich mit Hilfe eines von BOA inspirierten Drehreglers in Echtzeit einstellen, kombiniert mit einem elastischen Scharnier und einem Präzisions-Schienensystem.

Dreamscape – Sophia Denison – Savannah College of Art and Design (USA)

Eine experimentelle Brillenkollektion, die sich mit der modernen „Aufmerksamkeits-Krise“ auseinandersetzt, indem sie durch visuelle Verzerrungen traumähnliche Sinnes-Erlebnisse nachbildet.

Emoslow – Océane Gallais – CY Cergy Paris Université (Frankreich)

Intelligente Brille für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren, die unter Konzentrations-Schwierigkeiten, Angstzuständen, Überempfindlichkeit oder Störungen der Emotions-Regulation (ADHS, ASD) leiden. Ein integrierter Herzfrequenz-Sensor überwacht kontinuierlich den Herzschlag des Kindes und löst elektrochrome Gläser aus, die bei steigendem Stressniveau allmählich ihre Farbe ändern und den Kindern so helfen, ihre Emotionen zu erkennen und auszudrücken. Eine begleitende mobile App bietet personalisierte Überwachung und angeleitete Atemübungen.

Ground – Tidiane Cardot / Atlas Ozer / Theo Vanpoperynghe – Rubika ISD (Frankreich)

„Transition-Brille“, ausgestattet mit einem EEG-Sensor, der Gehirnströme erfasst und animierte zymatische Muster in elektrochromen Gläsern erzeugt, wodurch Nutzer durch geführte Meditation oder Neuausrichtung reibungslos zwischen Phasen kognitiver Anstrengung wechseln können.

Halo – Thibault Lacroix / Basile Fruteau de Laclos – L’école de Design Nantes Atlantique (Frankreich)

Eine Brille mit zwei Gläsern, die für die Generation Z entwickelt wurde, die in Großraumbüros und flexiblen Arbeits-Umgebungen arbeitet. Ein Korrekturglas wird mit einem zweiten Polycarbonat-Glas kombiniert, das mit der „Solid Polymerised Gel SPD“-Technologie (Suspended Particle Device) ausgestattet ist. So lässt sich das periphere Sichtfeld des Trägers auf Knopfdruck elektronisch abdunkeln, um die Konzentration zu steigern.

Learning to see – Sini Virtanen – Aalto-Universität, Fakultät für Kunst, Design und Architektur (Finnland)

Eine KI-gestützte Brille, die Eye-Tracking, Computer Vision und Augmented Reality kombiniert, um den traditionellen Lernprozess umzukehren, indem sie es den Nutzern ermöglicht, „wie ein Experte zu sehen“, bevor sie sich theoretisches Wissen in Fächern wie Architektur, Biologie und Geschichte aneignen.

Lupo – Amandine Crépin – CY Cergy Paris Université (Frankreich)

Kinderbrillen aus recyceltem Polycarbonat mit licht-empfindlichen Pigmenten, die bei UV-Licht-Einwirkung ihre Farbe ändern (von Transparent zu Violett) und so auf spielerische und ansprechende Weise das Bewusstsein für Sonnenschutz fördern.

Prome – Camille Déniel – L’Ecole de Design Nantes Atlantique (Frankreich)

Ein „Alltags-Schmuckstück“ aus recyceltem Edelstahl mit austauschbaren Bügeln in drei Größen (S/M/L) und magnetischen Accessoires, mit denen Nutzer das Aussehen ihrer Brille verändern können, ohne die gesamte Brille austauschen zu müssen.

Spora  – Mateo Caballero Rodrigo / Mario Carrasco García / Gabriel Casado Matesanz – Universidad de Valladolid (Spanien)

Brillen, die nicht hergestellt, sondern gezüchtet werden – aus Myzel, das auf landwirtschaftlichen Abfällen kultiviert, geformt und durch eine schonende Wärmebehandlung stabilisiert wird. Das Ergebnis ist ein zu 100 Prozent biologisch abbaubares und kompostierbares Brillengestell, wobei jedes Stück ein natürliches Unikat ist.

Entscheidung auf der SILMO Paris

Die zehn nominierten Projekte werden auf der SILMO Paris 2026 vom 25. bis 28. September in Paris Nord Villepinte präsentiert, bevor ein Gesamtsieger gekürt wird. Das Gewinnerprojekt erhält ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro, das zu gleichen Teilen zwischen dem Studierenden und seiner Bildungs-Einrichtung aufgeteilt wird.

 

Quelle: SILMO Paris