Der eyebuzz Award ist die Gelegenheit, innovative Produkte einem internationalen Fachpublikum vorzustellen und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Frühere Gewinner des Awards konnten durch die Auszeichnung viel Aufmerksamkeit gewinnen und ihr Unternehmen erfolgreich ausbauen. Wir stellen die drei Finalisten vor.
Foto: Adobe Stock
Eine gute Möglichkeit, sich als junges Unternehmen bekannt zu machen und zu vernetzen, bietet die Teilnahme an Messen. Die SILMO Paris zeigt jedes Jahr Start-ups Seite an Seite mit bewährten internationalen Marken. Jedes Jahr findet rund ein Viertel der Aussteller erstmalig den Weg nach Paris.
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Bereits seit 2019 kooperieren eyebizz und die Messe in Paris, um mit dem eyebuzz Award die Zukunft der Branche zu fördern. Jährlich werden kreative Köpfe ausgezeichnet, die mit ihren Konzepten die Branche bereichern, wie zum Beispiel im vergangenen Jahr CÉHO studio (www.cehostudio.com). Das Start-up von Designerin und Gründerin Cécile Hoggenmüller aus Hamburg holte sich die Auszeichnung mit dem Farbwechsel-Brillenkonzept AVA. 2024 wurde Manti Manti mit und durch den eyebuzz Award nach Paris geschickt, die dann prompt im Folgejahr den SILMO d’ Or mit nach Hause nahmen. Manti Manti hat seitdem mit den Kinderbrillen aus Berlin auf verschiedenen Wegen auf sich aufmerksam gemacht.
Der Preis bietet jungen Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz jedes Jahr eine Chance, sich auf der internationalen Bühne zu präsentieren, mit umfangreichen Leistungen:
Kostenloser Messestand auf der SILMO Paris,
Preisverleihung vor internationalem Fachpublikum,
Porträt in der eyebizz und online und
Werbung über die eyebizz- und SILMO-Kanäle im Wert eines hohen vierstelligen Betrags.
Das sind die eyebuzz-Finalisten 2026
Start-ups aus der DACH-Region, maximal fünf Jahre jung, mit kreativen Ideen für die Augenoptik, konnten sich bis zum 17. Juli bewerben. Unter allen Einsendungen wurden diese drei Finalisten ermittelt.
Galfer steht für einen unabhängigen, kulturell verwurzelten Zugang zur Brillenmode – aus der Perspektive eines Autodesigners. „Galfer versteht sich als unabhängiges Designlabor, in dem jede Kollektion ihr eigenes Universum bildet. Projekte wie Lusitania und Galfertina verbinden Brillendesign mit Storytelling und verleihen zugleich unserer spanischen Region Extremadura Sichtbarkeit“, so José Fernandez Gallego.
Bild: Galfer
Die Kollektionen werden in Spanien entworfen und mit spezialisierten, familiengeführten Fertigungspartnern in Italien produziert. Der Fokus der Produktion liegt auf kontrollierten Stückzahlen, Materialqualität und hochwertiger Verarbeitung. Die Marke arbeitet zudem jährlich mit AEPAE bei Kampagnen gegen Mobbing zusammen und fördert Selbstvertrauen und Selbstausdruck.
Der freiberuflich arbeitende Industrial Designer Wolfram Jänsch bietet mit seinem Produkt w2design.de eine Downloadbasis von 3D-druckbaren Brillenfassungen. Die Brillenfassungen stehen als Geometriedaten im stl-Datenformat zur Verfügung und können vom kreativen Augenoptiker, Brillenhersteller oder 3D-Druck-Enthusiasten entsprechend angepasst, ausgedruckt und „dekoriert“ werden. Die zeit- und kostenintensive Erstellung des Basis-Brillenrahmens entfällt.
Bild: w2design
Die Brille kann im Ladengeschäft mit einem eigenen Serien-Drucker ausgedruckt werden oder von einem online-Druckdienstleister, mit einem angeformten Scharnier oder separaten Scharnier bekannter Scharnierhersteller. „Ich erhebe bei meinen Entwürfen den Anspruch, Brillenfassungen so auszugestalten, dass sie professionellen Erfordernissen der Brillenindustrie und von Optikerinnen und Optikern entsprechen“, sagt Jänsch.
Das unabhängige Brillendesignhaus hat sich der Entwicklung zeitloser Objekte auf Grundlage industrieller Designprinzipien statt kurzlebiger Modetrends verschrieben. „Nach dem Besuch einer Luxusbrillenboutique in Paris stellte ich mir die Frage, was Luxus tatsächlich bedeutet, wenn vergleichbare Produkte problemlos auch anderswo erhältlich sind. Als Automobildesigner kam ich zu dem Schluss, dass nachhaltiger Wert aus dem Design und nicht aus dem Branding entstehen sollte. Mür wurde gegründet, um zeitlose Objekte mit Charakter, Sinn und Identität zu entwickeln“, so Gründer Gerardo Gustovo Ibarra Ancira.
Bild: Mür Eyewear
Jede Fassung wird von Hand aus hochwertigem japanischem Acetat und Titan gefertigt und beginnt mit einem klar definierten Charakter. Geometrie, Proportion, Ergonomie und Material werden so lange verfeinert, bis jedes einzelne Element diesem Zweck dient. Nichts wird ohne Grund hinzugefügt. Selbst das bewusst zurückhaltende Branding folgt derselben Philosophie: Wiedererkennbarkeit soll aus dem Design entstehen, nicht aus dem Logo.
Und gewonnen hat . . .
Kurz vor Redaktionsschluss stand die Entscheidung der eyebuzz-Jury fest. Unter der Regie von SILMO-Direktor Eric Lenoir wurde der Sieger ermittelt. 2026 darf sich das Start-up Mür Eyewear über die Auszeichnung freuen!
Mit der Preisverleihung und dem kostenlosen Messestand auf der SILMO ist dem jungen Unternehmen aus Wiesbaden die große Aufmerksamkeit eines internationalen Publikums sicher.
Gerardo Gustovo Ibarra Ancira auf die Frage, warum sein Start-up den Preis verdient habe: „Wir sind überzeugt, dass Innovation nicht ausschließlich aus neuen Materialien, neuen Technologien oder neuen Fertigungsprozessen entsteht. Innovation kann auch mit einer neuen Denkweise beginnen. Während sich ein großer Teil der Brillenindustrie auf das äußere Erscheinungsbild konzentriert, beginnt Mür beim Menschen, der das Objekt trägt. Wir entwerfen Brillen nicht, um zu verändern, wie Menschen von anderen gesehen werden – wir entwerfen sie, um sichtbar zu machen, wer sie bereits sind. Wir glauben, dass dies unser Beitrag zum zeitgenössischen Brillendesign ist.“
Die Preisverleihung für den siebten eyebuzz Award ist wie immer am Messe-Samstag auf der SILMO. eyebizz gratuliert herzlich und wird das junge Unternehmen in Zukunft auf seinem Weg begleiten. Schon in der kommenden eyebizz gibt es ein ausführliches Portrait samt Interview und Bericht von der Preisverleihung und dem Messeauftritt des Start-ups in Paris.
/// PE
Artikel aus der eyebizz 5.2026 (September/Oktober)