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Mit 2.600 Teilnehmern

Zukunft Handwerk 2026: Werkbank für den Wandel

Der Kongress Zukunft Handwerk Anfang März 2026 im International Congress Center München brachte Unternehmen aus dem Handwerk, Vertreter aus Politik, Wirtschaft sowie Organisationen der Branche zusammen, mit rund 2.600 Teilnehmern.

Zunkunft Handwerk 2026 Keynote Bilal Zafar KI Handwerk c GHM
Keynote von Bilal Zafar auf der IKK classic Bühne: „KI – die Jahrhundert-Chance für das Handwerk“ (Bild: GHM)

Auch im vierten Jahre habe der Kongress seine Rolle als wichtiger Branchen-Treffpunkt im deutsch­sprachigen Raum bestätigen können, so der Veranstalter GHM. Insgesamt 56 Speaker gestalteten das Programm mit Vorträgen, Panels und Diskussionsformaten. Ergänzt wurde das Programm durch 30 Workshops sowie vier Speed-Dating-Formate, die Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung boten.

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Praxisnahe Impulse

Auf der IKK classic Bühne und im Signal Iduna Forum setzte das Bühnen-Programm gezielte Impulse entlang der Fokus-Themen des Kongresses – aus dem Handwerk für das Handwerk. Das Thema „Personal: Fachkräfte-Sicherung und Talente“ wurde unter anderem von Vivie Völs (Malerin und Lackiererin) sowie von Martin Vögel (Anlagenmechaniker-Meister und Markenbotschafter von Zukunft Handwerk 2026) aufgegriffen.

In den praxis-orientierten Workshops wurden konkrete Anwendungs-Beispiele für den Einsatz digitaler Technologien sowie neue Ansätze zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften thematisiert. So zeigte etwa Christoph Krause vom Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk, wie digitale Assistenz-Systeme Handwerks-Betriebe im Alltag unterstützen können.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Unternehmens-Nachfolge: Darüber diskutierten Vera Lyko, Co-CEO econoyou UG (haftungs-beschränkt), und Susanne Preuß, Geschäftsführerin der Initiative für Ausbildung, im Workshop „Unternehmens-Nachfolge wagen! – Phasen verstehen, Chancen erkennen, Verantwortung übernehmen“.

Auch die Ausstellungs-Fläche wurde intensiv für Gespräche und den Austausch zwischen Handwerks-Betrieben, Partner-Unternehmen und Organisationen genutzt.

Für Bettina Reiter, Director Zukunft Handwerk, unterstreicht der Kongress deutlich die Dynamik der Branche: „Zukunft Handwerk zeigt, wie groß der Gestaltungswille im Handwerk ist. Gerade die klare Fokussierung auf zentrale Zukunfts-Themen kommt bei der Branche sehr gut an. Die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern hilft dabei, diese Themen sichtbar zu machen und konkrete Impulse für den Arbeitsalltag im Handwerk zu geben.“

Eröffnung mit Signalwirkung fürs Handwerk

Politisch eröffnet wurde der Kongress von Katherina Reiche (Bundesministerin für Wirtschaft und Energie und Schirmherrin von Zukunft Handwerk 2026), gemeinsam mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder sowie Jörg Dittrich (Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks) und Franz Xaver Peteranderl (Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern).

Franz Xaver Peteranderl betonte dabei insbesondere die Bedeutung der nächsten Generation im Handwerk: „Die Zukunft des Handwerks zeigt sich nicht nur in technischen Innovationen, sondern auch in den vielen jungen Menschen, die sich für diesen Weg entscheiden.“

ZDH-Präsident Jörg Dittrich unterstreicht: „Das Handwerk ist mehr als ein Begriff. Wir sprechen hier von mehr als einer Million Betriebe, die mehr Umsatz machen als die drei großen Automobil-Hersteller zusammen. Wenn das Handwerk niest, dann bekommt Deutschland eine Lungen-Entzündung. Wir brauchen mehr Resilienz. Und wir brauchen mehr Respekt gegenüber dem Handwerk!“

Auch Dorothee Bär (Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt) war beim Kongress Zukunft Handwerk vor Ort und nutzte die Veranstaltung für den Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Branche zu Zukunftsthemen des Handwerks.

Auszeichnungen für Engagement

Ein fester Bestandteil von Zukunft Handwerk sind Auszeichnungen für besondere Leistungen im Handwerk. Beim Wettbewerb „Der Pitch im Handwerk“ überzeugten Lukas Kopp und Thomas Dietenmeier von Dietenmeier + Harsch aus Konstanz mit ihrem Projekt „RPA im Handwerk“ und erhielten den Jurypreis. Der Publikumspreis ging an Marlon Gnauck von der Bäckerei Gnauck aus Ottendorf-Okrilla.

Als Miss und Mister Handwerk wurden die Bestatterin Emily Maichle aus Geislingen an der Steige sowie der Stuckateur Maximilian Buerger aus Wetter ausgezeichnet. Der Inklusions-Preis ging an Mattis Harpering und seine Berliner Bäckerei „Die Backpfeife“, die sich in besonderer Weise für Teilhabe im Arbeitsalltag engagieren. Beim 14. Handwerks-Preis der Bürgschaftsbanken belegte die Metzgerei Schäfer GmbH aus Weinstadt den ersten Platz, gefolgt von der Masterdent GmbH aus Dortmund und der BLS GmbH aus Bad Kreuznach. Beim Founders Fight setzte sich Hair Help the Oceans UG mit seinem Pitch durch.

Zukunft Handwerk als Treffpunkt der Branche

Zum Abschluss zog Tobias Gröber, Vorsitzender der Geschäftsführung der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, ein positives Fazit zum Kongress: „Das Handwerk spielt eine zentrale Rolle bei der Lösung unserer Herausforderungen. Und es bietet in Zeiten von KI immer attraktivere Berufschancen für alle Altersgruppen – vom Azubi bis zum Quer-Einsteiger. Zukunft Handwerk ist und bleibt die Bühne und der Treffpunkt für alle, die die Zukunft der Branche aktiv gestalten wollen.“

 

Die nächste Ausgabe von Zukunft Handwerk findet am 10. und 11. März 2027 in München statt.

 

Quelle: Zukunft Handwerk / GHM